Namensgebung

Wir haben dem Babymädchen eindeutig den falschen Namen gegeben.

Passender wäre Maxima.

Abgeleitet von Maxima-le Lautstärke. Vor allem nachts.

(Ansonsten sind wir wieder angekommen. Mit Jetlag, der uns nächtliche Partys beschert. Bilder sind gesichtet, aber noch kein einziges irgendwo hochgeladen. Vielleicht nächste Woche.)

Halbzeit

Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Und wir haben schon so viel gemacht!

Der Flug hierher war wesentlich besser, als wir befuerchtet hatten. Beide Kinder waren super und haben die 8 Stunden Flug tapfer ueberstanden. Und 8 Stunden sind schon verdammt lange.

Die Zeitumstellung hat dann vor allem Squishy zu schaffen gemacht, der in der ersten Nacht um 1 Uhr wach war und danach auch nicht mehr einschlief. Um 3 Uhr ist Cerah dann mit ihm aufgestanden und das war’s dann mit Schlaf. Mit Miss Gigi war es ein bisschen einfacher, da sie sowieso noch wesentlich mehr schlaeft. Mittlerweile sind wir aber alle ueber den Jetlag hinweg und geniessen unseren Urlaub.

Uebers Wochenende waren wir in Toronto. Am Samstag in Downtown und am Sonntag im Zoo, der ziemlich riesig und auch echt gut gemacht ist. Urlaub mit zwei kleinen Kindern ist so ganz was anderes als wenn man Urlaub alleine macht. Denn letzte Wochen waren wir bereits auf einer Farm, wo Squishy helfen dufte, die Ziegen zu fuettern.

Auf dem Weg nach Toronto sind wir ein ganzes Stueck durch den Algonquin Park gefahren. Nur leider gab es keine Elche zu sehen, obwohl die wohl oefters mal einfach so auf der Strasse rumstehen.

Dafuer gab es in Elternhaus unserer Gastgeberin, das in der Naehe (kanadische Naehe bedeutet ungefaehr 1,5 Stunden weit weg) von Toronto ist, Streifenhoernchen, die im Abstand von einem Meter vor einem rumgeturnt sind. Total suesse Tierchen sind das.

Und am Samstag Abend waren wir zum Abendessen im Rainforest Cafe in der Yorkdale Mall in Toronto. Als AuPair war ich da schon, zwar nicht in Toronto, aber in Chicago und Washington, D.C.. Allerdings muss ich sagen, ich hatte das nicht so laut in Erinnerung. Oder aber ich war es damals einfach gewoehnt, weil ich ja da wohnte. Squishy fand vor allem die riesigen Aquarien cool, wenn er auch die Gewitter mit Blitz und Donner, die alle 10 Minuten oder so vom Band liefen nicht wirklich toll fand.

Ansonsten ist Kanada genau so wie ich es in Erinnerung hatte. Wunderschoene Natur, Wasser, Fluesse und Seen ueberall und wirklich sehr freundliche Menschen.

Bilder gibt es auch, aber die befinden sich alle noch auf der Kamera. Die gibt es dann, wenn ich wieder am eigenen Computer bin.

Ach ja, Squishy wird verwoehnt bis zum Gehtnichtmehr. Sein Fanclub bekommt jeden Tag mehr Mitglieder, was kein Wunder ist, denn dieses Kind passt so gut hierher, dass es fast schon unheimlich ist.

Und alle, wirklich jede einzelne Person, die wir irgendwo treffen, flirtet mit Miss Gigi, die sich mit einem wunderschoenen Babylaecheln revanchiert. Sowas bin ich gar nicht mehr gewoehnt.

Wir haben auf jeden Fall viel Spass und freuen  uns auf den Rest unseres Urlaubs.

(Die Tastatur macht mich uebrigens wahnsinnig, weil die Buchstaben nicht da sind, wo sie sein sollten und die Umlaute fehlen logischerweise voellig.)

Die Vater-Frage

Ich habe mich immer gefragt, wann es soweit sein würde.

Der absolut unspektakuläre Ort: Vorgestern, Ikea Tiefgarage. Cerah gab gerade Miss G eine Flasche und ich stand an der offenen Autotür neben Mr. Squishy der bereits in seinem Autositz saß und darauf wartete, dass es nachhause ging.

Squishy: Mama, do you know who your parents are?

Ich: Yes, I do. Do you know who my parents are?

Squishy: Yes, Oma and Opa.

Ich: That’s right. And who are your parents?

Squishy: I don’t know.

Ich: Mama and Mommy are your parents.

Squishy: Yes, that’s right. But our father doesn’t live with us.

Ich: No, he doesn’t.

Squishy: Where does our father live?

Ich: He lives in the Netherlands.

Squishy: Yes. And he’s all alone.

Ich: No, he’s not all alone. He has friends there, too.

Squishy: Yes. But he lives there all alone.

Ich: Oh, with alone, do you mean he lives there without us?

Squishy: Yes.

Ich: Okay, then he does live there alone.

Und dann kam irgendwas anderes.

Das ist das erste Mal, dass ich ihn von sich aus etwas über seinen Vater habe sagen hören. Er weiß, dass er einen Vater hat, denn in seinem und im Babybuch seiner kleinen Schwester ist jeweils ein Bild unseres Samenspenders. Da fragt er dann schon wer das ist. Und bekommt darauf selbstverständlich eine Antwort, denn natürlich hat er einen Vater. Wenn auch etwas anders als andere Kinder. Und er weiß auch, dass er uns geholfen hat, ihn und seine Schwester zu bekommen. Die näheren Einzelheiten heben wir uns auf, bis es ihn interessiert und er auch alt genug ist, es zu verstehen. Bisher war er mit den Antworten zufrieden, die er von uns bekommen hat und das möchten wir auch gerne so beibehalten.

Mister Squishy ist 4 Jahre, 9 Monate, 2 Wochen und 4 Tage alt.