Wieso sind die interessanten Stellen eigentlich alle befristete Elternzeitvertretungen? Und wie bitte soll ich von einer Teilzeitstelle als Empfangssekretärin leben? Da reicht ja weder die Empfangssekretärin und schon gar nicht die Teilzeit zum Leben. Und da sind vielleicht viele merkwürdige Sachen da draußen, die schon von weitem nach Abzocke riechen. Stellenanzeigen, die aus exakt 8 Zeilen bestehen sind nicht wirklich vertrauenserweckend.
So richtig glauben, dass ich auf Stellensuche bin – mal wieder – kann ich noch gar nicht. Wobei meine Arbeitsmotivation doch schon stark nachlässt. Aber wen wundert’s. Zudem habe ich heute gemerkt, dass das gute Verhältnis zu meinem – mittlerweile ja fast schon ehemaligen – Chef wirklich sehr viel zum Spaß an der Arbeit beigetragen hat. Der hatte heute nämlich Urlaub und nur der neue war da. Das auf Dauer? Nein danke. Ist nicht mein Fall. Wobei da vermutlich noch der Faktor – du Affe, hast mich quasi rausgeschmissen – eine enorme Rolle spielt. Der innere Widerwille wächst täglich. Anmerken lasse ich mir das natürlich nicht oder versuche auf jeden Fall, mir nichts davon anmerken zu lassen. Die letzten paar Tage war der gute Mann auch irgendwie ziemlich schlecht gelaunt. Weiß der Geier warum. Vermutlich sind wir ihm nicht unterwürfig und deprimiert genug. Da fehlt dann die Genugtuung, dass man so ein mächtiger Mann ist. Gähn.
Wie dem auch sei, mein/unser Dasein ist momentan hauptsächlich davon geprägt. Panik habe ich bisher noch nicht, das kommt vermutlich, wenn sich bis Ende März immer noch nichts getan hat. Zum Glück ist es bis dahin noch etwas. Und hoffentlich habe ich zwischendurch auch mal die Muse, nicht nur über die Arbeit zu jammern, sondern auch mal wieder Windelcontent einzubringen oder Merkwürdigkeiten des täglichen Lebens.