Piep

Ha, Überraschung, mich gibt’s auch noch.

Unglücklicherweise musste ich zwischen den Jahren arbeiten und noch unglücklicherweise ersaufe ich schier in Arbeit. Eigentlich arbeite ich gerne zwischen Weihnachten und Silvester, weil es da immer schön ruhig ist, man Sachen machen kann zu denen man sonst nicht kommt und arbeiten prinzipiell eher wie Urlaub im Büro ist. Noch nie habe ich in dieser Zeit Überstunden gemacht – außer dieses Jahr. Eigentlich habe ich nächste Woche auch Urlaub. Un-eigentlich werde ich vermutlich am Montag wieder im Büro aufschlagen, um noch dieses und jenes fertig zu machen. So richtig Lust habe ich zwar nicht, aber Ende Januar ist unsere wichtigste Messe und die will vorbereitet und beworben sein. Und wer macht das? Genau – ich. Nun gut, schauen wir mal wie ich das so kurz und schmerzlos wie möglich hinbekomme.

Ansonsten kränkelt Mr. Squishy immer noch vor sich hin. Es ist zwar eine Besserung eingetreten und die wird täglich minimal besser, aber eben nur minimal. Rein laune-technisch ist er sehr – ähm – sagen wir mal ungenießbar bis aggressiv, wenn er denn nicht gerade sehr, sehr kuschelig und anhänglich ist. Man merkt eben einfach, dass er sich nicht gut fühlt.

Morgen ist dann auch schon wieder der letzte Tag des Jahres und wir sind zum Raclette-Essen bei meinen Eltern eingeladen. Für Squishy gibt’s danach Kinder-Feuerwerk und dann geht’s ab ins Bett. Schließlich wollen wir die Ungenießbarkeit an Neujahr auf ein Minimum reduzieren. Schlafmangel und Krankheit helfen da nicht wirklich bei.

Jahresrückblick gibt’s bei mir keinen, sowas mag ich nämlich nicht. Dass das Jahr ziemlich bescheiden mit Krankheit und Joblosigkeit anfing und danach besser wurde, ist das einzig erwähnenswerte. Manchmal bin ich schon sehr froh, dass ich mehr Glück als Verstand habe. Wer bekommt bitte schon einen Job, der weder ausgeschrieben war, noch wieder besetzt werden sollte? Für 2010 haben wir auch so einige Pläne, meine Frau wird ohne mich, dafür mit ihrer Jugendgruppe um die Welt jetten – zwei Mal, wir werden uns einen Mac anschaffen – vorher natürlich erst im Lotto gewinnen, damit wir uns das leisten können – und überhaupt wird 2010 ein gutes Jahr. Gerade Jahre sind mir sowieso sympathischer und deshalb muss es einfach ein gutes Jahr werden.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch und einen guten Anfang für 2010.

EssCeHa E I ScharfEss E

Es gibt viele Dinge, die ich am ersten Weihnachtsfeiertag gerne machen würde. Familie besuchen, draußen spazierengehen, mit dem Pferdeschlitten durch den Schnee fahren – was übrigens mein ultimativer Weihnachtswunsch wäre. Was ich am ersten Weihnachtsfeiertag nicht machen möchte, ist, ein fieberndes, sich übergebendes, völlig apathisches Kind ins Auto zu packen und zum kinderärztlichen Notdienst in den Schwarzwald zu fahren. Leider kann man sich das nicht immer aussuchen und so kämpfen wir im Moment mit Mittelohrentzündung Nr. 2 oder Mittelohrentzündung Nr. 1 – Reloaded. Nur dieses Mal hat es beide Ohren richtig übel erwischt, vorher war es hauptsächlich links. Und das was er beim ersten Mal nicht gejammert hat, hat er dieses Mal nachgeholt. Leider merkt man auch, dass er nicht richtig hört. Also wieder Antibiotika und hoffentlich war es das dann endlich. Und dieses Mal gehen wir gleich, wenn das Antibiotika alle ist und eigentlich alles gut sein sollte, zum Arzt und stellen sicher, dass auch wirklich alles gut ist und sich das nicht ewig hinzieht. Mit Ohren sollte man nicht scherzen.

Heute war er dann wieder relativ fit und ganz enttäuscht, weil es keine Familienparty gab wie versprochen und weil das Brathähnchen, was es an Weihnachten geben sollte, schon weg war. Das hat er gestern alles komplett verpasst, der Arme.

Aber wenigstens Heilig Abend war schön. Da war er auch noch fit und konnte seine Geschenke genießen.

So hatten wir ein ziemlich durchwachsenes Weihnachtsfest. Erinnert mich stark an letztes Jahr Silvester, was für uns ausfiel, weil wir zu dritt mit Noro kämpften. Hoffentlich bleibt uns das wenigstens dieses Jahr erspart.


Feiert schön im Kreise eurer Lieben, esst nicht so viel, lasst euch reich beschenken und zettelt keine Familienkriege an.