Vorbei

Einmal tief seufzen. Hach, schade. Heute war mein letzter Urlaubstag und morgen darf ich wieder arbeiten. Hach. Eigentlich gehe ich gerne arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, das nicht zu tuen. Aber die ersten ein, zwei Tage nach einem wunderbaren Urlaub finde ich immer unheimlich anstrengend und lang. So lang. Da wird jedes Mal die maximale Ausdehnungsdauer von 8 Stunden erreicht. Und ich vermisse den Squishy so sehr. Auf einmal kann ich wieder ohne Begleitung aufs Klo, niemand schreit alle 10 Sekunden nach Mama und will dieses und jenes von mir und es ist so furchtbar still.

Das Auto konnten wir auch von der Werkstatt abholen und wenn jetzt nochmal was kaputtgeht, dann kommt es weg. Ohne wenn und aber. Wir können nicht jeden Monat hunderte von Euro in das Gefährt investieren. Denn wenn wir diese Kohle einfach so hätten, dann würden wir keinen über 10 Jahre alten Gebrauchtwagen fahren.

Ein letztes Mal schön grillen...

Zum Abschluss haben wir heute nochmal schön gegrillt – unsere Ausrüstung wird so langsam immer professioneller – und habe gerade rechtzeitig eingepackt, um trocken wieder nachhause zu kommen. Ich seufze hier so vor mich hin und bereite mich seelisch und moralisch wieder auf den Alltag vor. Zum Glück fällt der dann selten so schrecklich aus wie ich ihn mir ausmale. Es war nett, das Nichtstun.

Garten

(Klick macht groß)

Um auch mal unser Gartenleben etwas zu beleuchten. Also: die lange dunkelgrüne Linie sind Erbsen, die wunderbar gedeihen. Vorne sind die Halloween-Kürbisse, die meine Mama angezüchtet hat und ganz hinten, mit Hasendraht geschützt, sind unsere zwei sehr mickrigen Butternut-Kürbisse. Es waren mal wesentlich mehr, aber die Dinger sind wohl recht schwer zufriedenzustellen. Wir sind uns nicht sicher, ob sie überleben werden und haben uns entschlossen, es nochmal mit bereits fertigen Pflanzen und nicht mit Samen zu versuchen. Vielleicht gelingt das ja eher.

Ansonsten ist sehr schön, wieder eine komplette Familie zu sein. Unsere Wohnung sieht aus wie Sau, weil Cerah fünf Million Sachen mitgebracht hat, die alle noch ein neues Zuhause finden.  Aber das war ja nicht anderes zu erwarten. Mit einem Koffer mehr zurückgekommen als hingeflogen. Das dürfte eigentlich alles sagen. Die Reise war ein voller Erfolg. Die Kanadier waren sehr beeindruckt von den deutschen Pf.adf.indern und wollen nächstes Jahr im Sommer herkommen. Und ich bin sehr gespannt diese dann auch kennenlernen zu können.

Nächste Woche habe ich auch noch ein bisschen Urlaub, dann einen Trip nach Frankfurt vor mir und zur Abwechslung dürfen wir wieder unser Auto in die Werkstatt bringen. Das ist so dermaßen frustrierend. Kaum ist ein Problem behoben, taucht das nächste auf. Nimmt das denn nie ein Ende?

Tag Unendlich – in echt 6 oder so

Sonntag. Eigentlich ganz okay. Es ist nur etwas merkwürdig, dass ich so gar keine Möglichkeit habe Cerah zu kontaktieren, denn die ist seit Freitag irgendwo in einem Park in Quebec verschollen. Zwar geplant verschollen, aber trotzdem. Bisher konnte ich sie wenigstens anrufen oder eine Mail schreiben, nur in der Wildnis geht das leider nicht. Wobei ich sagen muss, dass die kanadische Wildnis einfach sagenhaft ist. Jedes Mal wenn ich da war, konnte ich mich gar nicht daran satt sehen. Und da gibt es so viel Himmel. Himmel, Himmel so weit das Auge reicht und wenn die Sonne auf- oder untergeht. Wirklich wunderschön. Kann ich als Reiseziel nur empfehlen. Kanada ist ein Traum.

Ich mache im Moment so viele Fotos, dass ich mir ernshaft überlegt habe, eine Subdomain als Photo-Blog einzurichten. Wie das geht, weiß ich ja nun endlich. Hm, muss ich mir echt nochmal durch den Kopf gehen lassen. Squishy erinnert mich netterweise immer daran, dass ich meine Kamera mitnehmen muss, wenn wir spazierengehen. Und von allem darf/muss ich Bilder machen, nur nicht von ihm. Ich habe wohl an die hundert Bilder von ihm, wo er sein Gesicht hinter den Händen, einem Stock, einem Baum oder sonstigem versteckt oder wo er sich einfach umdreht und wegrennt. Völlig unmöglich von ihm ein schönes Bild zu machen. Absolut unkooperativ der junge Herr. Dafür gibt es dann eben noch mehr Landschaftsbilder. Von irgendwas muss ich schließlich Fotos machen, wenn mein Modell sich mir schon so schnöde verweigert.

Eines davon würde ich hier auch gerne als Hintergrundbild benutzen. Nur habe ich das Problem, dass es viel zu groß ist und ich befürchte, dass es nicht mehr hübsch sein wird, wenn ich das entsprechend verkleinere. Ich muss mir wohl doch ein Photo-Blog einrichten.

Morgen ist wieder Kindergarten und mir sind auch auf Anhieb gleich jede Menge Dinge eingefallen, die ich morgen früh gerne erledigen würde, wenn der kleine Störfaktor nicht da ist. Seinen Kleiderschrank aufräumen wäre zum Beispiel einer der Punkte, die nur ohne metergroße Unterstützung Sinn machen. Nur irgendwie nehme ich mir immer so viel vor, umsetzen tue ich davon aber nicht mal die Hälfte. Aber wenigstens geputzt habe ich hier gestern ausgiebig. War auch nötig, denn auf unserem Fußboden hätte man ohne Probleme Gemüse anbauen können, so dick war die Dreckschicht. Aber das machen wir dann doch lieber draußen.