Vollzählig

Seit gestern Abend sind wir wieder vollzählig unter einem Dach vereint. Wurde auch Zeit. Ich durfte feststellen, dass “die Ruhe genießen” so überhaupt nicht meins ist. Ich finde das enorm langweilig und wenn ich so planlos in den Tag hineintrödle, bekomme ich wesentlich weniger geschafft als wenn ich versuche, sinnvolle Dinge zu machen unter erschwerten Umständen, sprich Kind am Bändel. Auch wenn ich mir ganz arg vornehme, etwas zu machen, zögere ich das hinaus ohne Ende, weil das Nichtstun einfach so lähmend ist, dass ich überhaupt nicht mehr in die Gänge komme. Schön, dass das vorbei ist und ich mich jetzt wieder darüber beschweren kann, dass ich keine zwei Minuten Ruhe habe. Ist doch besser so.

Am Wochenende geht es dann in die Niederlande. Unser erstes Spendertreffen steht an und wir sind schon ganz gespannt auf die Halbgeschwister und deren Eltern.

Oh Mann

Ich war eben mal fix im Schwarzwald und habe unser hitzestichiges Kind abgeholt. Zwischenzeitlich ist es 1:15 Uhr, draußen hat es noch 24 Grad und endlich, endlich schläft Squishy friedlich in seinem Bett.
Um halb neun rief mich Cerah an, ich solle den Kleinen abholen. Er würde nur noch weinen und nach hause wollen. Einen kleinen Sonnenstich hat er sich wohl auch geholt. Es ginge einfach nicht mehr.
Also habe ich mir den Hund geschnappt und bin unverzüglich losgefahren. Um 22 Uhr war ich dann da. Sämtliches Gepäck wurde ins Auto geladen. Squishy konnte es gar nicht erwarten endlich in seinen Autositz zu kommen und nachhause zu fahren. Er hatte wohl echt genug. Cerah wäre gerne mitgekommen, muss aber noch bis morgen aushalten, da sie eine der Hauptverantwortlichen dort ist.

Und das Drama nahm seinen Lauf. Kurz nach dem Losfahren fing er an zu husten. Dachte ich mir nichts dabei. Etwa 30 Minuten später kommt, was kommen musste: Husten, Mageninhalt nach oben und so weiter. Ich brauchte einen Moment bis ich eine Gelegenheit fand, um rechts ran zu fahren. Im Dunkeln sind diese Haltebuchten, im Endeffekt war’s dann eine Bushaltestelle, nicht so einfach zu sehen. Angehalten, die Situation evaluiert, Melonenduft-Feuchtücher ausgepackt und losgewischt. Muss ich noch erwähnen, dass das Kind die ganze Zeit völlig hysterisch schrie? Ich wische da also vor mich hin, als auf einmal der Hund über uns drüber springt und auf die Straße rennt. Hund? Bitte was? Der war doch im Auto festgemacht. War – ist das entscheidene Wort. Und da war er auch schon im Wald verschwunden. Mir ist das Herz in die Hose gerutscht. So richtig auf Komando zurück kommen tut Mia nämlich noch nicht. Shit! Ganz großer Riesenshit. Da kam sie auch schon wieder aus dem Wald angerannt, um sich dann mitten auf der Straße auszutoben. Ich dachte mir nur: Scheiße. Wenn du sie nicht so schnell wie möglich kriegst, dann ist sie für immer weg. Also was mache ich? Schmeiße mich wie im Film auf den Hund auf der Straße und schürfe mir bei diesem Stunt beide Kniee auf. So richtig nett. Aber wenigstens hatte ich sie erwischt und konnte sie zurück ins Auto verfrachten und wieder festmachen.

Mann oh Mann. Ob Squishy während dieser Aktion geschrien hat ober nicht, kann ich gar nicht mehr sagen. Der blieb wo er war, war zwar völlig verkotzt, aber nicht in Lebens- bzw. Verlorengehgefahr wie der depperte Hund. Was tut man nicht alles für die Wesen, die einem ans Herz gewachsen sind. Seien es nun zwei- oder vierbeinige.

Ewigkeiten später war das Kind wieder halbwegs sauber, die Melonenduft-Feuchttücher leer und wir wieder unterwegs. Den Rest des Weges – war ja nur noch etwas über eine Stunde – bin ich dann mit 60 km/h den Schwarzwald runtergeschlichen. Letzes Jahr hat er an ziemlich der gleichen Stelle, nur auf der anderen Seite, schon das gleiche gemacht. Die kurvigen Straßen bekommen ihm einfach nicht.

Zu guter Letzt kam ich dann auf der Autobahnabfahrt, 10 Minuten von zuhause, noch in eine Polizeikontrolle. Der nette Herr war aber ganz nett und ließ mich nach einem: Ohje, da muss aber jemand ins Bett! – mit Blick auf den Kleinen auch gleich weiterfahren.

Um Mitternacht waren wir dann zuhause und eine Stunde später schlief er auch endlich. Das werde ich jetzt dann auch machen. Morgen wird ein anstrengender Tag. Völlig gestörter Schlafrhythmus, das muss sich erst wieder einrenken.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich auf dem Weg nach oben in Freiburg geblitzt worden bin? Mit 90 in einer 60-Zone. Wunderbar. Das wird dann mein zweiter Strafzettel in diesem Jahr und in meinem Leben bisher.

Fertig

Endlich bin ich mit dem Buch fertig, was ich seit März immer wieder mal häppchenweise lese. (Zu finden wie immer bei den Büchern 2009.)

Endlich kann ich mit dem Edward und der Bella anfangen. Alle vier Bücher nennen sich mittlerweile mein Eigen und ich bin mal gespannt, wie die so sein werden. Und hoffentlich brauche ich da nicht auch drei Monate pro Buch sonst bin damit erst 2010 durch.