Taufe – auch dieses Mal wieder ein Thema. Ja, wir lassen auch die Kleine taufen. Beim Großen war ich damals eigentlich nicht so wirklich dafür, habe mich aber von meiner besseren Hälfte umstimmen lassen. Und da wir ihn schon getauft haben, bleibt das Klein-Gigi natürlich auch nicht erspart.
Einfacher wird es dieses Mal, weil wir gleich vor Ort sind. Bei Squishy wohnten wir noch in Frankfurt haben aber hier taufen lassen, weil erstens sämtliche Verwandtschaft hier wohnt und zweitens, es absehbar war, dass wir früher oder später auch wieder hier landen würden. Und ein weiterer ganz großer Pluspunkt: Cerah kennt den Pfarrer gut und darf aus diesem Grund die Kommunikation mit ihm übernehmen.
Beim letzten Mal war ich wegen der ganzen Sachen von wegen katholische Kirche und wir als Frauenpaar etwas unsicher und habe im Endeffekt unseren Sohn taufen lassen, ohne dem Pfarrer zu erzählen wie “abartig” wir eigentlich sind. Dieses Mal fällt das alles weg, da er das schon weiß und wir jetzt auch wissen, dass er das völlig in Ordnung findet.
Ich hätte ja gerne meine Frau alles übernehmen lassen, da ich aber – ohne vollendete Stiefkindadoption – alleine auf der Geburtsurkunde stehe, muss ich die Formalitäten unterschreiben. Den Rest darf dann sie machen.
Den Termin haben wir bereits auf Ende Juli festgelegt, da da Gigis Patin aus Kanada zu Besuch hier ist und so bin ich diese Woche ins Pfarrbüro um die Formulare zu unterschreiben. Die Sekretärin da war auch sehr nett und gesprächig, aber es war natürlich auch klar, dass sie es nicht so stehen lassen konnte.
Sie trägt also alles schön in den Computer ein – hat sehr wohl gesehen, dass auf der Geburtsurkunde kein Vater steht – und lässt dann die Bemerkung fallen: “So, dann kommen wir jetzt zum Papa. Dann tragen wir hier mal ein…” Erwartungsvolles Gesicht. Ich: “—-” Sie: “Oder wollen sie ihn nicht eintragen lassen?” Ich: “Nein.” Sie: “Ich wollte nur sichergehen.”
Ey, sorry, aber wenn da kein Vater auf Geburtsurkunde steht, dann wird das einen Grund haben. Und nein, ich möchte den nicht mit Gott und der Welt diskutieren. Und rechtfertigen werde ich mich dafür mit Sicherheit auch nicht.
Sie fand’s aber okay und konnte damit leben, dass ich dann eben alleiniger Ansprechpartner bin. Zumindest offiziell im PC. Zu guter Letzt gab sie mir noch einen Stapel Papiere und ein Elternmagazin mit Extrateil Taufe mit und gut wars.
Damit kann jetzt die weitere Planung losgehen. So ein bisschen Zeit haben wir ja noch.

