Eigentlich hätte heute ein schöner Tag sein sollen, aber irgendwie war das dann doch nicht so. Schade, sehr schade.
Ich hatte mich mich für eine Stelle im öffentlichen Dienst beworben und heute früh ein Vorstellungsgespräch. Das war auch gut. Die Leute waren nett, die Aufgaben hören sich gut an und alles war rosarot. Bis dann die Sprache auf die Bezahlung kam. Nicht so gut. Ich würde etwas mehr als die Hälfte bekommen, von dem, was ich jetzt verdiene. Mir war nicht bewußt, dass Stellen im öffentlichen Dienst so miserabel bezahlt werden. Davon können wir leider nicht leben. Egal wie ich es drehe und wende, aber das funktioniert nicht. Da habe ich ja bei meiner allerersten Stelle fast mehr verdient.
Ich finde das sehr, sehr schade. Da hätte ich gerne angefangen.
Doof war es auch, da eine Stunden nach dem Gespräch anrufen zu müssen, um mittzuteilen, dass ich die Stelle nicht annehmen kann. Der nette Mann war erst Mal sprachlos, als ich ihm sagte, dass ich momentan fast doppelt so viel bekomme. Enttäuscht war er auch, meinte aber, er hätte das schon befürchtet. Er sei aber froh, dass ich ihm das so schnell mittgeteilt hätte. Ich wäre die erste Wahl gewesen und jetzt müssen sie sich halt an die Nummer zwei wenden.
Das tut mir in der Seele weh, da ich dort auch bereits am 15. hätte anfangen können. Wieso bezahlen die denn auch so schlecht? Ich wäre ja auch bereit für weniger zu arbeiten, aber zum Leben muss es schon reichen. Das ist so deprimierend.
Das positive daran: Ich wurde überhaupt eingeladen. Ich habe scheinbar einen guten Eindruck hinterlassen. Ich bemühe mich sehr, das Positive daran zu sehen, auch wenn es mir schwer fällt und ich grad eigentlich alles blöd finde.