Warum wir einen Kombi haben?

Damit wir Piraten-Haifische zum See transportieren können. Ganz einfach. Das Vieh ist immerhin über 1,70 Meter lang.

Das Wasser war so brutal kalt, dass es mich gewundert hat, dass keine Eisschollen an uns vorbei getrieben sind.

Der Hai war übrigens ein 5 Euro Schnäppchen im Supermarkt, dem ich nicht widerstehen konnte. Und wurde heute vom Kind in der Abstellkammer entdeckt, wo ich ihn vor ein paar Wochen mehr oder weniger geschickt versteckt hatte.

War ja klar, dass wir dann mit dem Tierchen auch ans Wasser müssen. Und Squishy war soooo aufgeregt. Er hat dem Haifisch sogar seine Liebe erklärt und sich mehr mit ihm als mit mir unterhalten. Aber Hauptsache er war zufrieden und glücklich. Überraschenderweise hat er sich dann mit dem Vieh im Wasser auch ziemlich gut angestellt und ist sogar alleine darauf rumgetritten. Morgen dann vermutlich nochmal.

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goofy

Ich bin zur Zeit alleinerziehend, was im großen und ganzen eine ziemlich einsame Angelegenheit ist. Squishy fühlt sich wohl auch einsam, denn er kommt jede Nacht zu mir ins Bett und möchte da gerne bleiben. Meistens lass ich ihm eine Weile seinen Willen und befördere ihn dann wieder in sein eigenes Bett. Mit ihm in einem Bett zu schlafen ist nämlich unmöglich, weil er sich die ganze Zeit hin-  und herwirft und somit selbst im Schlaf sehr viel Ähnlichkeit mit einem Tornado hat. Also schmeiße ich ihn raus. Bis er wieder angetapst kommt. Und wieder. Und wieder.

Letzte Nacht als er angetapst kam, ich war seit ungefähr 15 Minuten im Bett und habe gelesen, hab ich ihm dann angeboten, dass er in Mommys Bett schlafen kann, das ist ja gerade sowieso verwaist. Und ein seelig lächelndes Kind stieg über mich drüber und kuschelte sich in Mommys Decke. Damit war dann allen geholfen. Ich konnte in Ruhe weiterlesen und er musste sich nicht mehr einsam fühlen oder Angst vor Monstern in seinem Zimmer haben oder was auch immer das Problem war.

Ich lese da also still heulend vor mich hin – Liebesromane mit zuvielen Schwangerschaftshormonen in der Blutbahn führen scheinbar zu erhöhtem Vergießen von Tränenflüßigkeit – und das Kind rotiert. Auf die Decke, nach links, nach rechts, unter die Decke, ein Bein auf die Decke, Kopf in die andere Richtung, auf den Bauch, zweites Bein auf die Decke, auf den Rücken, links, rechts, das übliche eben. Und auf einmal macht es rumps und ich sehe nur noch einen Zipfel der Bettdecke, der Rest ist mitsamt Kind verschwunden.

Scheiße, denke ich nur, das hat sicher wehgetan und beim Sturz aus dem Bett hat er sich vermutlich noch den Kopf am Nachttisch angeschlagen. Da taucht auch schon der Kopf wieder hinter dem Bett auf. Squishy grinst mich an und sagt: That was so funny! Hahaha! Kriecht zurück ins Bett, macht es sich gemütlich und schließt die Augen.

Ich musste so lachen. Das war einfach spitze. Ich hatte mich bereits auf ein schmerzgeplagtes Gebrüll eingestellt und er findet es witzig und gut ist. Auch mein Angebot, er könne ja wieder in sein eigenes Bett gehen, da passiere sowas nicht,  hat er nur mit Kopfschütteln quittiert.

Und weil ich so gnädig gestimmt war, durfte er tatsächlich die ganze Nacht bleiben. Das gab es auch noch nie. Allerdings hatte ich trotz der Tatsache, dass er eigentlich in Mommys Bett schlief und wirklich genug Platz haben sollte, ständig seine Füße und Hände und überhaupt ihn im Gesicht, auf dem Bauch und sonst wo. Aber wenigstens ist er mittlerweile leise. Seit der Operation schnarcht er nämlich überhaupt nicht mehr und atmet so leise, dass man meinen könnte, er wäre gar nicht da. Wenn denn da nicht ständig diese Füße wären, die einen die ganze Nacht lang treten.

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Augen zu und durch

Fast jeden Abend haben die beiden eine Phase, wo es auf dem Sofa rundgeht. Das sieht sehr kriminell aus und hört sich auch genauso an. Am Anfang haben wir noch versucht einzugreifen und die beiden zur Ruhe zur bewegen, mittlerweile lassen wir sie einfach machen und suchen das Weite, um nicht zwischen die Fronten zu geraten. Die brauchen das scheinbar. Zum Energie abbauen oder was weiß ich. Meistens hört das auch irgendwann wieder auf, wenn einer von beiden die Schnauze voll hat oder aber einer von beiden wegrennt und heult. Mia heult natürlich nicht wirklich, würde es aber vermutlich, wenn sie könnte. Squishy bekommt in dem Fall auch keinerlei Mitleid, weil er gerade selbst Schuld ist. Hätte er sie in Frieden gelassen, dann hätte sie ihm auch nicht wehgetan. Wobei sie auch nicht ganz unschuldig ist und gerne mal anfängt.

Es übrigens auch durchaus möglich, dass Squishy Mia keine 5 Minuten vorher noch umarmt und ihr seine Liebe erklärt hat.

Das ganze ist auch nicht halb so gefährlich wie es auf dem Bild aussieht. Mia beißt ihn nicht wirklich, sie zwickt nur und Squishy ist auch nicht gerade zärtlich, aber auch nicht so fies, als dass er sie ernsthaft verletzen würde.

Dumm ist nur, wenn man gerade unschuldig auf dem Sofa sitzt, wenn die beiden beschließen, dass es jetzt an der Zeit wäre miteinander zu rangeln. Typisch Kinder, sag ich da nur. Und typisch Rudelverhalten.

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ZT 99+? oder 14+3

Heute musste ich nun leider feststellen, dass mein treuer Persona-Fertilitätsmontior aufgegeben hat. Er zählt nur im zweistelligen Bereich und den haben wir nun vor ein paar Tagen endgültig verlassen. Schade, ich fand das sehr erheiternd so zu sehen wie viele Tage bereits hinter uns liegen. Deshalb nun nur noch in Wochen.

Heute war also wieder mal ein FÄ-Termin. Etwas enttäuschend um ehrlich zu sein. Erstens mal ist die Praxis von der Terminen her so dermaßen schlecht organisiert, dass ich ernsthaft über eineinhalb Stunden warten durfte. Zum Glück hatte ich Squishy bei Oma und Opa zwischengeparkt, denn das hätte er auf keinen Fall mitgemacht. Der Termin selber war dann dafür umso unspektakulärer. Wir haben festgestellt, dass es mir wieder besser geht, was man daran sieht, dass ich zugenommen habe. Juhu. Oder auch nicht. Sonst ist alles prima. Mein einziges Problem momentan ist ein doofer Nerv, der sich im unteren Rückenbereich eingeklemmt hat und mir ab und zu das Auftreten auf den linken Fuß unmöglich macht, aber ansonsten ist alles prima.

Der Ultraschall war megakurz. Muss wohl der kürzeste gewesen sein, den ich jemals hatte und ein Bild gab’s wieder nicht. Einmal kurz drüberfahren, ah ja, da ist es, sieht alles gut aus und das war’s. Naja, wenigstens konnte sie Cuda zur Abwechslung gleich auf Anhieb finden. Mir kommt es so vor, als ob wir mit Squishy viel mehr Bilder bekommen hätten. Allerdings habe ich gerade beim nachschauen festgestellt, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt auch nur ein Bild aus der 6. Schwangerschaftswoche hatten. Gut, dann nehme ich das jetzt einfach mal so hin. In vier Wochen darf ich dann wieder. Da kommt dann auch Cerah wieder mit und wenn es da immer noch kein Bild gibt, dann bekomme ich einen Anfall. Zudem wüßte ich dann gerne, ob es nun ein Junge oder ein Mädchen wird.

Die Oma wünscht sich ja sehnlichst ein Mädchen und mir und Cerah ist es eigentlich egal. Wobei ein Junge praktischer wäre, weil wir für den nämlich schon einen Namen haben. Das mit dem Mädchennamen wird eine ziemlich schwierige Geburt werden, weil es da einfach zu viele dämliche gibt. Und dann muss der Name ja wieder auf Deutsch und Englisch ohne größere Probleme aussprechbar sein, was heißt, dass alles mit J am Anfang, TH irgendwo und Umlaut schon mal wegfällt. Und er muss uns beiden gefallen. Dieses Mal darf übrigens Cerah aussuchen. Beim letzten Mal war ich dran. Da hatte ich den Namen auch schon bevor ich überhaupt schwanger war. Von dem her war das kein Problem. Es musste halt nur noch ein Junge werden. Aber den habe ich ja bekommen. Es wäre also ganz nett, wenn wir nicht erst bei der Geburt rausfinden würden, was es denn nun ist. Und wenn die Ärztin das nicht hingekommt, dann… ja dann, dann hab ich schon eine andere Lösung.

Gibt es heutzutage eigentlich auch noch den Organultraschall oder ist der seit 2006 der Gesundheitsreform  zum Opfer gefallen wie so einiges andere auch?

Nur mal so nebenbei: Wir haben uns gegen jegliche Art von Pränataldiagnostik entschieden. Aus verschiedenen Gründen: Erstens bin ich immer noch erst 30 und somit noch nicht in der Risikogruppe der “alten” Mütter. Zweitens wäre es egal. Ich kann nicht ein Kind wollen und es dann wieder abtreiben lassen, weil es eine Behinderung hat, die für mich unbequem wäre. Drittens gibt es genetisch gesehen auf meiner Seite der Familie keine Erbkrankheiten, die damit feststellbar wären und viertens sind alle anderen – wie viele auch immer, aber sehr viele – Halbgeschwister auch gesund. Wollte ich nur kurz noch loswerden.

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Bu-hu

Ich werde verlassen. Ich armes, armes Geschöpf. Morgen geht meine Frau für fast zwei Wochen nach Polen. Ohne mich. Nicht dass ich Lust hätte 16 Stunden im Bus zu verbringen. Ich glaube, das würde mein Körper momentan auch überhaupt nicht mitmachen. Und ich gönne ihr den Spaß ja auch, aber trotzdem ist es doof, alleine zu sein. Wenigstens leistet mir Squishy Gesellschaft. Und meistens kommen wir auch ganz prima miteinander klar. Von den ersten ein, zwei Tagen mal abgesehen, an denen er jedes, aber wirklich jedes Mal seine Grenzen bei mir aufs neue austestet. Und danach ist dann alles gut.

Am Montag habe ich den nächsten Termin bei der Ärztin. Ich bin mal gespannt, ob sie Cuda dieses Mal vernünftig finden kann. Bisher konnte sie das nämlich nicht. Es ist schade, dass Cerah diesen Termin verpasst, denn das wird dann hoffentlich das erste vernünftige Bild, was wir bekommen werden. Hoffentlich. Squishy darf in der Zeit Oma und Opa unterhalten. Denen soll’s ja auch nicht langweilig werden. Und im Urlaub schon zweimal nicht.

Ansonsten werde ich mich die nächsten zwei Wochen einfach treiben lassen und mal schauen, was jeder Tag so bringt. Schlecht ist es mir zum Glück nur noch ganz, ganz selten, ich kann fast wieder wie ein normaler Mensch essen und trinken und ich freue mich einfach auf die freie Zeit – wenn auch ohne Frau.

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