Da waren wir also gestern früh beim Kinderarzt zur U7. Nur der Squishyund ich, weil die Mommy zum Unterrichten weg ist. Welch ein Ereignis. Aber hier erst mal die Daten:
Gewicht: 11,7 kg (immer noch ziemlich leicht aber im Normalbereich)
Größe: 86 cm (zuhause gemessen 89 cm, nach dem Schreianfall beim Arzt bezweifle ich auch, dass 86 cm stimmt)
Kopfumfang: 49 cm
So richtig kooperativ war Squishy nicht, aber es hielt sich noch in Grenzen.
Das Wartezimmer war klasse, da gabe es einen Schaukel-Elch und ganz viele andere Spielsachen. Als wir dann dran kamen, hat uns erst die Arzthelferin verarztet. Das Wiegen ging klasse. Wir haben auch seit dem letzten Drama auf der Kinderarztwaage zuhause fleißig geübt, wie man auf eine Waage steigt und da auch bleibt. Länger als 2 Sekunden. Ohne zu schreien und Angst zu haben. Das Messen an der Wandmesslatte ging nur unter riesen Geschrei und Tränen. Das hasst er zuhause auch, war also zu erwarten und nicht weiter verwunderlich.
Dann durfte er noch den Lang-Stereotest machen. Das war auch ziemlich lustig. Die Arzthelferin (heißt das politisch korrekt überhaupt noch so?) hielt eine etwa DINA5 große Karte mit vielerlei schwarzen und weißen Punkten vor ihn und fragte: Wo ist das Auto? Sinn der Übung ist es die drei Formen in 3D hervorstechen zu sehen. Wie auf diesen lustigen Postkarten, die man hin und her bewegt und einmal hat der Hund offene Augen und einmal schläft er. Squishy auf Anhieb auf das Auto gezeigt. Dann wollte sie wissen wo der Stern ist, woraufhin ich ihn fragte: Where is the star? Denn ich bin mir nicht sicher, ob er mit Stern etwas anzufangen weiß. Das war auch ein Treffer, nur mit der Katze hat er etwas länger gebraucht. Obwohl er Katze und Kitty kennt. Aber um ehrlich zu sein sah das Ding nicht wirklich wie eine Katze aus. Ich nehme mal an, ihm ging es ähnlich. Dann haben wir uns überzeugen lassen, dass das eine Katze ist und auch munter mal draufgezeigt.
Danach hieß es erst mal auf die Ärrztin warten und die Spielsachen im Behandlungszimmer auseinander nehmen. Bauklötze waren da, ein Tisch mit zwei Stühlen und eine Motorikschleife an der Wand, die total klasse war. Als die Ärztin dann endlich kam, ging sie auf Squishy zu und meinte: Hallo, guten Tag, Salomon. Null Reaktion von Squishy. Dann dreht sie sich zu mir um, sagt hallo und wird von mir dezent darauf hingewiesen, dass das da nicht Salomon ist. Irritierter Blick ihrerseits: Oh, das würde das dann erklären (auf der Akte stand Geburtsjahr 2003. Wie ein 5-jähriger sieht Squishydann wirklich nicht aus) und hat sich auf die Suche nach dem echten Salomon gemacht und gemeint, wir seien dann nach ihm dran. Mir auch recht, das Kind ist gutgelaunt und kann auch noch ein bisschen weiterspielen.
Als wir dann endlich in echt dran waren, gingen die Untersuchungen mit Herztönen und Lunge abhören auch ziemlich okay. So lange sich Squishy an mich dranklammern konnte, hat er nur zugeschaut und sich nicht weiter negativ zum Geschehen geäußert. Mund aufmachen war nur sehr bedingt möglich, allerdings auch noch ohne Geschreie, erst als es nach der Untersuchung der Ge.schlechts.teile wieder ans Windelanziehen ging, war Geschrei angesagt. Da war dann aber schon rum und somit kein weiteres Drama möglich bzw. nötig.
Die restlichen Punkte, hat sie dann nur von mir abgefragt. Ob er am Tisch mitisst, auf seinem Bobbycar oder sonstigem Gefährt fährt, ob er im Wechselschritt Treppensteigen kann, ob er klettert, ob er Türme baut. Zur Sprachentwicklung musste sie mich auch befragen, denn Squishy hat die ganze Zeit über keinen Ton von sich gegeben. Ob er mehr als 10 Worte sagt, ob er zwei-Wort-Sätze bildet und sonst nicht mehr wirklich viel.
Ach ja, was noch witzig war. Sie hatte da dieses Teil, mit dem man in die Ohren leuchtet, keine Ahnung wie sowas heißt und erzählte ihm, dass sie da eine ganz tolle Taschenlampe hätte. Der Papa hat doch sicher auch eine Taschenlampe zuhause. Da musste ich natürlich einwerfen, dass wir überhaupt keinen Papa zuhause haben, sondern zwei Mamas. (Wir waren bisehr immer nur bei ihrem Mann gewesen). Ihr einziger Kommentar: Ach so, aber eine Taschenlampe haben sie doch auch, oder? Eigentlich hätte ich mir den Einwand auch sparen können, aber ich konnte es mir nicht verkneifen.
Im großen und ganzen ist mir aufgefallen, dass sie außer der körperlichen Entwicklung (und selbst das nur bedingt) eigentlich gar nichts wirklich bewerten kann. Auf die Fragen kann ich antworten, was ich will. Vielleicht denke ich mir auch, dass er das alles tut oder bilde es mir ein, aber bemerken, dass wirklich was nicht in Ordnung ist, könnte sie so nicht. So nach dem Motto: Ja, normalerweise macht er das, aber hier ist alles so ungewohnt und anders, da ist er nicht er selbst… Also normalerweise liest er zuhause ja auch Shakespeare, aber hier hat er jetzt grad keine Lust zum lesen…
Auf jeden Fall war die ganze Aufregung umsonst und alles ist gut. Nicht, dass ich das bezweifelt hätte, dazu werde ich einfach zu gut über die aktuellen Entwicklungsschübe von meiner persönlichen Pädagogin/Erzieherin informiert, aber es interessiert einen dann halt doch immer wieder, was denn der/die Kinderarzt/ärztin dazu meint.