Mar
09
2010
0

Stiefkindadoption

Immer wieder mal bekomme ich Anfragen dazu, wie denn bei uns die Stiefkindadoption abgelaufen ist. Manchmal per Mail und manchmal führt google die Suchenden hierher. Um mir die Arbeit zu sparen und es den Suchenden einfacher zu machen, habe ich links in der Seitenleiste unter INFOS alle Artikel, die mit der Stiefkindadoption zusammenhängen verlinkt. Das sind dann zwar die Artikel von hinten nach vorne, aber da es nicht so viele sind, dürfte das eigentlich kein Problem sein.

- Ich muss aber gleich dazu sagen, dass wir wahnsinnig viel Glück hatten – trotz des kleinen Handicaps, dass meine Frau Ausländerin ist. Wir hatten das Jugendamt nie bei uns, waren nur ein einziges mal bei denen und hatten auch einen Richter, der sehr unkompliziert veranlagt war. Unsere Adoption haben wir noch in Frankfurt/Main gemacht. Wie das auf dem Dorf oder in einem anderen Bundesland ist, weiß ich nicht. Ich denke, das hängt immer sehr von den beteiligten Menschen ab. -

Unsere Reise zur Stiefkindadoption HIER klicken.

Mar
02
2010
8

Pipi-Geschichten

Erstaunlich wie viel Zeit man auf einmal hat, wenn man morgens pünktlich aufsteht. Noch mehr Zeit hat man, wenn man eine dreiviertel Stunde zu früh aufsteht oder besser aufgestanden wird. Das reicht dann sogar dazu, sich und das Kind zu füttern, mit dem Hund rauszugehen und anschließend das Kind gestriegelt und gebügelt im Kindergarten abzuliefern. Das war ja eigentlich auch unser ursprünglicher Plan – nur ist der bisher leider an vielen verschiedenen Dingen gescheitert. So zum Beispiel: die Mutter, die einfach nicht früh genug aus dem Bett kommt; das Kind, welches aus unerfindlichen Gründen morgens mit mir nichts essen will (wenn Mommy das selbe dann wenige Minuten später anbietet, ist es toll, aber bei mir nicht); das Kind einfach zu lange schläft und morgens genau so wenig in die Gänge kommt wie besagte Mutter; der Toilettentick des Kindes (einer der Haupthindernisse).

Lange Zeit ging unser Kind nur zuhause aufs Klo. Zuerst auf sein Froschtöpfchen, dann auf die große Toilette mit Toilettensitz. Kein anders Klo war annehmbar und pinkeln ging nur zuhause oder draußen in der Wildnis. Dann kam der Winter und für uns ein willkommener Grund das Wildnis-Pinkeln zu unterbinden. Nach und nach wurden auch alle anderen Toiletten akzeptabel, so lange dort ein Toilettensitz drauf getan wurde. Mittlwerweile bekommen wir ihn ab und an dazu auf eine normale Toilette ohne Sitz zu gehen, wenn’s halt ganz dringend ist und er quasi keine andere Wahl hat.

Nun sind ja die Kindergartentoiletten extra auf kleine Hintern ausgelegt und somit eigentlich optimal. Nicht für unser Kind, denn da ist ja kein Toilettensitz drauf.  Bisher haben alle Versuche, ihn dazu zu bewegen im Kindergarten auf die Toilette zu gehen, nicht gefruchtet. Zum Glück ist er ja der Meister im Pipi-Verdrücken und deshalb ist das kein größeres Problem. Wenn er erst relativ spät in den Kindergarten geht. Mit mir früher zu gehen ist aus diesem Grund etwas mit Bedenken von unserer Seite verbunden. Heute ging es ohne Probleme und wir arbeiten daran, dass er irgendwann mal kapiert, dass man auch ohne Toilettensitz aufs Klo gehen kann.

Von dem mal abgesehen geht er sowieso von 4 allerhöchstens 3 Wochen pro Monat in den Kindergarten, weil er ständig und ich meine wirklich ständig eine Mittelohrentzündung nach der anderen hat. Im Moment behandeln wir gerade Mittelohrentzündung Nr. 4 oder sind wir doch bei 5? Ich weiß es schon nicht mehr. Nächste Woche nochmal mit ihm zum HNO. Wir hoffen auf den Frühling und dass das irgendwann mal wieder besser wird.

Written by Belle in: 2 Mamas, Alltag, Das Kind, Regenbogenfamilie |
Jan
08
2010
0

Kindergarten

Als mich neulich Squishys Gotti (Patin) fragte, wie es denn jetzt so im Kindergarten ist, fiel mir auf, dass ich dazu gar nichts mehr geschrieben habe. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten ist nun alles gut und meistens geht er gerne hin. Manchmal möchte er gerne hingehen, wenn der Kindergarten gar nicht auf hat und manchmal möchte er morgens lieber zuhause bleiben. Aber es gibt keine Tränen mehr, neulich hat er uns sogar erzählt, dass er seine Erzieherinnen liebt. “Squishy loves teachers!” Ich denke, es wäre von Anfang an einfacher gewesen, wenn er denn da nicht bereits an dieser dämlichen Mittelohrentzündung rumgemacht hätte. Denn wenn es mir nicht gut geht, kann man mit den tollsten Sachen locken und ich werde trotzdem alles doof finden. Wir sind froh, dass er sich so gut eingewöhnt hat und harren nun der Dinge, die da kommen.

Was ich daran nicht mag, ist, dass ich nicht wirklich weiß, was er da den ganzen Morgen so macht. Die Erzieherinnen erzählen einem nicht wirklich viel und Squishy selber auch nicht. Aber Hauptsache es gefällt ihm und er geht gerne hin. So ein bisschen Fortschritt im sprachlichen Bereich haben wir auch bereits bemerkt. Es ist mir inzwischen manchmal erlaubt, mit ihm Deutsch zu sprechen, ohne dass er einen Schreianfall bekommt. Aber nur manchmal. Vor Kindergarten-Zeiten war das überhaupt nicht möglich. Ist doch immerhin schon mal was.

Ein komisches Gefühl ist es, Urlaub zu haben und das Kind morgens für ein paar Stunden im Kindergarten abzuliefern. Dann ist es zuhause ganz ungewohnt still und man kann sogar aufräumen, ohne dass zwei Sekunden später alles wieder so chaotisch aussieht, wie am Anfang der Aktion. Und man kann seinen virtuelle Farmville Bauernhof  bearbeiten, ohne dass man gezwungen wird, Kürbisse anzupflanzen, die aus unererklärlichen Gründen immer angebaut werden müssen, wenn das Kind neben/auf einem sitzt.

Zum Glück hat aber eben jenes Kind auf Weihnachten seinen eigenen “Puter” geschenkt bekommen, so ein Kinder-Lern-Spiele-Laptop-Dingens, womit es sich dann ganz stolz neben Mommys MacBook setzt und einem verbietet, auf seiner Tastatur rumzudrücken. Ob er das wohl ständig zu hören bekommt, weil er seine kleinen, klebrigen Griffel nicht von der Tastatur des echten “Puters” fernhalten kann?

Und so genießen wir hier die letzten Ferien-/Urlaubstage bevor am Montag der ganz normale Wahnsinn wieder losgeht. Ich gehe dann wieder arbeiten und Cerahs sämtliche ehrenamtliche Pfa.dfin.der-Aktionen beginnen dann auch wieder. Ich hätte ja die letzten paar Tage gerne so richtig viel Schnee gehabt, das gehört irgendwie zum Weihnachtsurlaub, aber bei uns sieht es nicht mal nach Puderzucker aus, so wenig liegt hier. In Sachen Schnee ist es echt ungünstig, in der wärmsten Gegend Deutschlands zu leben, denn da tut sich nun wirklich nicht viel. Aber wenigstens ist es kalt und das finde ich im Moment schon ganz super. Um Schnee zu sehen, müssen wir dann eben in den Schwarzwald fahren. Ist ja auch nicht so weit. Und bis dahin tuen wir eben so als ob diese zwei Krümel Schnee für eine zauberhafte Winterlandschaft sorgen würden. Wir sind ja kreativ.

PS: Aus dem letzten Buch 2009 wurde tatsächlich das erste Buch 2010. Schön war’s. Und mein erstes lesbisch angehauchtes Buch seit langem.

Written by Belle in: Alltag, Das Kind, Geschwätz, Regenbogenfamilie |
Dec
17
2009
1

Wünsch Dir Was

Weihnachten steht vor der Tür bzw. ist fast schon wieder draußen und der Geschenkewahn ist in vollem Gange. Und wenn ich denn unbegrenzte Mittel zur Verfügung hätte, dann würde ich wohl pro Person so um die 300 bis 500 Euro ausgeben. Ideen hätte ich zur Genüge, nur halt das Bargeld fehlt. Schade eigentlich.

Wenn ich mir was wünsche dürfte, was es nicht für Geld gibt, dann wüßte ich auch schon, was ich mir wünschen würde.

Ich wäre gerne die deutsche Ellen*. Mein einer, mickrig kleiner TV-Auftritt hat mir Spaß gemacht und prinzipiell fände ich es nett, meine eigene Talk-Show zu haben. Da wäre ich dann witzig, frech und liebenswert. Und die Spaßkanone schlechthin. Und alle Promis würden zu mir kommen, mich wahnsinnig sympathisch finden und meine Freunde sein wollen. Ich wäre so beliebt, dass natürlich auch sämtliche Hollywood-Stars bei mir Schlange stehen würden. Praktischerweise kann ich ja auch gut Englisch, würde mich also auch niveauvoll mit den nicht-deutschen Promis unterhalten können und bei mir würde es dann auch nur Untertitel geben. So Synchronstimmengequatsche über dem Original kann ich nämlich überhaupt nicht leiden. Und damit wäre dann gleich noch ein Lerneffekt da, den ich mit meiner Talk-Show-Rubrik “Englisch mit Belle” noch weiter ausbauen könnte. Es gäbe tolle Geschenke für alle und ich würde Geld verteilen an unverschuldete Hartz IV-Empfänger. Und ich glaube ich hätte eine Rubrik mit normalen Leuten, die in irgendeiner Weise eine ungewöhnliche Geschichte haben. Ob ich irgendwelche witzigen Spielchen spielen würde, weiß ich nicht so genau. Denn die mag ich nicht so wirklich. Aber darüber ließe sich dann ja diskutieren. Und es wäre doch auch mal nett, ne lustige Lesbe zu sehen, die nicht Hella von Sinnen ist.

Und wie wär’s? Wer stellt mich ein?

*Für alle, die Ellen DeGeneres nicht kennen, gibt’s den Wikipedia-Eintrag und auf YouTube ihre tägliche Show.

Written by Belle in: Alltag, Public Relations, Regenbogenfamilie |

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