Jul
29
2010
4

Ein Cerah Gastbeitrag

Hallöle liebe LeserInnen,

hier ein Gast-Denglisch-Post weil Belle, meine liebe Frau, momentan viel lieber ihre Augenlieder von innen betrachten will. ;)

Jo, was soll ich sagen. Heute sind wir 11+6. Morgen ist der 12 Woche vorbei und ich bin sehr sehr happy. Belle ist ziemlich Müde, und etwas (natürlich selbstverständlich) nicht so gut drauf, aber ich hoffe das auch das langsam vorbei geht. Wie der Zeit. Der irgendwie sooooooo langsam vor sich hin tickt. Wobei ich denke ich bin daran Schuld. Ich will jeden Moment zweimal geniessen.  Mit Squishy ging alles einfach viel zu Schnell vorbei!

Ich freu mich auf das zweite Kind. Ich stelle mir vor wie Squishy sich als grosse Bruder macht, ob es ein Junge oder Mädel ist, wie es ausieht usw. Ich freue mich nochmal ein winzig, kleines Baby in meinen Armen zu halten.

Ich weiss auch wieviel Glück wir haben. Und dafür bin ich ewig dankbar. Niemals in meinen Trämen habe ich meine Leben so vorgestellt. Ich bin mit eine fantastischen Frau verheiratet, wir haben ein wunderbarem Sohn, und jetzt ein Baby unterwegs – unser I-tüpfelchen.

Nächstes Ziel – nach Kanada auswandern! bzw. nach Hause gehen!

Written by Belle in: 1. Trimester, Baby No. 2, Geschwätz |
Jul
27
2010
2

Sollen, Wollen, Können

Ich sollte mal wieder was schreiben. Will ich eigentlich auch. Im Weg steht mir derzeit nur, dass ich so sackemüde bin, dass ich abends wenn ich zuhause ankomme quasi ins Wachkoma falle. Alleine das Kind ins Bett zu bringen ist schon eine Herkulesaufgabe, obwohl das eigentlich ziemlich schmerzlos ist. Die Übelkeit habe ich weitestgehend hinter mir. Dachte ich auf jeden Fall. Bis ich gestern morgen völlig unvermittelt mal schnell meinen Mageninhalt in die Toilette befördern musste. Dabei war mir vorher nicht mal schlecht. Kann aber auch daran liegen, dass ich dachte, ich könne ja jetzt morgens wieder Kaba trinken, immerhin geht es mir doch gut. Scheinbar aber nicht gut genug, um Milch am Morgen vertragen zu können.

Bauchbilder sollten wir mal machen bevor wir uns im dritten Trimester befinden und immer noch keines haben. Liebe Frau, wenn du das liest, zwing mich doch bitte mal dazu. Ich weiß, ich werde rumzicken, aber wenn wir das nicht machen, werden wir’s hinterher irgendwann bereuen.

Ich habe eine neue Liebe. Sie heißt Silke und hat dafür gesorgt, dass wenigstens mein Kreislauf wieder einigermaßen im Kreis läuft.

Und wie gesagt: müde, müde, müde. Ich kann gar nicht so viel gähnen wie ich müde bin. Deshalb hole ich jetzt den Kuchen aus dem Ofen und begebe mich dann aufs Sofa bis eine vernünftige Zeit  zum ins Bettgehen angebrochen ist.

Demnächst mehr in diesem Theater. Hoffentlich.

Jul
22
2010
9

Vorletzter Versuch

Der war im März. Am allerlezten Tag des Monats. Wie immer war nicht klar, ob das denn nun überhaupt klappt, denn bei unserem Spender hatte sich bereits jemand anders angemeldet. Nun ja, der Fertilitätsmonitor zeigte einen Eisprung an und wir hätten gerne einen Versuch gewagt. Und auf nochmalige Nachfrage gab’s dann das okay, denn wer auch immer sich angemeldet hatte, hatte kurzerhand abgesagt. Gut für uns. Schlecht für mich war nur, dass es ein Wochentag war, ich arbeiten musste und spontan keinen Urlaub nehmen konnte, weil meine Kollegin nicht da war. Also doch absagen? Aber wenn ich jedes Mal wegen so Pipifax abgesagt hätte, dann wären wir in fünf Jahren noch nicht am Ziel. Und schließlich sind wir kreativ und bringen es auch fertig ein komplettes Sofa mit dem Brotmesser zu zersägen. (Kein Scherz. Das haben wir tatsächlich mal gemacht.) Also kurzentschlossen Übernachtungsköfferchen gepackt, Jane – unser Navi – eingetütet und den Entschluss gefasst, nach der Arbeit mal schnell alleine fünf Stunden in die Niederlande zu fahren, zu inseminieren, kurz zu schlafen und dann so zurückzufahren, dass ich pünktlich um 8.30 Uhr am nächsten Morgen am Schreibtisch sitzen würde.

Das ging auch ganz gut, nee, wenn ich es mir genau überlege fing es schon auf der Hinfahrt an. Jane verweigerte den Dienst. Ich hab’s ums Verrecken nicht fertiggebracht dieses bescheuerte Navi anzumachen. Also wieder an der nächsten Autobahnraststätte – ich war noch nicht mal eine halbe Stunde von zuhause weg – raus, panisch Cerah antelefoniert, die mir Anweisungen gab wie ich Jane zur Kooperation bewegen könnte. Ging aber trotzdem nicht. Im Endeffekt bekam ich dann grobe Anweisungen, welche Autobahnen ich nehmen musste, denn eigentlich kenne ich den Weg auch schon mehr oder weniger im Schlaf. Aber eben nur mehr oder weniger und nicht perfekt.

Kurz vor Mitternacht kam ich dann in Maastricht an und war da schon fix und alle. So lange Strecken mit einem Auto zu fahren bei dem man nie weiß, ob es nicht unterwegs den Geist aufgibt oder nicht, ist das noch viel stressiger als wenn man völlig entspannt fahren kann. Und ich kann mir wahrhaft besseres vorstellen als irgendwo bei Koblenz auf der Autobahn zu stranden. Aber was soll’s, manche Dinge muss man sich scheinbar einfach verdienen.

Zum Glück haben wir einen wirklich, wirklich wunderbaren Spender, der auch so ziemlich jede ungewöhnliche bis bescheuerte Aktion mitmacht. Da fällt mir spontan noch die Becherübergabe auf dem Parkplatz seines Arbeitsplatzes ein. Gab’s auch schon.

Dieses Mal also mitten in der Nacht. Ich wurde noch kurz in die Bedienung der Kaffeemaschine eingewiesen, denn ich wollte um kurz nach 3 schon wieder los. Schließlich musste ich ins Büro. Also schnelle Becherübergabe, Insemination und versuchen ein paar kurze Stunden Schlaf im Gästezimmer zu bekommen.

Um 3.30 Uhr war ich dann wieder auf dem Heimweg. Müde, aber froh, wenigstens die Chance zu haben, schwanger zu werden, wie klein sie auch war.

Kurz nach der deutschen Grenze fuhr dann auf einmal ein Auto ganz dicht hinter mir und drängelte und drängelte. Ich hab mich schon gewundert, was das denn für ein Arsch ist zu so nachtschlafender Zeit, bis der Arsch sich als Polizeiwagen entpuppte, der mich rechts rüber und von der Autobahn lotste. Ganz wunderbar. Genau das, was ich um 4 Uhr morgens dringend brauchte. Sie hießen mich dann auf eine Verkehrsinsel fahren, anhalten und das Fenster runterkurbeln. “Führerschein, Personalausweis und Fahrzeugpapiere bitte.” Hatte ich natürlich alles. Und während der eine zum Wagen ging, um mich im Computer abzuchecken, fragte mich der andere, was ich in den Niederlanden gemacht hätte. Und was bitte antwortet man da? Ich war schnell mal Drogen kaufen? Meine Antwort: Das ist jetzt irgendwie schon so ein bisschen peinlich. Ich war bei meinem Samenspender. Und der schaut mich völlig ausdrucklos an. Und schaut. Und schaut. Dann kommt sein Kollege zurück. Ich darf aussteigen und der fängt an, mein Auto zu filzen. So von wegen Kofferraum und Motorhaube auf, sämtliche Türen, Handschuhfach etc. Ich stand da in eisiger Kälte, es war immerhin erst Ende März, in der Dunkelheit und schlotterte vor mich hin. Der andere Polizist stand zwei Meter neben mir und war nicht mal des Smalltalks mächtig. Irgendwann kam der andere dann wieder zurück und meinte, dass ich wohl die Wahrheit gesagt hätte, gab mir meinen Papierkram zurück und ließ mich weiterfahren. Ich meine, mich erinnern zu können, dass er mich noch fragte, ob keine Angst hätte, so alleine mitten in der Nacht. An meine Antwort kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.

Der Rest der Fahrt verlief ziemlich ereignislos, das einzig schöne war der Sonnenaufgang und ich war tatsächlich kurz nach 8.30 Uhr im Büro.

Der letzte Versuch war dann ählnlich interessant und planlos. Aber das erzähle ich später mal.

Janes Problem war übrigens, dass der Adapter für den Zigarettenanzünder auseinanderfiel, als ich ihn das erste Mal da reinsteckte. Technisch unbegabt wie ich bin, hatte ich das nicht mal gemerkt. Aber ohne Storm funktioniert auch das beste Navi nicht…

Written by Belle in: Alltag, Baby No. 2, Regenbogenfamilie |
Jul
18
2010
22

Zum Geburtstag wünsch ich mir ein Baby

Da ist es doch ungemein praktisch, dass ich bereits in der 11. Woche (10+2) schwanger bin und der von der Frauenärztin errechnete Entbindungstermin der 11. Februar 2011 und somit drei Tage nach meinem Geburtstag ist. Wenn ich allerdings nach diesem Rechner HIER gehe und nach der Zykluslänge oder eher Zykluskürze, dann komme ich genau auf den 8. Februar, was mein Geburtstag ist. Im Endeffekt ist es aber grad egal, Hauptsache alles in einem Stück, keine 9 Tage übertragen (nach Möglichkeit) und auf überhaupt gar keinen Fall einen Kaiserschnitt. Wobei ich den auch noch mitmachen würde, wenn es denn gar nicht anders geht.

Noch befinden wir uns noch nicht ganz auf der sicheren Seite, aber Woche 12 rückt näher und nachdem wir heute Oma und Opa von Enkelkind Nr. 2 unterrichtet haben (ganz nach Plan übrigens), posaunen wir es nun auch online und im echten Leben aus.

Gebraucht haben wir dieses Mal 6 Versuche, also einen mehr als mit Squishy und das alles war etwas chaotischer und hat wesentlich länger gedauert, weil wir nur alle zwei bis drei Monate mal einen Versuch wagten. Terminprobleme allerseits, ein Kind, was nicht autofahren kann, ohne zu kotzen, weshalb er auch nur die Hälfte der Versuche dabei war, bis wir kapiert haben, dass es einfach nicht geht. Aber das erzähle ich später noch mal, denn das waren teilweise gar abenteuerliche Geschichten.

Mein Befinden ist so mittelprächtig. Mit dem Kopf in die Kloschüssel musste ich bisher nur an drei verschiedenen Tagen, Anfang der Woche war ich zwei Tage krankgeschrieben, weil mein Kreislauf die Hitze nicht wirklich gut verkraftet. Die Sonne und ich sind im Moment keine wirklich guten Freunde und wenn möglich halte ich mich drinnen auf. Ansonsten ist mir dauerübel, aber das Gute daran ist, dass ich dann wenigstens weiß, dass es Cuda gut geht. Ich glaube, wenn es mir von einem Tag auf den anderen auf einmal gut gehen würde, würde ich umgehend in Panik ausbrechen, weil ich Angst hätte, dass Cuda nicht mehr da ist. Allerdings habe ich schon ein bisschen die Hoffnung, dass es mir dieses Mal nicht wieder bis in die 16. Woche hinein mies gehen wird, obwohl die Schwangerschaft im großen und ganzen bisher wesentlich angenehmer verlief als mit Squishy.

Und so schwangere ich hier vor mich hin und  harre der Dinge, die da kommen.

Wer neugierig ist, findet den Anfang hier.

Jul
11
2010
2

9+2 oder ZT 66

Und die Kotzerei fängt an. Ich dachte ja ernsthaft, ich würde dieses Mal drumrum kommen. Scheint aber nicht so zu sein. An die Dauerübelkeit hatte ich mich ja fast schon gewöhnt und nun also doch noch Kotzeritis dazu. Nun ja, im großen und ganzen geht es mir immer noch wesentlich besser als bei der Schwangerschaft mit Squishy. Aber von mir aus kann das auch demnächst wieder aufhören. Beim ersten Mal hatte ich ja auch das große Glück, dass ich bis in die 16. Woche hineine mit dem Kopf in der Kloschüssel hing. Auch darauf würde ich gerne verzichten und den angenehmen Teil der Schwangerschaft – angenehm ist ja auch immer relativ – nämlich das zweite Trimester gerne bald beginnen. Morgen dann zur FÄ. Vielleicht gibt es da dann auch das erste offizielle Cuda-Bild. Ich bin gespannt.

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