Dann bin ich fünf Tage lang mit Hund und zwei Katzen alleine zuhause. Der Rest der Familie weilt dann mit einer Menge Pfadfinder im Hochschwarzwald, wo wir auch letzten Sommer schon waren.
Was soll ich nur so lange mit mir alleine anfangen?
Dann bin ich fünf Tage lang mit Hund und zwei Katzen alleine zuhause. Der Rest der Familie weilt dann mit einer Menge Pfadfinder im Hochschwarzwald, wo wir auch letzten Sommer schon waren.
Was soll ich nur so lange mit mir alleine anfangen?
Vor allem zwischen 2.20 Uhr und 4 Uhr morgens. Gähn, sag ich da nur. Um 2:20 Uhr fing das Theater an. Das Kind stand auf einmal mit seinem Traktor in der Hand neben mir und erklärte die Nacht für beendet. Aus unerfindlichen Gründen war ich da anderer Meinung und verfrachtete das schreiende Kind wieder in sein Bett. Die obligatorischen 20 Minuten* gewartet. Alles immer noch still. Sich langsam entspannt und 5 Minuten später fing er wieder an. Das Spiel hat sich dann bis um halb vier wiederholt, ohne dass ich auch nur die geringste Ahnung gehabt hätte, wo sein Problem lag. Um halb vier gab es dann einmal Windelwechsel, Kakao und somit hoffentlich endlich Ruhe. Um 4 war ich dann sicher, dass er wirklich endlich schläft und bin selbst eingeschlafen. Dafür fühle ich mich heute Morgen etwas gerädert. Ich hoffe stark, dass sich das noch legt. Das Kindelein ist auch leicht neben der Kappe. Verspricht ein interessanter Tag zu werden. Der dämliche Regen hilft dabei auch nicht wirklich. Und heute gibt es keinen Mittagsschlaf. Der junge Mann soll gefälligst nachts schlafen und nicht tagsüber!
*Die obligatorischen 20 Minuten bedeutet, dass wenn er so lange ruhig bleibt, dann ist er eingeschlafen. Und zwar richtig. So lange braucht der Mensch im Allgemeinen – und Squishy im Besonderen – um vom leichten Schlaf in einen “richtigen” also tieferen Schlaf zu finden.
Ich kann mich noch gut daran erinnern als Squishy noch ganz klein war und wir zu Besuch bei Oma und Opa waren. Sitzen konnte er schon und weil es warm war, wurden ihm die Socken ausgezogen und er ins Gras gesetzt. Das Gesicht war klasse. Die Füße wurden in die Luft gehoben und wehe sie berührten das Gras. Mein Papa war etwas irritiert, was denn dieses merkwürdige Verhalten zu bedeuten hätte. Die Antwort darauf war ganz einfach. Unser Stadtkind kannte einfach kein Gras unter seinen Füßen und ihm war dieses grüne Zeug sehr suspekt. Das kitzelt ja auch so komisch.
Und dann schaue ich mir unser Kind heute an. Wenn das Wetter so schön ist wie heute, sind wir oftmals draußen. In den Reben oder einfach nur auf unserem Streifchen Grün hinter dem Haus. Meistens barfuß. Auf eigenen Wunsch. Wie sich die Zeiten doch ändern können. Aus unserem Stadtkind ist ein Naturbursche geworden.