Bei uns die Straße runter geht es raus in die Felder und Weinberge. Der Feldweg teilt sich auf in drei und mittlerweile haben wir alle drei schon ausprobiert.
Der rechte Weg ist relativ kurz und führt zur stark befahrenen Landstraße, ist somit eigentlich uninteressant, wenn da nicht das Taubenhaus wäre. Ein ziemlich verrottet aussehendes und stinkiges Taubengehege, was aber scheinbar unheimlich faszinierend ist und von Sohnemann immer gerne besucht wird.
Der linke Weg führt zum nächsten versteckten Mini-Sackgassen-Dorf nebenan, was so ungefähr 4 km weit weg ist. Den haben wir gestern mit Squishy und Bollerwagen im Gepäck ziemlich weit verfolgt. Das Problem daran, es ist ziemlich steil und mit Kind oder noch besser Kind im Bollerwagen doch etwas anstrengend. Aber schön. Prima Aussicht und gestern gab es sogar einen Traktor zu bestaunen, denn da Herbst ist, ist natürlich auch Weinlese.
Der mittlere Weg führt in das nächste etwas größere Dorf, was auch keine Sackgasse ist. Da waren wir heute unterwegs. Wie immer mit Bollerwagen und Kind im Gepäck und sind eineinhalb Stunden durch die Weinberge gewandert. Mit uns war scheinbar der ganze Rest der Menschheit unterwegs und wir sind ständig jemandem begegnet. Die meiste Zeit ist Squishy gelaufen, nur auf dem Rückweg, war er so fertig, dass er nicht mal mehr im Bollerwagen sitzen, sondern nur noch getragen werden wollte. Also hat Cerah sich angeboten, Squishyund mich im Bollerwagen zu ziehen. Das war etwas eng und unbequem und mann, hat mich das vielleicht durchgeschüttelt. Squishylag ganz bequem mit seinen Schätzen (Stöcke und so Unkrautzeugs) auf mir drauf und war glücklich. Sehr erheiternd waren auch die Blicke der Leute, die uns entgegen kamen. Teilweise hatten wir die schon auf dem Hinweg gesehen mit Kind im Bollerwagen, aber ich noch mit dazu war wohl ein sehr lustiger Anblick und Cerah vorne dran, die uns mit rotem Kopf gezogen hat. Als wir dann zuhause waren, war der junge Mann so fertig, dass er nur noch wie hypnotisiert auf den Fernseher und seinen Film gestarrt hat. Sonst war mit ihm nicht mehr viel los. Aber schön war’s.
Der Bollerwagen ist übrigens ein Geschenk von Oma und Opa zu Nick’s Geburtstag. Da aber ein Bollerwagen im November nicht unbedingt sehr viel genutzt werden kann, gab es den schon vorher. Seit wir ihn haben ist er unser liebstes Gefährt und wird gerne und viel benutzt. Hauptsächlich zum Spazierengehen, aber auch zum Einkaufen oder einfach nur zum selbst auf unserem Rasenstreifen rumschieben. Hoffentlich hält das Wetter noch ein bisschen, so dass wir ihn noch eine Weile nutzen können, bevor er im Keller überwintert, dass er nicht gleich hin ist.