Englisch mit Belle – Teil 4

Und heute:

Der englische Na.zi, der mit dem deutschen nicht wirklich viel zu tun hat und von mir immer verpunktet werden wird, weil ich solches Klientel nun wirklich nicht bei mir brauchen kann.

Der wohl berühmteste Na.zi in der englischen Sprache ist der Suppen-Nazi von Seinfeld. Als ich diese Folge zum ersten Mal gesehen habe, war ich mehr als irritiert, denn was eine Suppe mit einem  N.azi zu tun haben soll, war mir selbst dann nicht klar, als die Folge rum war. (Wobei das bei Seinfeld eigentlich kein Wunder ist, denn das ist/war definitiv eine Show, die sich mir nie erschlossen hat.)

Was also der englischsprechende Mitmensch sagen will, wenn er über eine Person sagt, sie sei in dieser und jener Hinsicht ein N.a.zi, ist damit in etwa gemeint, dass diese Person auf diesem Gebiet ein herrschsüchtiger Tyrann ist. Oder auch ein rechhaberischer Besserwisser. Z.B. der “Health Nazi” würde woh als Gesundheitsfanatiker übersetzt werden. Also ist der Seinfeld’sche Suppen-Nazi schlicht und ergreifend ein Suppenfanatiker, der in seinem Suppen-Imbiss in Manhattan extrem strenge Regeln eingeführt hat, um zu gewährleisten, dass das Geschäft läuft und der mit diesen besagten Regeln milde übertreibt. Der Begriff N.azi wird in dieser Weise von den Amis häufiger benutzt.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass wir das jemals übernehmen werden, da ich sicher nicht die Einzige bin, die erst Mal zusammenzuckt, wenn jemand als “Gesundheits-N.az.i” bezeichnet wird. Ich denke da eher an medizinische Experimente an Menschen in einem KZ als an einen Gesundheitsfanatiker.

Schnuller-Ende

Wir haben da ja so ein Kind. Eines, was nur eine ganz bestimmte Art von Schnullern nimmt. Und zwar eine, die nicht mehr produziert wird und die wir vor langer Zeit – aus Jux und Dollerei – in einem Restpostenmarkt erstanden haben. Das  war wohl die dümmste Idee seit langem. Denn das bedeutet, dass man sie nicht mehr kaufen kann und der Mini-Bestand, den wir hatten/haben reichen muss, bis die Schnullerzeit rum ist. Bis vor kurzem, um nicht zu sagen, bis vorgestern hatten wir auch noch drei davon. Dummerweise hat Sohnemann dann beschlossen, dass es an der Zeit wäre in einer Nacht gleich zwei Schnuller mit seinen Zähnen zu bearbeiten und zu verlöchern. Tja, und drei minus zwei ist nun mal eins. Das heißt wir haben noch einen einzigen Schnuller. Wenn er den auch noch zerbeißt, dann war’s das. Ich hatte fast schon befürchtet, dass es heute schon so weit ist, aber scheinbar hat es geholfen, dass wir ihm erklärt und demonstriert haben, dass er die zwei Schnuller kaputt gemacht hat und die deshalb in den Müll müssen. Da hat er schon ziemlich betroffen geschaut, denn gleich zwei seiner heißgeliebten “Buuh”* in den Müll schmeißen zu müssen, ist hart. Bin ja mal gespannt, wie lange das anhält. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Schnullerära noch vor Ostern vorbei sein wird. Ist mir eigentlich auch ganz recht, denn je eher die Dinger verschwinden, desto besser.

*Wir sagen zum Schnuller “Lulli” und weil er das nicht richtig aussprechen kann, sagt er “Buuh”.