Engel Update

Nicht dass ihr denkt, ich hätte sie in ihr Baumhaus verbannt und die Tür abgeschlossen. Auch die Engel hatten eine ziemlich geschäftige Woche.

Am Mittwoch durften sie live dabei sein, wie das Geburtstagskind seine Geschenke auspacken und die Kerzen auspusten durfte. Ich hätte ja gerne ein Bild von Engeln und Geburtstagskind gemacht, aber das Geburtstagskind hat neuerdings Starallüren und ist extrem kamerascheu. Da kann auch die engagierteste Fotografen-Mama nicht viel ausrichten.

Engel singen Happy Birthday für Mr. Squishy

Engel singen "Happy Birthday" für Mr. Squishy

Den Rest der Woche durften sie mit mir zur Arbeit. Wobei der Weg dahin vermutlich für sie aufregender war, als die Arbeit selbst. Immerhin ist das jeden Tag eine halbe Stunde Überlandfahrt und beinahe jeden Morgen bin ich versucht anzuhalten und diverse Fotosafaris einzulegen. Nebel und Sonnenschein ist einfach eine großartige Kombination.

Engel mit Nebel und Sonnenschein auf Smart Spiegel

Engel mit Nebel und Sonnenschein auf Smartspiegel

Da ich ausschließlich administrativ tätig bin, ist meine Arbeit für die Engel nicht wirklich aufregend gewesen. Nur die teuren Hightech-Gerätschaften mussten sie ausgiebig inspizieren.

Engel bei der Arbeit

Engelausflug

Gestern wurden wir bei unserem Kind-Hund-Engel-Spaziergang leider rüde durch den Regen unterbrochen. Und da Spaziergänge bei uns auf dem täglichen Programm stehen, gab es das gleiche heute noch einmal. Nur etwas länger und ohne Regen, naja, fast ohne Regen. Deshalb heute die große zweistündige Runde durch Matsch und Schlamm und Landschaft, natürlich mit Engeln und Kamera. Und was bin ich froh, dass die beiden Flügel haben und nicht durch die Gegend stolpern wie Mr. Squishy. Der ist aus mir unerfindlichen Gründen heute nämlich mehr gefallen als gegangen und natürlich nur da, wo alles auch schön schlammig war. Selten so ein schmutzverkrustetes Kind gesehen. Nun gut, shit Schlamm happens, da kann man nichts machen.

Unser erster Halt war der Hochsitz ganz oben auf dem Hügel. Den Engeln gefiel’s. So nahe am Himmel waren sie schon lange nicht mehr. Fast wie zuhause. Im Hintergrund übrigens der Schwarzwald.

Engel über den Wolken

Der nächste Stopp kam für mich ganz unvermittelt, denn etwas besonderes konnte ich nicht wirklich entdecken. Die Engel starrten voller Faszination auf eine Lösswand, die vom Regen ausgewaschen war und ließen es sich natürlich nicht nehmen auch gleich in der “Schlucht” klettern zu gehen.

Engel in der Schlucht

Engel in der Schlucht

Nach beendeter Klettertour, und dann natürlich doch schmutzigen Füßen, ging es auf der anderen Seite des Hügels wieder nach unten und die Engel waren sehr erstaunt, als ich ihnen erklärte, dass da hinten, schon vor den Bergen – den Vogesen – bereits Frankreich ist. Am liebsten wären sie dann sofort aufgebrochen, um sich Frankreich mal ein bisschen näher anzuschauen, aber das muss erst Mal noch ein bisschen warten. Schließlich können wir nicht das ganze Auftenhaltsprogramm bereits an einem Tag verbraten.

Engel bewundern die Vogesen

Engel bewundern die Vogesen

Nach diesem aufregenden Frischluftausflug, war es dann auch wieder Zeit für etwas ruhigeres und entspannendes. Puzzeln zum Beispiel. 2000 Teile und eben erst aufgemacht. Da gibt es was zu tun. Aber mit himmlischer Hilfe schaffen wir das sicher in Rekordzeit.

Puzzle-Engel

Puzzle-Engel

Erschöpft waren die beiden heute Abend dann nicht nur wegen des aufregenden Ausflugs, sondern auch die Tatsache, dass bei uns nur Englisch gesprochen wird, ist am Anfang doch gewöhnungsbedürftig und ziemlich anstrengend. Damit hätten die beiden sicher nicht gerechnet: ein Intensiv Englischkurs in der südwestdeutschen Pampa. So ganz schlimm finden sie es aber nicht, nur eben sehr anstrengend. Aber in ein paar Tagen hat sich das sicher gelegt und so ein bisschen Englisch schadet schließlich nie. Und wenn die beiden brav sind, dürfen sie mich vielleicht nächste Woche bei der Arbeit besuchen. Wenn es sie überhaupt interessiert. Da muss ich mich morgen gleich erkundigen.

Engelbesuch

Endlich, endlich sind die Antonmann’schen Engel bei uns eingetroffen. Leider, leider waren wir bei ihrer Ankunft aber nicht zuhause, aber einer unserer netten Nachbarn war freundlich genug, uns das Reisegefährt, vor die Türe zu legen. Beim Auspacken musste ich leider feststellen, dass die Engel etwas bleich waren. Eine Teilschuld daran trug sicher Mr. Squishy der das Engel-Reisegefährt-Päckchen etwas wild durch die Gegend trug, aber das Hauptproblem lag wohl darin, dass das Reisegefährt einen großen Riss hatte. Da waren die Damen und Herren von der Post sich wohl nicht bewußt, welch kostbare Fracht sie von Kiel den ganzen Weg hier runter in den Südwesten bis kurz vor Freiburg transportieren durften. Die sollten sich was schämen. Damit die armen Geschöpfe wieder etwas Farbe bekamen, durften sie sich erst Mal ein Weilchen in ihrem Gästebaumhaus – ein Gästezimmer haben wir leider keines – erholen.

Engelunterkunft

Engelunterkunft

Als sie dann wenig später wieder etwas Farbe um die Nase hatte, waren sie auch gleich Feuer und Flamme als ich Hund und Kind einpackte, um draußen in den Weinbergen – oder Reben – spazierenzugehen. Als sie allerdings ihre Mäntelchen wieder anlegen wollten, schließlich haben wir November und es ist kalt draußen, konnte ich sie mit einem Blick auf das Thermometer davon überzeugen, dass das hier in der wärmsten Region Deutschlands nicht notwendig war. Immerhin hatten wir heute Mittag sage und schreibe 18 Grad, also fast schon Sommertemperaturen.

Engel im Weinberg

Leider sind die Engel etwas zu spät dran zur Weinlese, aber ein paar letzte Beeren gab es doch noch zu bewundern. Und die Aussicht auf die Vogesen gab es trotz tiefhängender Wolken auch zu sehen. Wenig später fing es dann leider an zu regnen und so beeilten wir uns, wieder ins Trockenen zu kommen. Bevor die Engel sich in ihre Baumhaus-Unterkunft zurückzogen, ließen sie noch Grüße an Frau Antonmann ausrichten. Es geht ihnen gut, die Reise quer durch Deutschland war anstrengend aber schön. Sie freuen sich auf nächste Woche und Mr. Squishys Geburtstag und auch ihr 2-jähriges Reisejubliäum werden sie wohl noch hier feiern. Während ich dies schreibe, kann ich sie ganz leise in ihrem Gästebaumhaus schnarchen hören, waren doch ziemlich erschöpft die beiden. Gute Nacht ihr Lieben und träumt was schönes.