Sonnen-Sonntag

Was ein schönes Wochenende. Viel Sonne, zufriedene Eltern, zufriedenes Kind. Wir hatten ein schönen langen Spaziergang heute Nachmittag mit tollen Stöcken und viel Dreck und Gesinge und weiß Gott noch was.

Ach ja, die Ruhepausen habe ich vergessen. Die werden dazu genutzt, Steine den Hang runter zu werfen.

Ob ich da wohl mal einen mitnehmen kann? Die liegen jetzt schon seit einer Woche unberührt im Feld und ich bin Sohnemann noch einen geschnitzten Kinder-Kürbis schuldig…

Gestern saß Squishymit Mommy auf dem Boden am Wohnzimmertisch. Mommy mit Laptop, Squishymit Eiscreme. Auf einmal dreht er sich zu Mommy um und sagt mit einem glückseligen Grinsen: Squishyhappy. Wenn das die Mütterherzen nicht zum schmelzen bringt, dann weiß ich auch nicht.

Wählen war ich heute früh auch noch kurz, auch wenn es nicht viel gebracht hat, wenn ich mir das bisherige Ergebnis so anschaue, aber was soll’s. Wenigstens habe ich überhaupt etwas gemacht.

Autsch

Ich wurde beworfen. Immer diese Stöckchen, die hier so durch die Gegend fliegen. Zwar habe ich das diese Woche erst an den Kopf geschmissen bekommen, aber weil ich so gerne Fragen beantworte, mache ich da gerne nochmal mit. Dieses Mal kams von Frau Zimtapfel drüben von Nordworte. Und sie hat sich drei Fragen für mich ausgedacht:

1. Welches berühmte Bild hättest du gern an deiner Wand hängen?

Ich hätte gerne Das Blaue Pferdchen von Franz Marc. Das ist so hübsch bunt und fröhlich.

2. Welches Kleidungsstück hängt aus sentimentalen Gründen noch in deinem Schrank, obwohl du es seit Jahren nicht mehr trägst?

Da gibt es ehrlich gesagt so einiges. Etwa 50 % meines Kleiderschranks besteht aus Kleidungsstücken, die mir nicht mehr passen, da zu klein, aber die ich einfach nicht wegwerfen will. Ich könnte ja irgendwann mal wieder reinpassen…

Aber so wirklich gar nicht trennen kann ich mich von meinem Ballkleid, was ich mir als Au-Pair damals angeschafft habe. Da passe ich so grade noch rein, nur anziehen kann ich es nicht. Für sowas gibt es in meinem Leben einfach keinen passenden Anlass. Zum Spazierlaufen in den Reben ist das nämlich irgendwie nicht geeignet.

3. Welcher Schauspieler soll dich spielen, wenn deine Person in einem Film vorkommt?

Auf Wunsch meiner Frau: Kate Beckinsale. Dann kann sie vor dem Fernseher schmachten, wenn sie die Verfilmung meines Lebens sieht. Fragt sich nur, wer dann sie spielt?

Und weil ich so gerne Fragen beantworte, habe ich mir was ausgedacht.

Wir machen ein Online-Interview!

Da ich ja nun ein Fernsehstar bin – und zwar der größte überhaupt -, gehört das selbstverständlich zu meinem Alltag. Hinterlasst eure Fragen in den Kommentaren und ich antworte dann. Ganz exklusiv – nur hier!!! Die einmalige Chance, zu fragen, was ihr schon immer wissen wolltet und ich werde antworten.

(Und wenn niemand was wissen will, dann setz ich mich in ein dunkles Eckchen und heule vor mich hin.)

Moody

In letzter Zeit kann sich meine Gefühlswelt nicht entscheiden wie sie gerne wäre. Einen Moment lang bin ich die zuversichtliche Ruhe in Person. Alles fließt, das Leben ist mit mir im Reinen, ich bin mit dem Leben im Reinen, alles ist gut.

Und fünf Minuten später bin ich die pure Existenzangst. Alles ist schwarz, die Zukunft ist düster und das Leben eine Bürde. Ich werde ganz hibbelig und frage mich, was ich hier eigentlich mache und wieso ich immer noch keine Ahnung habe, was ich mit meinem Leben anfangen will. In ein paar Monaten werde ich 30 und bin noch genauso planlos wie ich es mit 17 war. Mit dem Unterschied, dass ich noch jede Menge anderer Mensch – sprich Frau und Kind – mit in mein planloses Leben gezogen habe. Ganz wunderbar.

Und nochmal 10 Minuten später ist die Welt wieder in Ordnung. Die Zukunft ist rosig, alles stimmt. Ich ruhe in mir, nichts kann schiefgehen in diesem Leben. Mein Leben in einer rosaroten Blase.

Kann mir mal jemand verraten was das soll? Schon wieder eine Midlife Crisis? Das hatte ich doch neulich erst. Die war ja überhaupt erst der Grund dafür, wieso ich dieses Mal bei einem Fernsehangebot zugesagt habe. Oder ist das noch die gleiche und sie war nie wirklich vorbei? Muss ich das verstehen?

Ich mag sowas nicht. Kann das überhaupt nicht leiden. Entweder ich bin schlecht drauf. Oder nicht. Aber dieses Hin und Her macht mich wahnsinnig. Dieses Mal werde ich es wohl aussitzen und kein blödes Zeug machen, wie im Fernsehen aufzutreten und sowas alles.

Oder ich sollte mir vielleicht einfach weniger Sorgen machen  und mich entspannen. Könnte helfen.

Einatmen. Ausatmen. Lächeln.