Blutspenden in großem Stil

Oder: Das ILSE-Süde/LesFam-Bodensee-Camping-Wochenende.

(Blutspenden daher, weil ich ganz alleine schon eine ganze Sippschaft von Stechmücken ernährt habe. Sieben Stiche alleine auf meinem rechten Handrücken und ungefähr 50 auf beide Beine verteilt. Mann, muss ich gut schmecken.)

Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal beim Regenbogenfamilien-Camping dabei. Eine Anmerkung zuerst: Camping und ich sind jetzt nicht so wirklich gute Freunde. Meine Frau und mein Sohn hingegen stehen total darauf. Also bin ich zwei zu eins überstimmt und gehe mit dem Zelt auf den Campingplatz.

Es war für uns interessant  zu sehen, wie viele Familien da waren und wie unterschiedlich alle doch irgendwie sind. Und wie immer bin ich erstaunt darüber, wie freundlich, aufgeschlossen und gut erzogen die Kinder aus solchen 2-Mama-Familien sind. Das viel mir schon bei unserem Spendertreffen im Mai auf. Es macht wohl wirklich einen Unterschied, ob man ein Kind wirklich will und Himmel und Hölle in Bewegung setzt um es zu bekommen, oder ob es halt einfach so passiert, weil man das halt so macht. (Was natürlich auch nicht bei allen so ist, aber ich finde den Unterschied einfach enorm.)

Was mir auch auffiel, es gibt keine zwei Geschichten, die gleich sind. Von wegen stereotype Lesbe und so.

Witzigerweise war im Zelt direkt neben uns eine Familie mit ihrem fünfjährigen Sohn, die nur wenige Kilometer von uns entfernt wohnen. Da mussten wir natürlich gleich mal Adressen austauschen, damit wir uns in Zukunft auch mal sehen können.

Im Großen und Ganzen war das Wochenende sehr interessant und ich denke für Squishy werden solche Veranstaltungen wichtiger werden, je älter er wird. Einfach um zu sehen, dass er nicht das einzige Kind mit zwei Mamas ist. Ich finde sowas interessant, brauche es aber nicht wirklich für mich, da ich eher ein Einzelgänger bin, wie meine Frau übrigens auch. Das Maximum an Geselligkeit liegt bei mir etwa bei 10 Personen und alles was drüber ist, ist irgendwie zu viel.

Ich denke aber, wir werden nächstes Jahr wieder gehen. Vorausgesetzt es regnet nicht. Denn zelten und regnen ist wirklich zu viel für mich. So outdoor-happy bin ich dann doch nicht.

Cool war übrigens auch die virtuellen Blogger endlich Mal in echt kennenzulernen. Die Stuggis kannten wir ja schon, aber die Schokojule haben wir zum ersten Mal getroffen.

Ach ja, ratet mal, wer sich während der Vorstellungsrunde am Bodensee mit sämtlichen Klamotten in den See verabschiedet hat? Klar, unser Wasserkind. Am nächsten Tag durfte er dann mit mir noch mal ganz rein. Geschlotter hat er am ganzen Körper aber raus wollte er nicht.