Ich hab da so eine Frau zuhause, auf die bin ich in regelmäßigen Abständen neidisch. In meinem ganzen Leben habe ich bisher ein-, nein zweimal etwas gewonnen. Als Kind habe ich bei einem Milchmixgetränk (Yogo Yogo oder so) einmal ein Paket mit einer Mütze und einem T-Shirt gewonnen und dann letztes Jahr ein Abo für eine Frauenzeitschrift, die ich nie bekommen habe. Und das war’s. Ziemlich öde und absolut nichts Spektakuläres.
Und dann haben wir da meine Frau. Die gewinnt so alle ein, zwei Jahre mal was. Aber dann natürlich gleich was cooles und nicht so Firlefanz wie bei mir.
Beispiel 1: Als wir noch in Frankfurt wohnten, hat sie beim großen blauen Möbelschweden gewonnen. Und zwar war sie Testschläfer und durfte drei Wochen lang, auf drei verschieden Matratzen test-schlafen und ihren Favoriten dann behalten. So eine nette, kuschelige Matratze für etwas über 200 Euro. Die anderen beiden wurden wieder abgeholt.
Beispiel 2: Diesen (oder war’s schon letzten?) Sommer hat sie bei irgendwas bei lesbiangamers.com mitgemacht – ja, auch so was gibt es und hat – Überraschung, Überraschung – gewonnen. Und zwar ein signiertes Foto der Callisto Darstellerin (die Böse aus Xena) das dann per Post aus Australien zu uns kam.
Beispiel 3: Gestern. Da kam ein wattierter Briefumschlag aus Paris bei uns an. Schon wieder was gewonnen. Wir schauen, wenn wir es nicht verpassen, sehr gerne die Sendung karambolage auf arte an. Da gibt es am Ende immer la devinette/das Rätsel bei dem man was gewinnen kann. Alle Lichtjahre mal machen wir da mit und dieses Mal hat meine Frau (unter meinem Namen) sogar etwas gewonnen. Ein kleines Opinel-Messerchen und ein karambolage Frühstücksbrettchen. Das kam so richtig unverhofft und die Cerah hat sich gefreut wie ein Schneekönig.
Tja, jetzt muss ich mich anstrengen, damit ich auch mal irgendwo einen Treffer lande. Sonst bekomme ich hier noch Minderwertigkeitskomplexe.


Kaum zu glauben, dass Mr. Squishy heute tatsächlich bereits drei Jahre alt wird. Mir kommt es vor, als ob er gestern erst auf die Welt gekommen wäre. Wahnsinn wie schnell drei Jahre vergehen. Mir kommt es vor, als ob er schon immer bei uns gewesen wäre. Ein Leben ohne ihn ist einfach nicht mehr vorstellbar. Unser Leben hat sich nicht so sehr verändert seitdem er da ist, aber es ist definitiv interessanter geworden. Es wäre langweilig, weil niemand jeden Abend unser Bad komplett unter Wasser setzen würde. Niemand jeden Dienstag mit Mama Spaghetti machen wollte. Niemand morgens früh zum Kuscheln unter die Bettdecke schlüpfen würde. Niemand den armen Hund durch die Gegend jagen würde und der Hund niemanden hätte, den er durch die Gegend jagen kann. Niemand, der innerhalb von 15 Minuten die Terrassentür für die Katzen 20 Mal auf und wieder zu machen würde. Niemand der trotzig “NO” durch die Gegend schreit, wenn er was machen soll, was ihm nicht passt. Niemand, der einem Geschichten über space ships, rockets, robots und aliens erzählt. Niemand, der nach einem Spaziergang aussieht als ob er sich im Dreck gewälzt hätte. Niemand, der durch die Gegend rennt, springt und fällt. Niemand, der einen umarmt und “love you” sagt. Niemand, der heimlich seinen Schemel nimmt und Süßigkeiten aus dem Schrank klaut. Niemand, der ständige diverse Computer-Spiele spielen will. Niemand, der einen zum Lachen und zum Verzweifeln bringt. Niemand, der das beste, süßeste, witzigste, nervigste, fröhlichste und einfach wunderbarste Kind der Welt ist.