Auf die Plätze…

Alles abreisefertig. Das Auto ist gepackt. Der Abwasch erledigt, sämtliche Mülleimer geleert, Wohnung geputzt und die letzte Ladung aus der Waschmaschine ist im Schrank verstaut. Morgen früh geht’s los.

Bis in 10 Tagen dann. Seid brav und benehmt euch.

Noch was

Gestern fing mein neuer Chef an. Natürlich kam ich zu spät, ich hatte unser Auto noch in der Werkstatt, dann war der Parkplatz schon voll und ich durfte eine Querstraße weiter parken. Das wird spaßig sag ich da nur. Sicher ist der sehr professionell und kompetent, allerdings bringt er auch gleich seine eigenen Leute mit. Das kam gestern auch etwas als Überraschung, da davon niemand etwas wußte. Ich bin ja mal gespannt, wie viele neue Mitarbeiter ich antreffen werde, wenn ich zwei Wochen wieder zur Arbeit auftauche. Und hoffetnlich müssen wir in Zukunft nicht zum Lachen in den Keller gehen. Ich hatte nämlich das Gefühl dass da gestern so eine ganz steife Brise aufgekommen ist. Das Arbeitsleben ist doch immer wieder voller Abenteuer.

Geschafft

Endlich ist Freitag Abend (ist es das wirklich? kommt mir so komisch vor) und ich habe zwei Wochen Urlaub vor mir. Das Wetter ist zwar immer noch kacke, es regnet und ist kalt, aber ich bin voller Hoffnung, dass sich das bis Sonntag legt und dann der Sommer ausbricht. So ein bisschen Optimismus muss ich ja verbreiten.

Es wurde wirklich Zeit, dass jetzt Urlaub ist, denn mein Kopf wollte einfach keine Informationen mehr aufnehmen. Alles was in den letzten beiden Tage da landete ist geradewegs wieder übergelaufen und verloren gegangen. So wollte ich zum Beispiel Cerah zurückrufen, weil mein Chef gerade vor mir stand und dieses und jenes und sonst noch was von mir wollte. Hab ich’s gemacht? Nein. Kurz vor Feierabend bekam ich dann die leicht säuerliche Mail: Jetzt brauchst du ja auch nicht mehr anrufen. Bist ja gleich zuhause. Ups! Meine Gehirnwindungen brauchen mal etwas Erholung bevor da auch alles rausläuft, was essentiell lebenswichtig ist. Wie heiß ich nochmal?

Um ehrlich zu sein freue ich mich darauf, 10 Tage irgendwo in der schwarzwälderischen Pampa zu hocken und einen auf Naturbursche zu machen. Das ist mal was ganz neues für mich und so furchtbar kann’s ja auch nicht sein. Und wenn ich halt stinke, dann stink ich halt. Ist ja genug frische Luft da, die das wieder wegpustet.

Und natürlich fällt mir jetzt gerade ein, dass ich vergessen habe, die Monatskarten rauszulegen, die es bei uns für alle Mitarbeiter umsonst gibt. Da muss dann wohl der Chef ran. Obwohl, weiß der überhaupt, wo die sind? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich schreib dann mal schnell ne Mail.

Unsere Katze hat einen Abszess am Ohr und darf Antibiotika schlucken. Das ganze für 10 Tage, 5 davon sind wir nicht da. Ach was hat meine Mama begeistert ausgesehen, als wir sie über ihr Glück informierten, dass sie versuchen darf, das der Katze irgendwie einzutrichtern. Tabletten und Katzen sind eine sehr schlechte Kombination. Noch schlimmer, wenn es nicht die eigene Katze ist.

Ich muss mir mal Gedanken machen, was für Papier und Stift ich mitnehmen werde. Vielleicht mein altes Tagebuch? Da steht bisher nicht viel drin. Das freut sich sicher, wenn es mal wieder zu Ehren kommt.

Und was für Klamotten nehm ich mit? Ich habe eigentlich überhaupt nicht genug für 10 Tage ohne waschen, da mein Kleiderschrank nur sehr spärlich mit dem Nötigsten bestückt ist. Aber wie gesagt, es ist ja viel frische Luft da, da ist das alles nicht so schlimm.