Bücher 2010
Demenz (Tilman Jens)
Ganz anders als erwartet. Ich mochte den Stil sehr gerne, der wirklich schön und gehoben war. Ein Tatsachenbericht vom Leben mit einem berühmten Vater, der durch Demenz jegliche intellektuellen Qualitäten verliert. Interessant auch die Denkanstöße zu den Themen Aufarbeitung der Nazivergangenheit und aktive Sterbehilfe. Und dass Demenz nicht das Ende von allem ist. Die Person, die man jahrelang gekannt und geliebt hat ist unwiederbringlich verloren. Zum Vorschein kommt jemand Neuer, der eher wie ein Kind ist. Vielleicht so wie das Kind, was die Person früher einmal war. Interessant zu lesen, intelligent geschrieben.
Gottlos (Karin Slaughter)
Von diesem Buch hatte ich mir nicht viel erwartet. Das lag halt so bei Muttern rum und da ich gerade nichts anders hatte, hab ich’s halt mal mitgenommen. Und war positiv überrascht. Ein wirklich gutes und spannendes Buch. So ein bisschen forensisch angehaucht, aber wirklich nur sehr leicht. Ansonsten wirklich gut zu lesen und ein echter “page turner” wie der Angelsachse so schön sagt. Ist wohl Teil einer Serie und empfehlenswert.<
Next (Michael Crichton)
Nach Jurassic Park im zarten Alter von 13 Jahren mein zweites Crichton-Buch. Wie bereits Jurassic Park mochte ich auch Next. Eigentlich mag ich keine Bücher mit fünf Millionen verschiedener Handlungsstränge und verschiedenen Personen. Diesem Buch habe ich es aber nachgesehen, weil es trotzdem noch übersichtlich und gut zu lesen war. Die Handlung war teilweise etwas zu konstruiert, aber um bei einem Thema – Genetik und Genversuche – zu bleiben, muss das wohl so sein. Ich fand es lesenswert und würde es weiter empfehlen.<
Ash (Malinda Lo)
Eine neue, lesbische Version von Cinderella bzw. Aschenputtel. Sehr schön geschrieben und gut zu lesen. Schade, dass ich damit in einer Lese-Unlust-Phase anfing, sonst hätte ich vermutlich auch nicht so ewig gebraucht.
Aisling lebt in einer Welt voller Feen und Magie. Die Stiefmutter ist böse und die Stiefschwestern unausstehlich. Im Wald trift sie die Jägerin des Königs (the king’s huntress) und verliebt sich in sie. Die Fee, die Wünsche erfüllt, ist ein wunderschöner Feenmann und in Aisling verliebt. Am Ende gibt er sie frei und nichts steht einem Happy End zwischen Ash und der Jägerin mehr im Weg. Schöne Geschichte, sehr schön geschrieben, leider nicht auf Deutsch erhältlich und auf Englisch nicht für Anfänger zu empfehlen.
2009
Irische Freundschaften (Maeve Binchy)
Schönes Frauenbuch. Die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Mädchen und später Frauen, während des zweiten Weltkriegs und danach. Viel Drama und irgendwie herzerewärmed. Es war wirklich gut und interessant zu lesen, mein einziger Kritikpunkt ist das Ende. Das kommt irgendwie sehr plötzlich und ist auch nicht wirklich befriedigend. Ich hatte das Gefühl, dass etwas fehlt und die Geschichte noch nicht zu Ende sein sollte. Vielleicht gibt es einen zweiten Teil, von dem ich nichts weiß, oder die Autorin hatte einfach keine Lust mehr zu schreiben. Ich weiß es nicht so genau. Aber bis auf diesen Punkt war es echt gut.
Die Memoiren einer Überlebenden (Doris Lessing)
Da die Autorin mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, ist das wohl in diesem Jahr meine bisher anspruchsvollste Lektüre. Ich mochte das Buch, aber das ist kein Wunder, denn bekanntermaßen stehe ich auf Endzeitszenarien. Meiner Ansicht nach hatte das Buch einen sehr schönen Schreibstil, was ich nicht mochte, war die Undeutlichkeit. Man bekommt nicht genau erzählt, was passiert ist, dass die Zivilisation zum Zusammenbruch bringt. Auch die Episoden “hinter der Wand” fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, selbst wenn sie die Situation doch etwas klarer machen. Im großen und ganzen nicht schlecht, wenn auch nicht wirklich mein Stil. Ich mag es eher “handfest” ohne stilistische Extravaganzen. Bin halt doch nur ein Bauerntrampel…
The Book Thief (Markus Zusak)
Auf Deutsch: Die Bücherdiebin. Eine kleine Geschichte über eine Bücherdiebin im zweiten Weltkrieg. Aus der Perspektive des Todes erzählt. Mein erstes Buch über diese Zeit seit ich dem Teenageralter entwachsen bin. Das Thema hat mich schon immer interessiert und berührt. Am Anfang hatte ich bei diesem Buch ein etwas komisches Gefühl, weil es auf Englisch war über Deutschland. Ich fand das etwas irritierend, irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Das Gefühl hat sich aber schnell gelegt und als ich mich an die etwas andere Erzählart gewöhnt hatte, gefiel es mir wirklich gut. Sehr einfühlsam erzählt und zum Schluss hin brauchte ich mal wieder meine Tempos. Aber das ist im Krieg und mit dem Tod als Erzähler wohl so. Absolut lesenswert. Auf Englisch vermutlich nur zu empfehlen wenn man ein etwas breiteres Vokabelspektrum vorweisen kann, da sehr wortmalerisch.
Breaking Dawn (Stephenie Meyer)
Gott bin ich langweilig, schon wieder das gleiche Buch. Man könnte meinen, ich hätte nichts anderes im Bücherregal stehen…
Nachdem ich jetzt mit der Twilight-Saga zum zweiten Mal durch bin, habe ich das hoffentlich endlich aus meinem System gespült. Im Gegensatz zum ersten Mal lesen fand ich Breaking Dawn dieses Mal etwas schwach. Liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich ja schon wußte, was passieren wird. Ich finde es sehr schön, dass Bella endlich auch mal was hilfreiches macht und scheinbar dazu geboren wurde, ein Vampir zu sein. Aber eines musste ich wirklich feststellen, Stephenie Meyer’s Schreibstil lässt doch sehr zu wünschen übrig. Aber die Geschichte, die sie erzählt ist klasse. Not a great writer, but an awesome tourguide, wie das jemand anderswo mal so treffend bemerkte.
Eclipse (Stephenie Meyer)
Nach dem zweiten Durchgang bin ich zum Ergebnis gekommen, dass Eclipse mein Lieblings-Twilight-Buch ist. Ich liebe Jacob einfach und wie er hier so leidet und trotzdem nicht aufgibt, das ist einfach herzzereißend und ich war – mal wieder – in Tränen aufgelöst. Der Arme. Edward ist für meinen Geschmack einfach zu perfekt. Merkwürdig wie mich eine doch sehr vorhersagbare Geschicht so in den Bann ziehen kann. So ganz begriffen habe ich es immer noch nicht. Aber ich werde es einfach nur genießen und festhalten. Sich nochmal wie 15 fühlen hat auch was für sich.- Noch 106 Tage bis New Moon in die Kinos kommt.
Neunzehn Minuten (Jodi Picoult)
Beängstigend. Sehr, sehr beängstigend. Der Alptraum aller Eltern. Das Buch handelt von einem Highschool Amokläufer, der 10 Menschen tötet und weitere verletzt. Das Buch schildert die Perspektiven verschiedener Beteiligter und auch die des Amokläufers selbst. Das Ende ist überraschend und ich muss sagen, dass ich die Bücher von Jodi Picoult einfach gerne mag. Schlecht nur, wenn man wie ich ständig beim Lesen heulen muss und das Buch größtenteils auf Bahnhöfen und in Zügen liest. Irritierte Blicke von Mitreisenden sind vorprogrammiert. Ich fand das Buch klasse und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
New Moon (Stephenie Meyer)
Auch beim zweiten Durchgang bin ich völlig hin und weg. Ich würde mal sagen, ich hab ein ernsthaftes Obsessions-Problem. Und es ist so schön. Nun gut, ich kann nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, wieso Edward meint er müsse Bella verlassen. Vermutlich bin ich einfach zu egoistisch, um seine selbstlosen Motive zu kapieren. Die Liebe meines Lebens würde ich nicht einfach so mal verlassen. Nach wie vor bin ich eher für Team Jacob. Oder um ganz ehrlich zu sein für alle beiden. Was spricht denn gegen eine Dreiecksbeziehung. Sowohl Edward als auch Jacob würden alles für sie tun, was spricht also dagegen? Trotzdem auf zu Eclipse. Und noch 123 Tage bis New Moon in den Kinos in den USA anläuft.
Ich bin dann mal weg (Hape Kerkeling)
Hm, was soll ich dazu sagen. Am Anfang fiel es mir sehr schwer das zu lesen. Reiseberichte sind ehrlich gesagt nicht so mein Ding. Aber ich mag den Hape Kerkeling. Auf der zweiten Hälfte war es dann wirklich interessant und sehr witzig zu lesen. Zum Schluss hin dann aber wieder alles sehr gehetzt und gekürtz. Verständlich da er da immer Gesellschaft hatte und so sein Reisetagebuch nicht mehr wirklich pflegte. So ganz verstehen wieso das ein Bestseller wurde kann ich allerdings nicht. Den Jakobsweg zu gehen stelle ich mir sehr interessant, wenn ich auch nicht weiß, ob das so mein Ding wäre. Das Laufen ist okay, mit ipod im Ohr ginge das ohne Probleme. Aber die komischen Leute und die schmierigen Unterkünfte. Ich weiß nicht. Nun gut, war ganz okay zu lesen, muss aber nicht sein.
Twilight (Stephenie Meyer)
Kein Kommentar.
(Zweiter Durchgang. Ist ja auch erst knapp einen Monat her, seit ich mit der Twilight-Saga zum ersten Mal begonnen habe.)
(Kommentar meiner Frau: Twilight? Again? Obsessed much?)
(Ich kann einfach nicht anders. Der Rest der Saga wird folgen. Vermutlich immer parallel zu was neuem oder so.)
The Loved Dog (Tamar Geller)
Ein Hunderziehungsbuch. Wurde von Sarah bei Oprah gesehen und schon für ihre früheren Hunde verwendet. Auf Grund unseres Familienzuwachses (Mia) angeschafft. Sehr interessanter Ansatz zur Hundeerziehung. Man merkt wirklich, dass sie die Hunde versteht und sie ihr wichtig sind. War vor allem gut für mich, weil ich bisher mit Hunden nun mal so absolut überhaupt nichts zu tun hatte. Ich bin auch der Ansicht, dass ihre Methoden durchaus funktionieren und kann schon kleine Fortschritte bei Mia sehen. Jetzt muss ich nur noch das nötige Durchhaltevermögen finden, aber da kann mir ein Buch auch nicht wirklich weiterhelfen. Ein sehr lesenswerter Ratgeber zur Hundeerziehung.
The Adventures of Tom Sawyer (Mark Twain)
Mir war grad nach was klassischem, also habe ich diese uralte Schullektüre (ca. 1965) aus dem Regal gezogen. Ich hatte mir auch eingebildet, das schon einmal gelesen zu haben, aber dem scheint nicht so zu sein. Am Anfang ist vor allem die doch ziemlich veraltete Sprache gewöhnungsbedürftig und schwer zu verstehen. Wieso man sowas als Schullektüre auf Englisch liest, ist mir allerdings ein Rätsel, wird vermutlich (hoffentlich) heute nicht mehr gemacht. Die Geschichte selbst ist niedlich, halt sehr altmodisch und war besser als ich das in Erinnerung hatte. Da ich allerdings nur die gekürzte Version gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, was alles ausgelassen wurde. Ist vermutlich aber besser so, da ich nicht so auf umschreibende Erklärungen stehe und es lieber mag, wenn gleich zum Punkt gekommen wird. War zur Abwechslung mal ganz nett, aber muss nicht sein.

Macho Man (Moritz Netenjakob)
Ist ja jetzt alleine vom Titel her nicht unbedingt die Lektüre, die man einer lesbischen Mutter zutraut. War aber eine nettes Büchlein, was mir die türkische Kultur in Deutschland auf humorvolle Weise nähergebracht hat. In unserem kleinen Dörflein ist der Berührpunkt mit türkischen Mitmenschen nämlich quasi nicht vorhanden. In Frankfurt haben wir davon ein bisschen was mitbekommen, aber halt nur aus der Entfernung. Die Geschichte des Buches ist schnell erzählt: Deutscher Softi trift auf türkisch-deutsche Hammerfrau, verliebt sich in sie, sie sich in ihn -> Happy End. Locker-flockig geschrieben. Viel Witz drin und so mit Bezügen zum momentanen Weltgeschehen gespickt, dass man beim Re-Read in 10 Jahren vermutlich ständig überlegen muss, was da nochmal war. Damals 2008/2009. War nett zu lesen.
Midnight Sun (Stephenie Meyer)
Das unvollendete fünfte Buch der Twilight-Saga – als Download auf der Homepage der Autorin zu finden – ist Twilight aus der Sicht von Edward. Ich habe das Buch parallel zu Eclipse und New Moon gelesen und fand es sehr aufschlussreich. Rückt das erste Buch in Perspektive und gibt dem Schmachten etwas mehr Sinn, weil Edward wirklich alles fünf Millonen Mal überdenkt und wirklich öfter mal haarscharf am Massaker vorbeischrammt. Gibt ihm mehr Tiefe und Charakter als nur der Ritter auf dem weißen Pferd zu sein. Schade, dass das Buch wohl nie fertig gestellt werden wird. Sehr schade.
Breaking Dawn (Stephenie Meyer)
Viertes Buch der Twilight-Saga. Vom Schreibstil und Unterhaltungwert her das beste Buch der Saga. Sehr schön auch, wie sich alles auflöst und zu einem ganzen zusammenfügt. Bella und Edward bekommen ein Kind und Bella wird endlich zum Vampir. Zu einem sehr starken Vampir. Ihre Schwäche wird zur Stärke. Bei der ganzen Serie hatte ich immer das Gefühl, dass da eigentlich viel mehr geschrieben steht als auf den ersten Blick erkennbar ist. Von der Schmonzette am Anfang ist nicht mehr viel übrig geblieben bzw. sie hat sich verwandelt. Eine der besten Buchreihen, die ich seit langem gelesen habe.
Eclipse (Stephenie Meyer)
Drittes Buch der Twilight-Saga. Edward ist wieder da und Bella zieht wie immer das Unglück magisch an. Dieses Mal mal wieder die anderen Vampire, die sie aussaugen wollen, was ihnen natürlich nicht gelingt. Hauptthema hier ist die Entscheidung zwischen Jacob und Edward, die sie ganz am Ende auch fällt. Freunde können die beiden Herren nicht sein, weil Werwölfe und Vampire völlig inkompatibel sind. Ich muss gestehen, dass ich Jacob irgendwie lieber mag. Der ist nicht ganz so glatt und kantenlos wie Edward. Am Ende willigt Bella ein, den Vampir zu heiraten bevor er sie selbst zum Vampir macht. Immer noch sehr vorhersehbar und immer noch sehr schön zu lesen. Auf zum nächsten.
New Moon (Stephenie Meyer)
Zweites Buch in der Twilight-Saga. Edward verlässt Bella. Bella ist traurig. Freundet sich schließlich mit dem Werwolf Jacob an, kann aber Edward nicht vergessen. Um sich Edward nah zu fühlen, macht Bella lauter gefährliche Sache wie Motorradfahren und Cliff-Diving. Jacob passt auf sie auf und rettet ihr – selbstverständlich – auch das Leben. Alice besucht Bella, weil sie denkt, dass Bella beim Clive-Diving ums Leben gekommen ist. Edward erfährt davon und will sich von den Volturi umbringen lassen. Bella und Alice eilen, um ihn vom Selbstmord abzuhalten. Was natürlich auch gelingt. Am Ende sind alle vereint, nur Jacob ist angepisst, weil er als Werwolf die Blutsauger nicht abkann und natürlich ebenfalls in Bella verliebt ist. – Nach wie vor sehr vorhersehbare Handlung. Nach wie vor finde ich es sehr gut und nach wie vor werde ich auch den Rest der Saga lesen.
Twilight (Stephenie Meyer)
Putzig. Ich mochte es. Wird sicher nie den Literaturnobelpreis gewinnen, dazu ist es viel zu einfach gestrickt und geschrieben. Klassische Romanze -außer halt, dass der Held ein Vampir ist. Sehr viel Schmachterei. Sehr Stereotyp. Verletzliche, schwache Frau. Wunderbarer, unfehlbarer Held, der schwache Frau permament beschützt und rettet. Wie sich das die Mädels halt so wünschen. Ich fand es sehr schön zu lesen, da ich auch auf Englisch nicht denken musste, sondern mich einfach treiben lassen konnte. Irgendwie bin ich jetzt trotzdem oder vielleicht wegen dem süchtig und sehr gespannt wie es weitergeht.
Die Provencalin (Frederik Berger)
Mittelprächtig. Dauernd passiert etwas, aber trotzdem war keine wirkliche Handlung zu erkennen. Beziehungsweise es passiert ständig so viel, dass man nie wirklich in einen Handlungsstrang reinkommt. Zudem sind die Personen alle zusammen sehr merkwürdige Gestalten. Der Klappentext hatte mit dem Buch nicht viel gemein, was daran liegen könnte, dass einfach viel zu viel passiert. Alleine, dass ich fast drei Monate gebraucht habe, um mich durch die fast 700 Seiten zu ackern sagt schon alles. Normalerweise reicht mir das gerade für ein Wochenende. Würde ich nicht empfehlen. (Die Herrschaften auf Ama.zon sind da anderer Ansicht. Ich mochte es auf jeden Fall nicht besonders.)
Die Frau des Wikingers (Franka Villette)
Selten habe ich ein Buch gelesen, was so dermaßen geklaut war. Man nehme die komplette Ayla-Reihe und versetze die Handlung zu den Wikingern. Das war wirklich etwas zu viel des Guten. Kein Wunder, dass die Dame unter Pseudonym schreibt. Wer so schamlos klaut, muss das wohl auch. Wenn ich allerdings die Ayla-Bücher vorher nicht gelesen hätte, wäre es vermutlich ein ziemlich gutes Buch gewesen. Halt ein totaler Frauenroman, aber doch ganz nett und vor allem zum Schluss hin spannend. Ich stehe nun mal auf Liebesgeschichten jeglicher Art.
Ruf des Dschungels (Sabine Kuegler)
Das zweite Buch der Autorin von Dschungelkind. Dieses Buch ist etwas anders als das erste, nicht so naiv-kindlich erzählt. Es geht dabei wieder um das Volk der Papua und dieses Mal wird die Schattenseite des Lebens im Dschungel bzw. in West Papua erläutert. Also das, was ich im ersten Buch doch sehr vermisst habe. Allerdings ist es etwas schwerer zu lesen, da die Autorin ständig vom Besuch im Dschungel zu ihren politischen Besuchen und der Geschichte der Unterdrückung der Papua durch Indonesien hin und her springt. War okay zu lesen, reißt mich nicht wirklich vom Hocker und das Lesen macht nur Sinn, wenn man auch das erste Buch gelesen hat.
Dschungelkind (Sabine Kuegler)
Mein erster Eindruck am Anfang des Buches war: Oh Gott, entweder die hat emotionale Probleme oder ist dumm wie Brot. Von der etwas gestörten Persönlichkeit der Autorin mal abgesehen, ein faszinierendes Buch. Ich finde ihr Leben als Missionarskind im Dschungel sehr interessant. Die Probleme, die sie hatte, als sie wieder in die Zivilisation kam, kann ich nicht ganz nachvollziehen, da sie ja vorher als Kind auch immer wieder mal in Deutschland und sonst wo gelebt hat. Ihre Geschwister hatten ihre Probleme offensichtlich nicht. Muss wohl ihre Persönlichkeit gewesen sein, die ihr das so schwer gemacht hat. Alles sehr kindlich-naiv erzählt. Trotzdem sehr interessant und zum Glück auch nicht so “gottesfürchtig” wie ich beim Thema Missionare befürchtet hatte. Gutes Buch, auch zu empfehlen.
Devil Bones (Kathy Reichs)
Der neueste Temperance Brennan-Roman. Die lese ich sehr gerne, auch wenn ich die jedes Mal am Anfang ziemlich schwer zu lesen finde und immer ein bisschen brauche, bis ich wieder reinkomme. Und dieses Mal kam auch das Ende nicht so abrupt wie bei den meisten anderen Büchern dieser Serie. Wer CSI mag, ist hier genau richtig. Auf englisch definitiv keine Anfänger-Lektüre, da a) sehr viel forensisches Vokabular vorkommt und b) eine Million Slang bzw. Umgangssprachliche Ausdrücke, die man unter Garantie nicht in der Schule lernt, die allerdings witzig sind. Aber wie gesagt, gutes Buch – die ganze Serie ist gut und empfehlenswert.
Tochter der Nacht (Marion Zimmer Bradley)
Da muss ich mich jetzt zuallererst als Kulturbanause outen, denn die Handlung ist Mozarts Zauberflöte in Buchform. Diese habe ich weder jemals gehört noch auf der Bühne gesehen, war also kompletter Neuling auf diesem Gebiet. Teilweise fand ich die Handlung etwas konfus und nicht so ganz nachvollziehbar, aber im Großen und Ganzen war das Buch nicht schlecht. Auch wieder so eines, bei dem es ein bisschen dauert bis man den Überblick über die handelnden Personen und die Beziehungen untereinander bekommt. Interessant zu lesen, jetzt muss ich mir nur noch die Oper zu Gemüte führen, um auch den Soundtrack zum Buch zu genießen. Nettes Buch, was ich mir hauptsächlich aus Neugierde für 50 Cent im SecondHand-Laden gekauft habe, muss aber nicht unbedingt sein.
Mieses Karma (David Safier)
Scheinbar erwische ich im Moment nur gute Bücher. Das war mal was ganz anderes. Witzige Idee und schön geschrieben. So ganz ernstnehmen kann man das ganze natürlich nicht, aber ein bisschen was zu denken gibt es einem schon, die Sache mit der Wiedergeburt. Wer möchte schon gerne als Ameise wiedergeboren werden, nur um dann zertrampelt, von einer Lupe gegrillt oder ertränkt zu werden? Schön auch, dass am Ende das Aussehen egal ist und wirklich nur die inneren Werte zählen. Und Casanovas Anmerkungen am Rande waren wirklich zum Schreien. Ein Buch das ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Etwas zum lachen, ein bisschen was zum nachdenken und auf jeden Fall sehr unterhaltend.
Der Winterschmied (Terry Pratchett)
Mein allererster Terry Pratchett Roman überhaupt. Und eines der wenigen Bücher, bei denen ich mir vom ersten Moment an gewünscht habe, ihn auf englisch zu lesen. Einfach wegen der vielen erfundenen Namen und merkwürdigen Gestalten. Am Anfang fand ich als Scheibenwelt-Neuling alles etwas verwirrend und merkwürdig. Das hat sich aber schnell gelegt und das Buch war unterhaltsam und gut zu lesen. Allerdings muss ich sagen, der Schluss kam mir ein bisschen zu plötzlich. Das ging alles etwas zu schnell. Aber ansonsten gut zu lesen. Nicht wirklich viel Tiefgang – wer braucht sowas denn auch schon – aber unterhaltsam.
Mondfeuer (Donna Gillespie)
Schon wieder ein historischer Rom. Und was für einer. Ich fand ihn absolut klasse. Dieses Mal befinden wir uns im alten Rom und in Germanien. Die Geschichte handelt von Auriane, der germanischen Kriegerin und Marcus Julianus, dem römischen Patrizier. Naturkräfte gegen das so zivilisierte Rom. Natürlich mal wieder eine Liebesgeschichte. Und was für eine. Hat Potenzial, mein neues Lieblingsbuch zu werden. Absolut klasse und sehr zu empfehlen. (So zu empfehlen, dass ich mir sogar überlege, die Fortsetzung zu kaufen. Nennt sich Mondschatten.)
Die Tore der Welt (Ken Follett)
Historischer Roman mit viel Ungerechtigkeit gegenüber Frauen. Pesttote ohne Ende. Spannende Handlung und am Ende geht natürlich alles gut aus und die beiden Liebenden bekommen sich doch noch. Das war gut zu lesen, allerdings hatte ich ständig das Gefühl, dieses Buch schon mal gelesen zu haben. Es hat doch sehr viel Ähnlichkeit mit Die Säulen der Erde (Gott sei Dank allerdings ohne die seitenlangen Ausführungen zu Baustilen und ähnlichem), was ja auch logisch ist, denn immerhin ist es eine Art Fortsetzung dazu. Trotzdem gut und empfehlenswert.
The Shelters Of Stone (Jean M. Auel)
Im August 08 habe ich mit dem ersten Buch der Ayla-Serie begonnen und im Januar 09 habe ich das fünfte und letzte Buch beendet. Auf englisch, weil das Sarahs Lieblingsbücher sind. Das erste war relativ zäh zu lesen, aber im Laufe der Serie wurden die Bücher immer besser. Das einzige nervige: ewiglange Beschreibungen der Flora und Fauna der Eiszeit. Aber das kann man überblättern, die Geschichte selbst ist trotzdem mehr als fesselnd. Auf jeden Fall lesenswert.
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