- So langsam wird es besser. Übel ist mir zwar ab und an immer noch, aber ich habe das Gefühl, ich bekomme es so langsam in Griff. Essen hilft. Trinken während des Essens geht gar nicht. In großen Schlucken trinken ebenfalls nicht. Überhaupt habe ich ein Problem damit, genügend zu trinken. Milch am Morgen ist schlecht. Abends ist es okay. Hühnchen ekelt mich an. Egal in welcher Form. Schinken geht immer. Obst ebenso. Und was ich nach wie vor nicht mag ist Schokolade. Wenn man bedenkt, dass ich im Normalzustand auf mindestens eine Tafel pro Woche komme, ist das schon sehr erstaunlich.
- Das neue Auto haben wir bereits am Montag abgeholt. Ein nettes Auto. Mit wahnsinnig viel Schnickschnack, da Premium-Ausstattung und viel Platz im Kofferraum, weil es ja ein Kombi ist. Bilder gibt es leider immer noch keine, sonst hätte ich welche gezeigt. Squishy mag den Lion-Car sehr gerne. Er sitzt jetzt nämlich wesentlich höher und kann vernünftig zum Fenster rausschauen. Und wir können jetzt immer bereits mit einem Blick aus dem Fenster feststellen, ob das Auto abgeschlossen ist. Wenn man nämlich den Knopf zum Abschließen drückt, dann klappen sich automatisch die Seitenspiegel ein. Ich sag’s doch: Viel Schnickschnack.
- Gestern war übrigens 12+0. Was bedeutet, dass wir uns nun im zweiten Trimester befinden und der angenehme Teil der Schwangerschaft beginnen sollte. So ganz richtig eingesunken, dass wir im Februar tatsächlich ein kleines Baby haben werden, ist es bisher immer noch nicht. Verrückt.
- Squishy hat mometan ein Phase, in der er jede Nacht Alpträume hat. Zwar sagt er nichts, aber ich finde ihn bis zu fünf Mal pro Nacht in meinem Bett. Am nächsten Tag sagt er dann, dass da ein Monster in seinem Zimmer gewesen wäre. Der Arme. Hoffentlich geht das auch bald wieder dabei.
- Kind und Hund vernichten unseren Rasen. Nach diesem überaus dezentem Hinweis hat die Oma nämlich tatsächlich eine Wasserbahn gekauft. Die wohnt bei Oma. Weil er das aber so toll findet, nutzt er die Tatsache, dass der Hund gerne buddelt – in unserem Garten – und erweitert das ganze mit seiner Schaufel, kippt Wasser rein und freut sich an seiner selbstgebauten Wasserbahn. Die Mamas finden das gar nicht witzig. Fragt nicht wie unsere zwei Quadratmeter Rasen zur Zeit aussehen. Ein Trauerspiel.
- Der Kindergarten hat seit Donnerstag Ferien. Für dreieinhalb Wochen. Squishy freut’s. Geht er doch da eh nicht so wirklich gerne hin. Schauen wir mal wie das dann Ende August aussieht.
- Von mir aus braucht der Sommer nicht mehr wiederzukommen. Ich bin mit Regen und 20 Grad wirklich gut bedient. Da bin ich zwar vermutlich die Einzige, aber was soll’s. Der Sommer wird eh wieder kommen. Tut er doch immer im August.
- Heute ist bereits August. Wahnsinn. War nicht eben erst Januar?
- Ein einziger Butternut-Kürbis-Stock hat tatsächlich überlebt und fängt an Butternüsse zu haben. Total super. Die Kürbisse, die meine Mama angezüchtet hat, wachsen wie blöd und haben schon die Hälfte des Feldes übernommen. Und Kürbisse ohne Ende. Da kann ich mich dann im Oktober selbstverwirklichen bis zum Abwinken. Zwar befürchte ich, dass der Bauch bis dahin im Weg sein wird, aber da muss ich mir dann halt was überlegen wie ich da drumrum schnitzen kann. Die Erbsen sind der Hitze und meiner Übelkeit zum Opfer gefallen. Gärtnern steht irgendwie ganz weit hinten an, wenn man permanent gegen den Brechreiz ankämpfen muss. Und wie ich bereits erwähnte ist die Sonne überhaupt nicht mein Freund.
- So, ich versuch mich jetzt mal an Cola. Da hab ich irgendwie Lust drauf. Obwohl Blubber-Getränke mir momentan auch etwas Probleme bereiten. Aber die Dinge, auf die ich Lust habe, gehen auch meistens ohne größere Probleme. Und Cola geht eigentlich auch immer. Naja, fast immer.
- Squishy nennt uns neuerdings “honey”. Wir sind nicht mehr Mommy und Mama sondern “honey”. Ich kann mich nicht so wirklich entscheiden, ob ich das total putzig oder absolut nervtötend finde. Aber das passiert wohl, wenn wir uns gegenseitig immer so nennen.
- Wenn er etwas nicht machen will, hat er übrigens immer Kopfschmerzen. Da muss ich mich schuldig bekennen, denn bevor ich schwanger wurde, hatte ich wirklich, wirklich häufig Kopfweh und hab das wohl auch ständig von mir gegeben. Und jetzt haben wir den Salat. Dramatischer Griff an den Kopf, Leidensmine: No, I can’t do that. I got a headache. Super. Ich sollte wohl in Zukunft besser aufpassen, was ich von mir gebe, honey.
Category Archives: Geschwätz
Ein Cerah Gastbeitrag
Hallöle liebe LeserInnen,
hier ein Gast-Denglisch-Post weil Belle, meine liebe Frau, momentan viel lieber ihre Augenlider von innen betrachten will.
Jo, was soll ich sagen. Heute sind wir 11+6. Morgen ist die 12 Woche vorbei und ich bin sehr sehr happy. Belle ist ziemlich Müde, und etwas (natürlich selbstverständlich) nicht so gut drauf, aber ich hoffe das auch das langsam vorbei geht. Wie die Zeit. Die irgendwie sooooooo langsam vor sich hin tickt. Wobei ich denke ich bin daran Schuld. Ich will jeden Moment zweimal geniessen. Mit Squishy ging alles einfach viel zu Schnell vorbei!
Ich freu mich auf das zweite Kind. Ich stelle mir vor wie Squishy sich als grosse Bruder macht, ob es ein Junge oder Mädel ist, wie es ausieht usw. Ich freue mich nochmal ein winzig, kleines Baby in meinen Armen zu halten.
Ich weiss auch wieviel Glück wir haben. Und dafür bin ich ewig dankbar. Niemals in meinen Träumen habe ich mir mein Leben so vorgestellt. Ich bin mit eine fantastischen Frau verheiratet, wir haben ein wunderbarem Sohn, und jetzt ein Baby unterwegs – unser I-tüpfelchen.
Nächstes Ziel – nach Kanada auswandern! bzw. nach Hause gehen!
Verkohltes Steak mit Ketchup und Senf
Ich mag schwarz-rot-gold. Schon immer. Nein, nicht ganz. Aber schon eine ganze Weile. Ich glaube für mich war der Wendepunkt als ich in den USA war und Kanada einen Besuch abstattete. Den Patriotismus der USA kannte ich da schon zur Genüge und fand ihn relativ übertrieben, absolut nicht differenziert genug und nicht wirklich nachahmenswert. Und dann stattete ich Kanada einen Besuch ab. Ein Land was um Längen patriotischer ist, wie ich zu meinem eigenen Erstaunen feststellte. Nur dass der Patriotismus irgendwie anders ist. Angenehmer. Bei den USA hatte ich immer das Gefühl, dass diese “USA über alles”-Menatlität vorherrscht. Nur wir sind gut, alle anderen sowieso nur Entwicklungsländer, wenn wir denn deren Existenz überhaupt wahrnehmen. Bei Kanada war das eher “Unser Land ist super, aber andere sind auch nicht schlecht”.
Da erst merkte ich für mich, dass so ein bisschen Patriotismus nicht schlecht ist. Als Deutscher tut man sich traditionell (auf jedem Fall in den Nachkriegsgenerationen) mit Flagge und dem Stolzsein aufs eigene Land recht schwer. Lokalpatriotismus ist einfacher. Den gibt es auch zur Genüge. “Mein Dorf ist der beste Ort der Welt.” Und weil wir das mit dem Patriotismus nicht so kennen, schaut man halt was andere so machen. Dabei kommt man um die Amis nicht drumrum. Staunt und lächelt nachsichtig. Gutfinden tut man das aber nicht, denn das, was die machen ist etwas zu viel für unsere un-patriotischen Gemüter. Und ich dachte, das sein dann automatisch bei allen so. Bis ich es anders erlebte.
Ich finde, wir sind so langsam auf einem guten Weg. Es passiert zwar nur alle zwei Jahre zu EM und WM, aber immerhin. Mittlerweile sind es nicht nur die Fußballfans, die sich schwarz-rot-gold präsentieren, sondern auch alle anderen. Wenn sogar meine Eltern eine fünfmetrige schwarz-rot-goldene Balifahne in den Garten stecken – die mit nur einem Meter war scheinbar nicht gut genug – dann weiß man, dass wirklich fast jeder mitmacht und dahinter steht. Und damit meine ich nicht unbedingt die Fußballmannschaft. 2002 als wir noch bei meinen Eltern wohnten, wollten wir sie bereits davon überzeugen, dass es schon okay ist, eine Flagge an den Balkon zu hängen – immerhin waren wir damals Vize – aber keine Chance.
Ich finde es schön, wenn überall schwarz-rot-goldene Fähnchen, Fahnen und Riesenflaggen wehen. Mir gefällt das. Auch wenn es immer Stänkerer gibt, die sagen, das sähe aus wie ein verkohltes Steak mit Ketchup und Senf. Schade, dass wir beim Fußballturnier rausgeflogen sind. Prinzipiell ist es aber egal, weil wir unseren Spaß hatten. Und nächsten Mal wird es nur noch mehr werden. Und irgendwann, wenn wir dann tatsächlich Weltmeister geworden sind, vielleicht beim nächsten oder übernächsten Mal, dann wird es überhaupt kein Halten mehr geben. Und vielleicht, ganz vielleicht werden wir irgendwann auch anfangen unseren Nationalfeiertag zu feiern.* Da freue ich mich heute schon darauf.
(*Allerdings müsste der bis dahin in den Sommer verlegt werden, denn wer feiert schon gerne im Oktober, wenn es regnet und kalt ist. Wir könnten ihn ja per Bürgerpetition auf das Datum verlegen, an dem wir uns den vierten Stern holen. Da ist wenigstens Sommer und es gibt etwas zu feiern. Ich bereite dann schon mal eine Online-Petition vor.)