8.20

Ein Grund zum Feiern.

Ich höre, wie die Türe aufgeht. Es tapst den Flur runter, steht auf einmal neben meinem Bett und verkündet: Look Mama. Sky wake up! Time to wake up! Come Mama! Aber hey, mein Wecker zeigte 8.20 Uhr. Und das an einem Tag, an dem ich auch ausschlafen kann und nirgends hin muss. Wunderbar!

Dann gab’s Aufbackbrötchen  zum Frühstück, eine Runde aufräumen und Staubsaugen (ja, ganz unchristlich auch am Feiertag), Bücher lesen, Eisenbahn bauen, mit Wasserfarben malen und was man sonst noch so macht, wenn es ein freier Tag ist und es draußen nicht aufhören will zu regnen.

Ach ja und wir beherbergen seit heute auch eine fremde Katze auf unserer Terrasse. Ich war mit dem Hund draußen, kam zurück und war gerade dabei meine Gummistiefel auf der Terrasse auszuziehen, als diese fremde Katze auf einmal über das Tor springt und auch dann nicht abhaute, als Mia sie beschnüffelte und anbellte. Seitdem sitzt sie auf unseren alten Stuhlkissen auf der Terrasse und wir von unseren beiden Katzen plus Hund mistrauisch beäugt. Aber verscheuchen tut die keiner. Von wegen Haus- und Hofhund, kann uns nicht mal vor ner fremden Katze beschützen.

Ich bin ja dafür, das fremde Tier zu vertreiben. Meine Frau sieht das jedoch ein bisschen anders und meint, wir sollten sie in Ruhe lassen. Vermutlich ist sie heimatlos und sucht nur ein trockenes Plätzchen. Und ich seh’s schon kommen: Wenn das Tier in ein paar Tagen immer noch durch die Gegend stromert, dann wird sich unser Zoo vermutlich vergrößern. Was mich dazu veranlasst, heimlich still und leise zu beten, dass es sich bitte verziehen möge. Oder hat irgendjemand Bedarf an einer Katze? Wir hätten da eine anzubieten…

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