Spendertreffen
Lange Fahrt, schöne Stadt, interessantes Treffen.
Auf der Hinfahrt hatten wir zweimal Stau, ein Kind welches nicht schlief bzw. nur ein Stündlein von 18 bis 19:00 Uhr und den Rest der Zeit wach war. Dieses Kind schläft einfach nicht im Auto. Dafür war er dann aber bei unserer Ankunft total platt und ist ohne einen Pieps im Tiefschlaf versunken. Wir übrigens auch. Fünfeinhalb Stunden Autofahrt ist schon ziemlich lang.
Übernachtet haben wir bei unserem Spender, hatten da auch Frühstück und sind dann geflüchtet als das Kamerateam kam. Okay, nicht wirklich geflüchtet, wir wussten ja, dass die kommen und dass wir kein Teil der Dokumentation werden wollten. Also sind wir mit Kind und Hund in die Stadt, um die niederländische Wirtschaft etwas anzukurbeln, was die wohl auch brauchen können. (Interessante Marketingidee übrigens. Der Krisen-Verkauf bzw. Weltuntergangsstimmungsverkauf.)
Das Treffen selbst war dann auch interessant. Die Kameras waren natürlich wieder dabei, viele Eltern und Kinder und unser aller Spender mittendrin. Ich fand, dass die Kinder sich minimal bis überhaupt nicht ähnlich sahen. Ähnlichkeit sah ich immer nur mit der dazugehörigen biologischen Mutter. Aber alle waren nett. Ich hatte bei niemandem das Gefühl, dass das Kackbratzen wären, weder bei den Eltern noch den Kindern und das ist in meinen Augen sehr positiv. Spricht ebenfalls für die Menschenkenntnis unseres Spenders.
Die Motivation zu so einem Treffen zu gehen ist – für uns auf jeden Fall – natürlich erst Mal die Neugierde auf die anderen von denen man teilweise nur gehört hat bzw. überhaupt nichts weiß und dann natürlich Nicholas die Chance zu geben, seine Geschwister kennenzulernen und mit ihnen zu spielen. Im Moment ist das für ihn noch unbedeutend, wird aber später zunehmend an Wichtigkeit gewinnen. Denken wir auf jeden Fall.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und beim nächsten Mal haben wir dann auch die Chance, Aachen kennenzulernen, denn da wurde uns gleich eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten. Von einer sehr netten Halbgeschwistermama, die wir bisher nur per Mail kannten. (Beim googlen unseres Spenders stolpert man früher oder später über dieses Blog.)
(Und nein, wir haben keinen Versuch für Kind Nr. 2 gestartet. Das nur so nebenbei. Im Herbst irgendwann vermutlich. Je nachdem. )

