Ich freue mich darüber, wenn meine Blogstatistik anzeigt, dass meine Klickzahl pro Tag mittlerweile höher ist, als sie ganz am Anfang pro Monat war. Damals las aber auch nur meine Familie mit und die auch nur ab und an.
Ich freue mich, dass ich beim googlen des Begriffes Regenbogenfamilie auf Platz 3 stehe.
Ich finde es schön, dass meine Schreibe von anderen als unterhaltsam genug angesehen wird, dass sie regelmäßig wiederkommen.
Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar, weil bloggen ohne Kommentare wie Nutellabrot ohne Butter ist. Zwar auch gut, aber das i-Tüpfelchen fehlt.
Ich finde es gut, dass man dieses Blog findet, wenn man den Namen unseres Spenders sucht. Auf diese Weise haben uns schon so viele Halbgeschwistereltern gefunden.
Ich komme mir fast schon vor wie eine Berühmtheit, wenn mir gesagt wird: Ach, du bist die vom Blog. Ja, den kenne ich.
Aber ich bin hier in der (scheinbaren) Anonymität viel offener als im wirklichen Leben. Ich bin schüchtern und still. Wenn sich die geballte Aufmerksamkeit auf mich richtet, finde ich das beängstigend. Es sei denn, ich bin darauf vorbereitet.
Ich liebe meinen Blog. Seit ich schreiben kann, ist mein Leben in diversen Tagebücher festgehalten. Seit einigen Jahren nun in Form eines Blogs. Vorher auf echtem altmodischem Papier. Mein Traum ist es, ein Buch zu schreiben, welches dann veröffentlicht und – ganz klar – ein Weltbestseller wird.
Ich spüre im Moment sehr wie sich der Druck erhöht. Immer etwas sinnvolles, unterhaltsames zu schreiben. Ich komme mir blöd vor, weil ich mich für Nashornkäfer und Twilight begeistern kann. Ich weiß nicht, wie viele Squishy-ist-das-tollste-witzigste-beste-Kind-der-Welt-Geschichten ich noch schreiben kann, ohne dass es langweilig wird und nur noch Augenrollen auslöst. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht für die politischen Belange der Lesben, Schwulen und Regenbogenfamilien Deutschlands einsetze. Dabei hätte ich hier doch so ein schönes Medium.
Und dann fällt es mir unheimlich schwer, überhaupt etwas zu schreiben. Nur aufhören kann ich auch nicht. Dazu liebe ich mein Blog zu sehr. Dazu brauche ich die tägliche Schreiberei zu sehr. Ich bleibe also hier. Genau so wie bisher auch. Schreibe all die belanglosen Dinge, die ich eben so schreibe. Und freue mich über all die Menschen, die hier vorbeikommen. Danke, dass ihr kommt. Ich würde euch vermissen, wenn ihr mich verlassen würdet.
Liebe Belle
ich habe dein Blog über die Abstimmung bei Frau Mutti gefunden. Eure Lebenssituation ist für mich total Neuland, irgendwie bekommt man sowas im “Normalleben” und erst noch auf dem Dorf nicht mit. Ich wusste auch nicht, dass der begriff “Regenbogenfamilie” besetzt ist. Wir haben uns auch mal so genannt, als mit dem fünften Kind die 7-Farbigkeit erfüllt war!
Und doch fühle ich mich dir, euch, dem Bedürfnis, die Normalität zu leben, verbunden, war es ja genau dies, einfach mit anderem Auslöser, was mich zum Bloggen gebracht hat.
Bestimmt haben gestern viel neue Menschen durch die Verlinkung bei mir zu dir gefunden. Ist doch spannend, wie ein solches Medium Einblicke und Verbindungen ermöglicht in Lebensentwürfe, die man meist bloss aus der Vorstellung und daher auch aus Vorurteilen heraus “kennt”.
Bestimmt wird dir (und hoffentlich auch mir) der Schreibstoff nicht ausgehen, solange das Leben lebendig bleibt, wird es voller Überraschungen sein.
Das wünsche ich euch von Herzen
Gabriela
Du hast mir wahrlich einen ganzen Haufen Klicks mit deiner Verlinkung weitergegeben. Danke dafür.
Und genau dazu ist mein Blog mittlerweile da. Um zu zeigen, dass es solche wie uns auch gibt und dass wir kein Stück anders, weniger langweilig oder weniger spannend als andere Familien sind.
Schreibstoff gibt es genug. Die Frage ist für mich nur in wie weit will ich das teilen?
Auf jeden Fall hast du (schon vor einer ganzen Weile) meine Sicht auf das Down Syndrom verändert. Denn damit hatte ich bisher nur sehr wenig Berührungspunkte…
ich glaube, das ist ein problem, mit dem sich jede/r blogger/in auseinander setzen muss. wieviel gebe ich preis und wie komme ich dait klar, wenn mehr menschen als erwartet dieses innere von mir kennenlernen?
die antwort darauf kann dir keiner geben, die mußt du selbst für dich finden.
schade wäre es, wenn du anfingest, dem leser zuliebe zu schreiben. das ist nicht sinn der sache, deine leser kamen und blieben wegen der geschichten, die du bisher geschrieben hast. ob alltag oder wichtig, ob lappalie oder umwerfendes ereignis. du solltest dich keinesfalls an den lesern orientieren, dies hier ist ein mittel für dich, mit deinen gedanken klarzukommen. ob die leser kommen und bleiben, kann doch eigentlich wurschd sein, denn für die machst du das doch nicht. sondern für dich.
wems nicht gefällt, nun ja, es zwingt ihn ja keiner hier zu lesen.
wie offen du allerdings bei wachsender leserschaft bleibst mußt du entscheiden.
Ach Belle. Genau wegen dieser Alltagsgeschichten, dem Kindergeplänkel kommen die Leserinnen doch.
Ich tue mich andersrum schwer damit. Wenn jemand mitbekommt, dass ich ein Blog schreibe und will die Adresse, dann mag ich den Link gar nicht rausgeben. Da geniert mich mein Geschreibsel. Anderseits lesen ja mittlerweile so viele meinen Blog, die werden ja nicht hingeprügelt. Also muss da ja was lesenswert dran sein. Baff erstaunt war ich, als ich auf einmal beim regenbogenfamilien ergooglen ganz vorne mit dabei war. Ich freue mich Leserinnen kennenzulernen aber die Vorstellung mein direktes Umfeld liest mit an meinem Blog bereitet mir Unbehagen.
Wo ist mein Kommentar von eben hin?
Gar nirgends. Der ist noch da. Nur mal wieder irgendwo im Cache untergetaucht…
Das geht mir so auf die Nerven.
Also ich bin froh darüber, dass es deinen Blog gibt. Sonst hätten wir uns wohl nie kennengelernt. Das gleiche mit schokojule. Ich denke, Blogs sind eine moderne Art in Kommunikation zu bleiben, ohne ständig zum Kugelschreiber oder Telefon zu greifen. Smalltalk eben. Nichts anderes, was man früher noch per Brife oder Telefon erledigt hat. Ich persönlich nutze unseren Blog für mich/uns selbst. Damit ich in einem Jahr noch was, weiß ich im Juli 2009 so gemacht habe
Besonders wichtig für den Jahresrückblick. Vieles vergißt man leider viel zu schnell. Mein/unser Blog hilft dabei, dass dies nicht der Fall ist. Dann ist der Blog für Freunde und Familie. Und auch wenn die nicht groß kommentieren, weiß ich, dass sie ihn lesen (die sind dann immer ganz schrecklich gut informiert und auf dem neusten Stand, ohne das ich es groß erzählen muss *g*). Was du reinschreibst und was nicht, bleibt dir überlassen. Ich für meinen Teil finde bei dir immer einen Beitrag, der mich zum Lachen bringt. Und nur das ist wichtig: für einen kurzen Augenblick das Drumherum vergessen und fröhlich sein – und sei es wegen einem Nashornkäfer
Liebe Belle,
stimme meinen Vorschreiberinnen zu! Es ist einfach total schön und manchmal auch sehr amüsant von Dir zu lesen! & je belangloser umso menschlicher!
Liebe Grüße aus Aachen1
Das sollte eigentlich ein ! und keine 1 !!!!
Hallo Belle,
ich mag deinen Blog. Ich lese gerne die Twilight und Nashornkäfer Stories, genauso gerne lese ich auch deine Geschichten über euren Sohn.
Mach genauso weiter, wie du es bisher machst. Auch “belanglose” Geschichten sind interessant.
Liebe Grüße,
Fabi
Mach einfach weiter wie bisher, es ist absolut Klasse so!
Ich weiß schon gar nicht mehr, über welchen Blog ich hier reingestolpert bin, aber seitdem lese ich sehr regelmäßig und sehr gerne hier. Egal, ob es um Nashornkäfer, Twilight oder Sohnemann geht.
Der Nashornkäfer war obercool!!
Schönes Wochenende euch!
also ich und meine frau lesen gerne was es bei euch neues gibt
euer junge ist echt süß 
macht weiter so und lasst noch viel von euch lesen