Neulich saß ich mal wieder beim Arzt rum und durfte mich im Wartezimmer mit diversen Zeitschriften vergnügen. Und weil da saß und saß und noch länger saß – okay, so lang war’s auch nicht, schließlich wartete ich nur darauf, dass die Frau Doktor mir mein Rezept unterschreibt – habe ich mich dann dazu hinreißen lassen, in diversen Zeitschriften zu schmökern. Unter anderem in der schönen Zeitschrift “Eltern”, die ich normalerweise meide, weil ich von so Elternratgeberdingern nicht wirklich viel halte. Aber so einmal im Jahr gönne ich mir das. Etwas irritiert hat mich jedoch, dass sich das ganze Heft um Weihnachten gedreht hat. Weihnachten im September? Sind die nicht ein bisschen früh dran? Naja, wie auch immer. Mein Lieblingsartikel war der über das Spielen im Erwachsenenalter. Da stand nämlich, dass man auch als Erwachsener noch spielen sollte, weil es den Geist fit hält und die Fähigkeit fördert, Problemlösungen zu finden und strategisch zu denken. Der Durchschnitterwachsene spielt zu wenig und sollte das eigentlich mehr machen. Fand ich interessant, hat mich aber – mal wieder – nicht angesprochen, weil ich ein ausgesprochenes Spielkind bin, schon immer war und vermutlich auch immer bleiben werde. Momentan ist meine liebste Beschäftigung mit den gesammelten Duplo-Legos der letzten fast 30 Jahren zu spielen, die sich alle bei uns eingefunden haben. Kein Wunder, dass Squishyda gerne mitspielt, bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig. Ich muss mich auch regelmäßig beherrschen, dass ich nicht noch mehr Bausteine anschleppe. Nicht den ganzen Schnickschnackkrempel, sondern einfach nur die Steine, die sind viel interessanter. Aber wir haben genug – für den Moment auf jeden Fall – das Kind hat ja auch bald Geburtstag und wenn ich jedes Spielzeug kaufen würde, was ich sehe und toll finde, könnten wir hier bald eine Spielzeughandlung aufmachen.
Auf jeden Fall ist mir jetzt klar, wieso ich mich für solche Magazine wie “Eltern” nicht begeistern kann: Ich bin selber viel zu sehr Kind und gerne auch mal kindisch, ich finde da einfach den Zugang nicht.
Das Heft in meinen Händen war übrigens die Dezemberausgabe von 2007, was dann auch erklärt wieso es ständig um Weihnachten ging. Aber ein Dezemberheft von 2007 im September 2008? Da muss der Lesezirkel dringend mal eine Lektürenrotation machen!