Veränderungen

Morgen geht es nun also los. Neuer Job, neues Glück oder so ähnlich. Ich bin extrem sehr total nervös und werde heute Nacht vermutlich mehr wachen als schlafen. Doof irgendwie, aber so ist es doch irgendwie immer.

Dabei hätte ich mich so langsam an das Rumgammeln gewöhnen können. Ich muss aber zugeben, dass es erst entspannend war, als ich wußte, dass April kein Arbeitslosengeld angesagt ist. Vorher war es dagegen etwas weniger entspannt. Aber immerhin – drei Wochen Urlaub sind doch auch nicht schlecht.

Am meisten werde ich morgen wohl meinen Schatten vermissen, der mich drei Wochen lang begleitet und ungefähr im Minuten-Takt Mama gesagt hat. Mama dies und Mama das. Mama hier und Mama da. Wenn er seine beiden Mamas um sich hat, ist er glücklich und pendelt immer zwischen beiden hin und her. So ganz mit ihm alleine zuhause sein, wird mir ziemlich schnell zu viel, aber zu dritt ist das wieder was ganz anderes. So ab und an wäre zwar etwas Ganz-Alleine-Für-Mich-Zeit nett, aber es geht auch ohne.

Nun also ab morgen ein neuer Lebensabschnitt. Mal wieder.

Und noch was wird sich verändern. Die Wohnung über uns, die unseren sehr lauten Nachbarn mit dem verzogenen Kind gehört, steht zum Verkauf. Das heißt, dass dort früher oder später auch jemand anderes wohnen wird. Ich vermute zwar eher später, da vermutlich im Moment nicht wirklich viele Leute in Kauflaune sind, aber wer weiß. Wir sind gespannt und hoffen auf etwas mehr Ruhe und pädagogischer Kompetenz über uns.

Mehr Buch

Ich denke, das wird fürs Erste mal das letzte Buch sein, was ich hier einstelle. Zwar habe ich noch ein paar, die hier so rumfahren und gelesen werden wollen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich sonderlich viel Zeit oder Muse haben werde, in nächster Zeit viel zu lesen. Neue Jobs sind doch immer recht anstrengend und brauchen etwas Eingewöhnungszeit.

Ich bin vor allem gespannt, was mich dieses Mal bis in meine Träume verfolgen wird. Beim Patentanwalt waren das die dämlichen Aktenzeichen, die nach einem bestimmten System vergeben werden mussten. In Frankfurt war es das Telefon, was den ganzen Tag und auch nachts in meinen Träumen noch geklingelt hat. Dann bei der letzten Stelle hier in Freiburg, war es die Buchhaltung, was wie und warum kontiert wird und ich bin wirklich mehr als gepannt, was es dieses Mal sein wird. Denn irgendwas ist es doch immer.

Ich bin übrigens gerade sehr versucht, mir das hier zu kaufen. Aber zum normalen Preis von 10 Euro inklusive Versand.

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Danke fürs Daumendrücken. Es hat offensichtlich geholfen. Unser Leben verläuft wieder in geordneten Bahnen und wir machen fleißig Pläne für die Zukunft.

Ab April habe ich einen neuen Job. In Freiburg. Dieses Mal in einer winzig kleinen Firma mit nur einer handvoll Mitarbeitern. Ich werde die Assistentin vom Chef und das alles hört sich nach viel Verantwortung und Selbstständigkeit an. Genau so wie ich es mag. Und ganz eventuell, irgendwann in der weit enfernten Zukunft könnte ich das Geschäft vielleicht sogar übernehmen.

Und so können wir endlich wieder Pläne machen. Alles was wir seit Oktober haben liegenlassen, machen wir jetzt im Schnelldurchlauf wie z.B. Gartenarbeit und Wohnung pimpen sprich neue Anschaffungen machen, die wir schon lange haben machen wollen, aber aus Mangel an Zukunftspersktiven nicht gemacht haben. Plus: Wenn ich irgendwann hoffentlich mal mein Schmerzensgeld vom Unfall im November bekommen, dann leisten wir uns davon Jahreskarten für den EuropaPark. Schließlich wollen wir ja die lokale Wirtschaft auch ein bisschen unterstützen.

Ach ja und Ende Mai findet auch dieses Jahr wieder ein Spendertreffen in den Niederlanden statt. Und dieses Mal haben wir uns fest vorgenommen, dass wir dabei sind. Letztes Jahr konnten wir ja leider nicht hin, weil wir Cerah’s Schwester zum Flughafen bringen mussten.

Und so muss ich endlich nicht mehr das Gefühl haben, dass jemand in unserem Leben die Stopptaste gedrückt hat. Alles auf Start und weiter geht’s!