Jammern – Oder so

Ich bin blockiert. Sehr sogar. Mein Kopf läuft schier über von Sachen, an die ich den ganzen lieben langen Tag denke, aber das meiste ist zu sehr ich als dass ich es hier ausbreiten könnte oder wollte oder sollte.
Mein Nervenkostüm ist nach wie vor sehr fragil und die kleinsten Kleinigkeiten bringen mich schier zum Ausrasten oder Verzweifeln oder Tränenausbrüchen. So zum Beispiel regt es mich enorm auf, dass ich mein Auto immer noch nicht wieder habe, dass der Gutachter ein zweites Mal kommen musste und überhaupt und sowieso.
Und dann hatte heute früh auf der Autobahn doch tatsächlich so ein Sportwagen, der so flach auf der Straße liegt, dass man ihn kaum sieht, die Frechheit mir per Lichthupe zu signalisieren, dass ich mich mit meinem E-Mercedes auf die Seite bewegen soll. Ja, geht’s noch? Fahr ich einen Traktor oder was? Dieses Auto übt einen schlechten Einfluss auf mich auf und sollte sich so bald wie möglich von mir entfernen.
Ich freue mich auf Weihnachten. Zwei Wochen keine Arbeit und somit keine Frustration und zurückgehaltenen Mordgelüste.
Nach wie vor habe ich ständig Kopfschmerzen. Ein Teil davon kommt von diesem dämlichen Schleudertrauma, der andere Teil von dieser ständigen Anspannung, die ich mit mir rumtrage.
Weihnachten ist ein Lichtblick. Rumhängen, viel Süßkram essen und die Seele baumeln lassen. Vielleicht habe ich hinterher auch wieder die Energie, etwas zu machen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Bis dahin jammere ich hier noch so ein bisschen rum.