Achtlinge

Ist ja im Moment überall in den Medien. Die nette Dame, Nadya Suleman, aus Amerika mit ihren Achtlingen. Die Dame, die a) noch bei Mami und Papi wohnt, b) bereits sechs Kinder hat, c) arbeitslos it und d) auf ihrer Homepage um Geld bettelt.  Das ist ja wohl der größte Egoismus der mir in letzter Zeit untergekommen ist.

“Ich war ein Einzelkind und wollte schon immer eine große Familie.” Ähm, ja. Was ist das denn bitte. Nicht nur, dass so eine Mehrlingsschwangerschaft für Mutter und Kinder sehr gefährlich werden kann, aber hat die schon mal einen Gedanken daran verschwendet, wie das erst ist, wenn die alle auf der Welt sind. Und sie sich darum kümmern muss? Plus die sechs anderen, die da ja auch noch rumrennen? Die Drillinge, die ich betreut habe und das nicht alleine, fand ich schon zu viel. Mindestens ein Kind kommt da immer zu kurz.

Ich persönlich finde das verantwortungslos. Ich kann doch keine Kinder in die Welt setzten und schon gar nicht in solchen Mengen, wenn ich die nicht mal versorgen kann.

Und nachdem ich jetzt Teile des Interviews mit ihr gesehen habe, bin ich der Ansicht, dass die Gute auch nicht so ganz in der Realität lebt. Im Herbst möchte sie wieder aufs College gehen, um ihre Ausbildung zu beenden, damit sie dann, in der Zukunft irgendwann mal, ihre Kinder ernähren kann. Sie denkt, dass alle die sagen, dass sie unverantwortlich ist, das nur tun, weil sie eine alleinerziehende Mutter ist.

Das gehört für mich wieder in die Kategorie: Kinderwunsch um jeden Preis. Wenn sie doch schon sechs hat, wieso braucht sie da noch mehr? Ich kann das nicht verstehen. Ich würde mich schämen, wenn ich nicht für meine Kinder sorgen könnte. Sicher liebt sie die Kinder. Kein Zweifel. Aber nachvollziehen kann ich das trotzdem nicht. Was, wenn ihr was passiert? Dann stehen 14 Kinder ganz alleine da. Sie könnte ja bei der nächsten Geburt sterben. Auf der Straße von einem Auto angefahren werden.

Für mich sieht verantwortungsvolle Elternschaft anders aus.