Sep
30
2008
0

Durchschnitt

Neulich saß ich mal wieder beim Arzt rum und durfte mich im Wartezimmer mit diversen Zeitschriften vergnügen. Und weil da saß und saß und noch länger saß – okay, so lang war’s auch nicht, schließlich wartete ich nur darauf, dass die Frau Doktor mir mein Rezept unterschreibt – habe ich mich dann dazu hinreißen lassen, in diversen Zeitschriften zu schmökern. Unter anderem in der schönen Zeitschrift “Eltern”, die ich normalerweise meide, weil ich von so Elternratgeberdingern nicht wirklich viel halte. Aber so einmal im Jahr gönne ich mir das. Etwas irritiert hat mich jedoch, dass sich das ganze Heft um Weihnachten gedreht hat. Weihnachten im September? Sind die nicht ein bisschen früh dran? Naja, wie auch immer. Mein Lieblingsartikel war der über das Spielen im Erwachsenenalter. Da stand nämlich, dass man auch als Erwachsener noch spielen sollte, weil es den Geist fit hält und die Fähigkeit fördert, Problemlösungen zu finden und strategisch zu denken. Der Durchschnitterwachsene spielt zu wenig und sollte das eigentlich mehr machen. Fand ich interessant, hat mich aber – mal wieder – nicht angesprochen, weil ich ein ausgesprochenes Spielkind bin, schon immer war und vermutlich auch immer bleiben werde. Momentan ist meine liebste Beschäftigung mit den gesammelten Duplo-Legos der letzten fast 30 Jahren zu spielen, die sich alle bei uns eingefunden haben. Kein Wunder, dass Nick da gerne mitspielt, bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig. Ich muss mich auch regelmäßig beherrschen, dass ich nicht noch mehr Bausteine anschleppe. Nicht den ganzen Schnickschnackkrempel, sondern einfach nur die Steine, die sind viel interessanter. Aber wir haben genug – für den Moment auf jeden Fall – das Kind hat ja auch bald Geburtstag und wenn ich jedes Spielzeug kaufen würde, was ich sehe und toll finde, könnten wir hier bald eine Spielzeughandlung aufmachen.

Auf jeden Fall ist mir jetzt klar, wieso ich mich für solche Magazine wie “Eltern” nicht begeistern kann: Ich bin selber viel zu sehr Kind und gerne auch mal kindisch, ich finde da einfach den Zugang nicht.

Das Heft in meinen  Händen war übrigens die Dezemberausgabe von 2007, was dann auch erklärt wieso es ständig um Weihnachten ging. Aber ein Dezemberheft von 2007 im September 2008? Da muss der Lesezirkel dringend mal eine Lektürenrotation machen!

Written by Belle in: Alltag |
Sep
29
2008
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Irgendwas

Wenn ich ein Lied im Radio höre und es mir gefällt, bemühe ich mich immer darum, mich zu erinnern, wie das Lied heißt und wer es singt. Bei den Liedern, die ich richtig gerne mag und auch bei mir auf dem ipod oder im CD-Regal habe, weiß ich das normalerweise auch auf Anhieb. Bei Liedern, die ich einfach nur gerne mag, dauert das manchmal schon etwas länger. Heute habe ich das im Radio gehört:

[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=FfZUxPF7AMI]

Der Titel fiel mir relativ schnell ein (Chasing cars), der Name der Band wollte überhaupt nicht kommen. Das einzige, was mir immer im Kopf rumschwirrte war: Irgendwas kaltes. Auch nach einer halben Stunde – das Lied war schon längst vorbei – war ich immer noch nicht schlauer. Erst die Internetsuche hat mich von meinen Qualen erlöst. Und ich hatte Recht: der Bandname ist tatsächlich etwas kaltes, nämlich Snow Patrol. Zum Glück gibt’s das Internet, sonst hätte mich das den Rest des Tages nicht in Ruhe gelassen. Das ist meine persönliche Art des Gehirnjoggings. Irgendwas muss ich ja tun, um nicht völlig einzurosten.

Written by Belle in: Alltag, Filmchen |
Sep
28
2008
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Sonniger Herbstsonntag

Bei uns die Straße runter geht es raus in die Felder und Weinberge. Der Feldweg teilt sich auf in drei und mittlerweile haben wir alle drei schon ausprobiert.

Der rechte Weg ist relativ kurz und führt zur stark befahrenen Landstraße, ist somit eigentlich uninteressant, wenn da nicht das Taubenhaus wäre. Ein ziemlich verrottet aussehendes und stinkiges Taubengehege, was aber scheinbar unheimlich faszinierend ist und von Sohnemann immer gerne besucht wird.

Der linke Weg führt zum nächsten versteckten Mini-Sackgassen-Dorf nebenan, was so ungefähr 4 km weit weg ist. Den haben wir gestern mit Nicholas und Bollerwagen im Gepäck ziemlich weit verfolgt. Das Problem daran, es ist ziemlich steil und mit Kind oder noch besser Kind im Bollerwagen doch etwas anstrengend. Aber schön. Prima Aussicht und gestern gab es sogar einen Traktor zu bestaunen, denn da Herbst ist, ist natürlich auch Weinlese.

Der mittlere Weg führt in das nächste etwas größere Dorf, was auch keine Sackgasse ist. Da waren wir heute unterwegs. Wie immer mit Bollerwagen und Kind im Gepäck und sind eineinhalb Stunden durch die Weinberge gewandert. Mit uns war scheinbar der ganze Rest der Menschheit unterwegs und wir sind ständig jemandem begegnet. Die meiste Zeit ist Nicholas gelaufen, nur auf dem Rückweg, war er so fertig, dass er nicht mal mehr im Bollerwagen sitzen, sondern nur noch getragen werden wollte. Also hat Sarah sich angeboten, Nick und mich im Bollerwagen zu ziehen. Das war etwas eng und unbequem und mann, hat mich das vielleicht durchgeschüttelt. Nick lag ganz bequem mit seinen Schätzen (Stöcke und so Unkrautzeugs) auf mir drauf und war glücklich. Sehr erheiternd waren auch die Blicke der Leute, die uns entgegen kamen. Teilweise hatten wir die schon auf dem Hinweg gesehen mit Kind im Bollerwagen, aber ich noch mit dazu war wohl ein sehr lustiger Anblick und Sarah vorne dran, die uns mit rotem Kopf gezogen hat. Als wir dann zuhause waren, war der junge Mann so fertig, dass er nur noch wie hypnotisiert auf den Fernseher und seinen Film gestarrt hat. Sonst war mit ihm nicht mehr viel los. Aber schön war’s.

Der Bollerwagen ist übrigens ein Geschenk von Oma und Opa zu Nick’s Geburtstag. Da aber ein Bollerwagen im November nicht unbedingt sehr viel genutzt werden kann, gab es den schon vorher. Seit wir ihn haben ist er unser liebstes Gefährt und wird gerne und viel benutzt. Hauptsächlich zum Spazierengehen, aber auch zum Einkaufen oder einfach nur zum selbst auf unserem Rasenstreifen rumschieben. Hoffentlich hält das Wetter noch ein bisschen, so dass wir ihn noch eine Weile nutzen können, bevor er im Keller überwintert, dass er nicht gleich hin ist.

Written by Belle in: Alltag |
Sep
26
2008
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Promoviert

Ich habe heute zum ersten Mal Post an Frau Dr. Bärbel wie-immer-falschgeschriebener-Nachname bekommen. Da werde ich ja gleich 10 Zentimeter größer. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, jemals eine Universität besucht zu haben, aber vielleicht habe ich mir zwischenzeitlich ja auch einfach einen Doktortitel gekauft. Obwohl da würde ich mir lieber einen Adelstitel kaufen, das hört sich doch viel schicker an. Oder vielleicht doch lieber einen Doktor- und Adelstitel?

Auf jeden Fall haben die mir mal so locker-flockig gleich ein Abonnement aufs Auge gedrückt für ein Fachblättchen das lockere 19,90 Euro plus Versand pro Ausgabe kostet. Das werde ich trotz meiner brandneuen Doktorwürde auch gleich wieder kündigen. Da müssen die sich schon was besseres einfallen lassen. So ein mickriger Doktor reicht da nicht. Vielleicht werde ich ja beim Professor schwach. Aber das müssen die auch erst mal probieren.

Written by Belle in: Alltag, Spaßfaktor |

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