Jedes Mal, wenn ich wieder was von der wunderbaren Agentur für Arbeit im Briefkasten habe, bekomme ich Bauchschmerzen. Alleine, dass die das mit arriva schicken macht mich schon wahnsinnig. Das ist so ziemlich der langsamste Verein, den ich mir vorstellen kann, aber wohl am billigsten. Und dann diese Formulare. Boah, ich könnte kotzen. Die wollen von mir ein Kündigungsschreiben, sonst bekomme ich kein Arbeitslosengeld. Hallo? Wieso Kündigung? Mein Arbeitsvertrag ist befristet. Da gibt es keine Kündigung. Das habe ich denen aber auch gesagt. Und wieso muss ich einen Arbeitsnachweis von meinem Frankfurter Arbeitgeber beibringen? Ich dachte es zählen die letzten 12 Monate? Und von Oktober 2007 bis März 2009 sind es ja wohl mehr als 12 Monate und die habe ich komplett in Freiburg gearbeitet.
Das ist so frustrierend. Die machen mich wahnsinnig. Und wofür das alles? Für nichts und wieder nichts. Für 2,50 Euro im Monat, von denen wir nicht leben können. Die letzten zwei Mal Jobwechsel habe ich das nicht gemacht, da habe ich aber auch jedes Mal selbst gekündigt. Da bekommt man dann eh nichts. Auch keine 2,50 Euro. Bis Ende Januar habe ich noch, wenn sich dann hier in der Gegend nichts auftut, ziehen wir um. Dahin, wo es Arbeit für mich gibt. Meiner Schätzung nach liegt diese Wahrscheinlichkeit bei über 90 %, denn wenn ich mir so anschaue, was hier angeboten wird, nämlich gar nichts, dann bleibt uns wohl nicht viel anderes übrig. Und dass wir überhaupt nicht umziehen wollen, ist dabei völlig irrelevant. Denn spätestens nach einem Monat Arbeitslosigkeit wären wir geschieden, weil ich mir mit meiner unwahrscheinlich guten Laune sehr viele Freunde machen würde. Nicht ohne Grund bin ich diejenige, die arbeiten geht und nicht mit Squishy zuhause bleibt. Ich kann das einfach nicht.
Wie schön. Meine gute Laune kennt jetzt schon keine Grenzen.