Nick's Worte

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vggfe

(Immerhin ist er jetzt zwei, da darf er dann schon seine eigenen Blogeinträge verfassen. Gebt mir Bescheid, wenn ihr wisst, was er uns damit sagen will. Danke)

Arkana

Prinzipiell bin ich ein sehr realistischer und bodenständiger Mensch. Aber eben nur meistens. Zeitweise habe ich enorm abergläubische und esoterische Anfälle, die ich dann aber gerne zelebriere.

Als ich 12 war, wurde mir im Kerzenschein beim Gläserrücken vorhergesagt, dass ich mein Abitur nicht schaffen würde. Das hst mich für eine ganze Weile beunruhigt, bis ich dann mein Abitur hinter mir hatte und das auf Anhieb bestand. So ganz in Ruhe gelassen hat mich dieses spirituell-esoterische Zeug aber trotzdem nicht.

Wenn ich irgendwo feststecke, alles gerade mies läuft oder ich mich mit Fragen quäle, deren Antwort ich nicht weiß, dann befrage ich meine Tarotkarten. Früher konnte ich das recht gut, wußte sogar mal welche Karten zur großen und welche zur kleinen Arkana gehören und was sie im Groben bedeuten. Witzigerweise hat mich die Bravo (gibt es die heute eigentlich noch?) dieser Thematik nähergebracht, da das damals gerade trendy war. Es gab da ein Set Tarot-Karten im Heft und ich weiß nur noch, dass Axl Rose die Karte des Gehenkten darstellte. Irgendwann später gab’s die Dinger dann mal bei Tchibo. Mit Erklärbuch dabei. Die hatte meine Mutter, die gerne mal so Schnickeldi Sachen kauft, mitgebracht. Und die habe ich noch heute. Momentan weiß ich nicht, wo die sich befinden – vermutlich im Keller – aber ich habe das Gefühl, ich sollte mal wieder die Karten konsultieren.

Ich weiß nicht, ob die Karten mir jemals etwas erzählt haben, was ich nicht sowieso schon wußte. Ich glaube allerdings, dass man in den Karten das liest, was man lesen will oder soll und dass einem ganz oft die Antwort auf die quälenden Fragen schon klar sind. Allerdings nur irgendwo im Unterbewußten. Und um sie da rauszubekommen, muss man manchmal unorthodoxe Methoden anwenden.

So, und jetzt habe ich mich auch als Räucherstäbchen-Tussi geoutet.

Gorilla-Achseln

Da war ich also diese Woche zum Röntgen, was wesentlich länger gedauert hat als ich das eingeplant hatte. Wenigstens war ich nicht alleine, da ich meine Mama als Chauffeur verpflichtet hatte und Cerah und Squishy zum Spaß mitgekommen sind. Die Oma hat in den zwei Stunden Arztaufenthalt mit Squishy mehrere Ausflüge nach draußen unternommen und Cerah hat brav mit mir gewartet und mich unterhalten.

Der Arztbesuch verlief in drei Etappen. Warten, dem Arzt erzählen, wo mein Problem liegt, nochmal warten, röntgen, noch mehr warten, mit dem Arzt die Röntgenbilder besprechen. So weit, so gut. Nur leider habe ich eines vergessen. Um meine Wirbelsäule begutachten zu können, muss ich mich obenrum entblößen. Prinzipiell kein Problem, wenn es da nicht den Schämfaktor gäbe: Gorilla-Achseln. Ups. Ich muss gestehen, es ist Winter, es ist kalt und ich brauche mein Fell, um mich warm zu halten. Peinlich nur, wenn man vor wildfremden Menschen seinen Pelz herzeigt, weil sich das leider nicht vermeiden lässt.

Nachdem sich Cerah erst mal den Ast gelacht hatte, meinte sie, das wäre nicht so dramatisch, der Arzt hätte sicher schon schlimmeres gesehen bei all den alten Frauen, die er sich täglich anschauen muss. Da hat sie wohl Recht, peinlich ist es trotzdem.