Konversation gestern mit meiner Oma. Anlass dazu war die Menge an Spielzeug, die unser Wohnzimmer aussehen lässt wie ein Außenlager von Toys ‘R Us.
“Ja, das werft ihr dann aber nicht weg, wenn er nicht mehr damit spielt?” (Anm. d. Redaktion: Meine Oma wirft nie irgendetwas jemals weg, denn man könnte es ja nochmal brauchen.)
“Nein, wir räumen das dann weg.”
“Ja, dann könnt ihr das ja bei deinen Eltern auf dem Dachboden lagern.” ( Genau, mein Vater wird sich freuen, wenn wir da noch mehr Krempel hinschaffen.)
“Oder eher bei uns im Keller. Obwohl da irgendwie auch schon alles voll ist.”
“Oder… Aber ihr wollt ja eh keine Kinder mehr.”
“Doch schon.”
Erstaunter Blick der Oma. “Aber?”
“Naja, erst Mal brauche ich einen vernünftigen Job. Schließlich macht es nicht viel Sinn, Kinder in die Welt zu setzen, die man dann nicht ernähren kann.”
“Hm.” Und Themawechsel.
Amüsieren tut mich das immer wieder. Ich glaube bzw. sie hat mir mal erzählt, dass wenn sie damals die Wahl gehabt hätte, sie keine Kinder gewollt hätte. Zum Glück hat sie die nicht gehabt, sonst wäre ich heute nicht hier. Ich habe es nie als Einschränkung empfunden, ein Kind zu haben. Ich wußte worauf ich mich einlasse und vermissen tue ich nichts. Wie dem auch sei. Sie war damals schon recht erstaunt, als wir Squishy angekündigt haben, dass wir überhaupt Kinder haben wollen. Und jetzt noch ein zweites? (Okay, wenn’s nach mir ginge, ja noch zwei Mal Zwillinge, aber da streikt dann Cerah.) Allerdings muss ich sagen, dass sie die allererste war, die kapiert hat, wer Mama und wer Mommy ist und das auch gleich von Anfang an so gesagt hat. Fit ist sie auf jeden Fall meine Oma und von ihrer Weltoffenheit könnte sich so manch 18-jähriger noch was abschneiden. Ach ja, so einen schwulen besten Freund hätte sie sich auch vorstellen können. Das wäre doch sicher nett gewesen…