Ich finde ja immer noch, dass man das wirklich hätte anders übersetzen können: Bis(s) zum Irgendwas ist nun wirklich ziemlich bescheuert. Absolut abschreckend. Genauso wie die grauseligen Cover dieser Bücher. Wieso man nicht einfach die hübschen Originalcover nehmen konnte ist mir ein Rätsel. Aber gut, was soll’s. Ist jetzt eh zu spät.
Also zur Kurzgeschichte von Bree Tanner, die in Ecplise (Bis(s) zum Abendrot, als letzte der Armee der neugeborenen Vampire ihr Leben lässt. Das Büchlein, mit knapp 180 Seiten ist es nun wirklich nicht mehr, habe ich online gelesen. Natürlich gibt es das auch als gedruckte Version, aber das würde a) zu lange dauern bis es hier ist und wäre b) nicht umsonst.
Ich fand das Büchlein gut. Eine nette kleine Hintergrundgeschichte zu den Ereignissen in Ecplise. Der Schreibstil ist definitiv besser als die vorhergehenden Bücher. Übung macht den Meister, sag ich da nur. Mir war Bree richtig sympathisch und irgendwie ist es schade, dass sie sterben muss. Es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie sich bei den Cullens einfügen würde. Die Geschichte selbst ist gut zu lesen und gibt Einblicke in das (doch ziemlich kurze) Leben der Vampirarmee, die geschaffen wurde, um Bella und die Cullens zu vernichten. Etwas irritierend fand ich, dass einer der anderen Hauptpersonen Fred heißt. Ich finde nicht, dass Fred in irgendeiner Weise zu einem Vampir passt.
So richtig seelig gegrinst habe ich als wir endlich, endlich die Cullen-Familie wiedergetroffen haben. Wenn ich auch zugeben muss, dass es eine Weile gedauert hat bis ich kapiert habe, wer Edward ist, weil dauernd von einem redhead (Rotschopf) die Rede war. Dieser besagte Rotschopf entpuppt sich dann als Edward. Zwar wird er in den Büchern als bronze-haarig beschrieben, aber so richtig ist das in meiner Vorstellungskraft nicht angekommen, weil ich von Anfang an Rob (ja, wir duzen uns und sind dicke Freunde) als Edward gewöhnt war. Obwohl Rob ja nicht die Bohne wie Edward aussieht so wie ich ihn mir vorstelle. Putzig ist er zwar auch, aber unter einem perfekten Vampir-Lover stelle ich mir etwas muskulöseres mit mehr aggressivem Sexappeal vor. Aber was weiß ich schon von männlichem Sexappeal.
Mein Fazit: Wirklich gut zu lesen, keine seitenlangen Anschmachtungen und flüßig geschrieben. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der schon den Rest der Twilight-Saga gelesen hat. Aber erst danach oder am besten eigentlich nach Ecplise. Minuspunkte: teilweise depperte Namenswahl und viel zu kurz. Und der Hauptminuspunkt, der aber auch der Hauptpluspunkt sein könnte, ich habe mich da noch nicht festgelegt: Es macht unglaublich Lust, die ganze Saga nochmal zu lesen. Ich habe sie vermisst, die Cullens.