- Manchmal denke ich viel blödes Zeug. So kam mir zum Beispiel heute die Frage in den Sinn, ob denn ein Baby in utero sich auch Knochen brechen kann? Nehmen wir zum Beispiel an, ich falle die Treppe runte, irgendwie doof auf den Bauch oder sonst was. Theoretisch sollte das Baby ja genügend in Fruchtwasser und sowas geschützt sein, aber könnte es sich trotzdem etwas brechen?
- Noch 78 Tage. Es liegen bereits 202 Tage hinter uns.
- Noch einen Monat bis zum ersten Weihnachtsfeiertag.
- Noch einen Monat und 5 Tage bis zu meinem vorläufig letzten Arbeitstag.
- Es ist immer wieder ein merkwürdiges Gefühlt, ersetzt zu werden. Da werde ich mich wohl nie daran gewöhnen. Einerseits ist es gut, dass für die Zeit meines Mutterschutzes so schnell ein Ersatz gefunden wurde. Andererseits ist es doof, dass da jemand an meiner Stelle sein wird. Aber gut, besser als ins totale Chaos zurückzukehren.
- Der Wickeltisch steht. Die Babykommode steht. Ich rieche jeden Tag mehr nach Baby und so langsam nähern wir uns dem Ende. Wenn erst mal Weihnachten ist, dann ist auch gleich Mutterschutz und dann ist es auch tatsächlich bald so weit.
- Mit dem ganzen Zeug im Schlafzimmer kommt hier wieder so ein Frankfurt-Feeling auf. Irgendwie wird das Schlafzimmer auf einmal so klein.
- Es schneit. Na, wie finde ich das denn?
- Irgendwie bin ich noch so überhaupt nicht auf Weihnachten vorbereitet. Das kommt jedes Jahr so unglaublich überraschend.
- Mir geht es immer noch gut. Auch wenn ich so langsam wieder anfange schlecht zu schlafen. Aber im großen und ganzen ist das auch noch in Ordnung.
- Gestern früh hat mich der Wecker so dermaßen erschreckt, dass ich meinen ersten Schwangerschaftswadenkrampf hatte. Sowas schmerzhaftes und unnötiges. Ich bin den ganzen Tag durch die Gegend gehumpelt und erst heute im Laufe des Tages ging das doofe klumpige Gefühl in der Wade weg. Ich bevorzuge definitiv den menschlichen Wecker. Der erschreckt mich wenigstens nicht so.
- Morgen ist bereits 29+0. Noch 11 Wochen…
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Im Dunkeln munkeln und so
Es gibt Dinge, die stressen mich enorm. Dazu gehört alles, was mit Auto zu tun hat. Vor allem Autos, die nicht funktionieren.
So zum Beispiel heute früh. Squishy und ich waren – dank Zeitumstellung – zur Abwechslung mal pünktlich fertig. Squishy steigt in den Smart, ich schnall ihn an, er erzählt mir irgendwas, ich drehe den Schlüssel im Zündschloss um und nichts passiert. Jo, kommt mal vor, denke ich mir und probiere es nochmal. Und nochmal und nochmal und nichts passiert.
Und genau da fingen meine Stresshormone an, Amok zu laufen. Ich verstehe so überhaupt nichts von Autos und wenn sowas passiert, dann denke ich gleich an horrende Reparturkosten, Leben ohne Auto für Wochen und sonstige lebensbedrohliche Dinge.
Weil mir aber nichts anderes übrigblieb, lud ich Squishy um und nahm eben das andere Auto. Cerah wollte dann gegen später mal versuchen, ob das Smartilein für sie anspringen würde. Tat er dann aber nicht und Squishy hatte einen halben Nervenzusammenbruch, weil Mommy ihn zu Fuß und nicht mit dem Auto vom Kindergarten abholte. Erwähnte ich bereits, dass unser Kind sehr an seinem gewohnten Tagesablauf hängt? Und wenn er müde ist – wie heute – dann sowieso.
Irgendwann am Nachmittag hatte ich dann genügend Mumm in der Werkstatt anzurufen und mein Problem zu schildern. Bis dahin hatte ich genügend Zeit mir Horrorszenarien à la Smart abschleppen lassen, irgendein sauteueres Teil ist kaputt, wir müssen Millionen an Reparaturkosten etc. etc. auszumalen. Ich sagte ja bereits, dass mich Auto-Probleme immer wahnsinnig stressen. Wenn dann noch Schwangerschaftshormone dazu kommen ist es doppelt und dreifach übel.
Und da kam die erste positive Überraschung des Tages. Der Herr von der Werkstatt – nicht unsere übliche Feld-Wald-und-Wiesen-Werkstatt sondern Mercedes – war sehr, sehr nett und wahnsinnig hilfreich. Er wollte von mir genau wissen, wie sich das Auto angehört hatte und was es noch macht bzw. nicht macht. Sein erstes Urteil, hört sich nach Batterie. Wo das Auto denn stehen würde. Sage ich: Zuhause in der Kleinstadt. Sagt er. Ah ja, okay, wir haben einen Mechaniker der von da kommt, der kann nach der Arbeit kurz vorbeikommen und mal schauen was los ist und dann schauen wir weiter, ob das Problem vor Ort behoben werden kann oder ob wir abschleppen. Das hat mich schon mal enorm beruhigt. Und der Mechaniker, der dann kurz nach 18 Uhr tatsächlich bei uns zuhause vorbeikam, hat sich das angeschaut, eine neue Batterie eingebaut – ich durfte die Taschenlampe halten, denn es war stockdunkel – und das alles innerhalb von 15 Minuten und die Sache war gegessen.
Ich hätte den jungen Mann am liebsten umarmt und er war auch leicht irritiert weil ich so völlig überschwänglich und happy war und ihm ungefähr 30 Mal gesagt habe, wie toll ich das doch finde, dass die Werkstatt sowas macht und wie dankbar ich doch wäre, dass er vorbeikommen konnte. Kann schon sein, dass die das immer machen, aber mir hat das eindeutig den Tag gerettet! Yay, sag ich da nur.
Und was für ein Unterschied zu unserer normalen Feld-Wald-und-Wiesen-Werkstatt, wo man schier um einen Termin betteln muss und dann zwei Wochen wartet bis endlich mal was passiert. Ich bin wirklich schwer beeindruckt und so froh, dass es nur die Batterie war und nicht irgendwas anders furchtbares.
So, ich geh mich jetzt entspannen. Wenigsten kann ich dann heute Nacht gut schlafen, wenn ich mir keine Gedanken um mein Autochen machen muss. Einatmen. Ausatmen.
Hänschen, piep einmal
Mich gibt es noch. In fast-wieder-ganz-gesund sogar. Die Blutwerte und mein Befinden sprachen/sprechen sehr für einen Infekt, der jetzt dann aber hoffentlich wirklich am Abklingen ist. Es ist auch nicht das schlechteste, sich mehr als 15 Meter vom Badezimmer entfernen zu können. Aber bis Montag sollte jetzt wirklich alles wieder im Lot sein und ich hoffe, dass ich damit mein Krankheits-Soll für diese Herbst/Winter-Saison hinter mir habe. Hoffen darf ich ja schließlich, nicht wahr.
Hinter mir baut meine Frau gerade das Sofa auseinander, man könnte auch sagen, sie zerstört es. Das Teil muss dringend raus, denn die Gerüche, die es verströmt sind so unangenehm, dass ich mich während meiner extrem geruchsempfindlichen Schwangerschaftsanfangszeit nicht in dessen Nähe begeben konnte. Es ist halt jetzt auch schon etwas älter und war nach dem letzten Umzug sowieso etwas sehr lädiert. Und morgen gibt’s dann ein neues. Dumm nur, dass ich so gar nicht helfen kann, denn tonnenschwere Sofas schleppen sollte man mit Kugelbauch möglichst vermeiden. Zum Glück hat Cerah ja ein paar starke Pfa.dfin.derjungs an der Hand, die hoffentlich mithelfen können.
Squishylein kämpft seit fast drei Wochen mit einem doofen Husten, der mal drei Tage da und dann zwei Tage wieder weg ist. Heute sind wir dann doch endlich mal zum Arzt, der einen viralen Infekt diagnostizierte. Nun gibt es also Hustensaft und Nasentropfen, die ihm helfen sollen, durch Mundatmung den Hustenreiz nicht noch zu verstärken. Wir sind aber schon mal heilfroh, dass jetzt – nach der Polypen-Mandel-OP – nicht mehr jeder mickrige Schnupfen zur ausgewachsenen Mittelohrentzündung mutiert.
Wir sind also alle, mehr oder weniger – Cerah kämpft auch mit einer Erkältung, aber wenigstens das Asthma hat sich dank Medikamenten nicht mehr wiedergemeldet – auf dem Weg der Genesung und können bald wieder in vollen Zügen dem Alltag frönen.