Was macht das Leben schön

Immer wieder mal verirrt sich jemand hierher, weil er google befragt, was denn das Leben schön mache. Das allein finde ich schon bedenklich, denn sollte man das nicht selbst wissen? google ist doch nicht Gott und zur Beantwortung von Sinnfragen geeignet.

Noch mehr amüsiert mich allerdings der Beitrag, auf den bei der Suche verwiesen wird. Mein erster Arbeitstag nach vier Monaten Babypause und laut dieses Beitrags ist es Arbeit, die das Leben schön macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Antwort ist, die die Fragenden hören wollten. Aber das kommt halt davon wenn man eine Suchmaschine fragt.

Meine Antwort wäre etwas anders. Zufriedenheit. Nicht mehr und nicht weniger. Woraus man die Zufriedenheit herleitet, ist dann schon wieder rein subjektiv. Was mich zufrieden und glücklich macht, kann für jemand anderen der totale Alptraum sein. Aber ein guter Anfang ist mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Mehr zu wollen ist okay. Das muss eigentlich sogar so sein, denn Ziele und Träume braucht man im Leben. Was ich meine ist etwas anderes. Zu sehen und zu erkennen, was man Schönes und Gutes im Leben hat und das auch zu schätzen. Egal ob das nun etwas materielles oder Freundschaft oder Liebe ist. Daraus ergibt sich dann für mich eine bestimmte Gelassenheit, mit der sich das Leben wesentlich einfacher leben lässt.

Und vor allem eins: Nie vergessen, dass wir davon nur eines haben. Leben, meine ich jetzt. Und das dann auch so leben. Ein bisschen Spaß gehört dazu und ein bisschen Ernsthaftigkeit. Ein bisschen Verrückheit und ein bisschen Spießigkeit. Eben ein bisschen was von allem.