Die Oma hat's zuerst gesehn

Squishy zahnt. Die noch fehlenden Backenzähne bzw. nach meinem Kenntnisstand einer davon ist bereits durchgebrochen und tut scheinbar auch ziemlich weh. Die erste, die es gesehen hat, war die Oma, die am Sonntag durch Zufall einen Blick in Nicks Mund erhascht hat und eine kleine weiße Spitze gesehen hat. Bis dahin war ihm auch noch nichts anzumerken. Seit gestern jedoch steckt er sich ständig die Finger in den Mund und jammert “mouth, mouth”. Zähneputzen mag er auch nicht mehr so sehr, obwohl er da normalerweise mit Feuereifer dabei ist. Heute Mittag war es dann so schlimm, dass er Fiebersaft bekommen hat und danach war dann alles wieder okay. Um ehrlich zu sein, bin ich wirklich froh, dass Squishy in dieser Hinsicht so unkompliziert ist. Wenn ich mir da die Horrorgeschichten in Erinnerung rufe, die mir Kollegen da erzählt haben, von wegen keine Nacht mehr durchgeschlafen, ständiges Geschrei, absolut unleidlich etc., da bin ich dann wirklich froh darüber, wie unspektakulär das bei uns abläuft. Man merkt zwar, dass was im Busch ist, aber Terror gibt es zum Glück keinen.

Diese letzten Backenzähne des Milchgebisses nennt man im Englischen übrigens Two Year Molar, weil sie normalerweise um den zweiten Geburtstag rum durchbrechen. Eine deutsche Entsprechung dazu habe ich leider nicht gefunden, obwohl es mich immer sehr interessiert wie sowas denn bei uns heißt.

Gefühlswelt

Da musste ich gestern Nacht dran denken:

„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“

(I went to the woods because I wanted to live deliberately. I wanted to live deep and suck out all the marrow of life. To put to rout all that was not life; and not, when I had come to die, discover that I had not lived. Henry David Thoreau)

Mein heutiges Motto: Carpe Diem!