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Dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum


Was anderes können wir uns nicht leisten.

Wobei – das ist schon ein ziemlich teures Geschenk. Die Anschaffung war recht kostspielig, aber die laufenden Kosten sind definitiv höher. Ist dennoch eine empfehlenswerte Anschaffung. Macht viel Arbeit, viel Spaß und man hat auch im hohen Alter noch was davon. Hoffentlich. Will aber auch gepflegt werden, verlangt manchmal Opfer und lässt einen dahin schmelzen. Gibt es auch in vielen anderen Ausführungen. Unseres kam aus einem holländischen Geschäft, wie ja schon die Tüte verrät. Und nach dieser Anschaffung, können wir uns dieses Jahr keine anderen Geschenke leisten.

Nee, aber ernsthaft. Dezember ist immer der Monat, an dem wir schmerzlich daran erinnert werden, dass wir trotz Heirat und Kind nach wie vor mit Steuerklasse I abgerechnet werden. In keinem anderen Monat fehlen diese 400 Euro so sehr wie im Dezember. Könnte natürlich auch daran liegen, dass wir gerne viele Geschenke kaufen, aber trotzdem. Den Rest des Jahres verdränge ich, dass ich nur ein Bürger zweiter Klasse bin, aber das Fest der Liebe erinnert mich immer wieder daran, dass ich vom Staat nicht geliebt werde. Und deshalb strecke ich ihm jetzt mal gepflegt die Zunge raus. Bäh!

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15 Responses to “Dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum”

  1. Orange says:

    Wir haben dieses Jahr das erste Fest mit einem ähnlichen Exemplar aus einem dänischen Geschäft…

    Und ich habe mir eingebildet, dass wenigstens einer von uns Steuerklasse II bekommt. Was ich gerade im Netz gefunden habe ist dass man in einer eingetragenen Lebenspartneschaft finanzielle Unterstützungen an den Partner der Lebensgemeinschaft als außergewöhnliche Belastung absetzen kann, [Bundesministerium der Finanzen (BMF) bestätigt(BMF-Schreiben vom 28.03.2003, Aktenzeichen: IV C 4 - S 2285 - 16/03, veröffentlicht in: BStBl. 2003 Band I, Seite 243)] Vielleicht ist das ja auch wieder veraltet, aber einen Versuch ist es wert, oder?
    Einen schönen 4. Advent noch,
    eure Orange

  2. Belle says:

    Das mit der außergewöhnlichen Belastung machen wir auch jedes Jahr. Schlägt aber leider nicht mal mit der Hälfte des durch Steuerklasse I verlorenen Betrages zu Buche. Aber immerhin, besser als nichts.
    Meistens ist es mir ja auch egal, nur manchmal, manchmal regt es mich auf.

  3. Orange says:

    Gebt ihr denn da einen Pauschalbetrag an? Jede von euch? Wir müssen ja die Steuer bald machen…hüstel…

  4. mairym says:

    also echt… ich dachte ja, dass bei so einer Lebenspartnerschaft solche Dinge auch mit abgedeckt sind. Ich mein, dass sie es nur nicht “Ehe” nennen, aber das wars dann. Herrje… ist das noch hinterwäldlerisch. Hätte ich ja nicht gedacht.

  5. Wortteufel says:

    Öööh? Was? Ihr habt nicht mal die steuerlichen Vorteile?
    Wieder was (erschreckendes) dazu gelernt. Unfassbar.

    Dass diese ganze Verlebenspartnerschaflichung bei mir schon immer den Eindruck erweckt hat, dass da einige Menschen zufrieden/mundtot gestellt wurden, damit sie nicht weiter um ihre Rechte kämpfen, bzw. die Politik ja auf “was” zeigen kann, wurde mal wieder bestärkt.

    Wo ist eigentlich das fucking problem, dass alle heiraten dürfen?

    Euch jedenfalls, trotzdem, eine frohe und schöne Weihnacht mit einem sehr feinen Geschenk unter dem Baum. Wohl dem schönsten, das Ihr Euch machen konntet ;)

  6. Belle says:

    Und das ist das traurige daran, dass es nicht mal keiner weiß, der nicht selbst betroffen ist.

    @Orange: Ob das geht, wenn ihr beide verdient und euch gegenseitig absetzen wollt, weiß ich nicht. Das ist bei uns ja etwas anderes, dadurch dass ich Alleinverdiener bin.

  7. Orange says:

    Hm, während der Elternzeit ist sie die Alleinverdienerin, aber da gelten bestimmt wieder andere Regeln…

    Viele ähm Heterosexuelle denken, unsere Ehe wäre der Ehe komplett gleichgestellt. Leider nicht, ich nehme mal an, weil der Staat dadurch finanziell zu hohe Verluste einfahren würde…

  8. Kiki says:

    Uiii so ein feines Geschenk, wo kann man das denn bekommen??? ;)

  9. warum_nicht says:

    Jawoll, ich strecke fleißig auch mit die Zunge raus! Bäh!
    So, denen haben wir’s aber gezeigt.

    Wir haben uns auch so ein schönes Geschenk bestellt, aber die Lieferzeit ist ganz schön üppig; wird wohl noch bis Juli dauern….

  10. ursula says:

    hm, anscheindend war das mit den Lebenspartnerschaften doch nur ein kleines “Beruhigungszuckerle”.
    Es will mir auch nicht in Hirn und Herz, weshalb hier nicht gleiches Recht (ohne Einschränkungen) für alle gelten kann.

    mei oh mei, in ein paar Tagen haben wir 2010, sollte man nicht meinen….

    Ich hoffe ihr könnt Weihnachten trotzdem richtig genießen, auch wenn diese “Nicht-Gleichstellung” verständlicherweiße ärgerlich und eigentlich auch sehr verletzend ist (neben der unbefriedigenden materiellen Situation)

    Lieben Gruß
    ursula

  11. Ihr müsst doch noch die Koffer packen und nach Canada :) Da wärt ihr gleichgestellt. Wir würden auch sofort mitkommen *g*.

  12. Belle says:

    Ich denke darüber nach. Ernsthaft. Wenn es meine Eltern nicht gäbe, dann wären wir hier schon längst weg. Aber mich von ihnen trennen, dass kann ich einfach nicht. Wer weiß wie lange ich sie noch haben werde…

  13. Orange says:

    Meine Großtante ist in den 1950ern nach Toronto ausgewandert, einmal habe ich sie und meinen Großonkel besucht, 1981 mit 12, das war wunderschön! Leider habe ich mich später nicht getraut, sie zu besuchen, weil ich in der Familie noch nicht geoutet war und mittlerweile ist sie leider verstorben. Sie war echt cool, und ich hätte gerne mit ihr geredet. Mit ihrer Tochter und den Enkeln habe ich keinen Kontakt.
    Aber jetzt mit Kind so weit von den Eltern wegziehen stelle ich mir auch schwierig vor. Andererseits wird Cerah auch von ihren Eltern vermisst, oder?

  14. Belle says:

    Eben. Das Leben zusammen hier kennen wir nun schon. Es wäre nur fair, wenn wir das Leben dort – in der anderen Heimat – auch zusammen kennenlernen würden.

  15. schokojule says:

    Wir haben sowas ähnliches schon vor Jahren bestellt aber leider immer noch keine Lieferauskunft erhalten.
    Wenn wir wenigestens wüssten, was es denn endlich mal geliefert wird, dann fällt das warten doch wieder leichter. Aber diese Ungewissheit zehrt ….

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