20 Monate und ein paar Tage

So alt ist er jetz, der kleine Squishy. Wir haben einen kleinen Jungen. Und obwohl der kleine Junge zwei Mamas hat, ist er so jungenhaft, dass es arg viel jungenhafter nicht geht.

Da hängen bei uns jede Menge Barbies an der Wand, es gibt BHs, Handtaschen und im Kinderzimmer sogar zwei Puppen und trotzdem spielt er am liebsten mit seinen Autos, den Bällen und dem Kran, den er von meinem Bruder geerbt hat. Ach ja, und Schnecken natürlich. Aber das ist geschlechtsunspezifisch. Anerzogen ist davon gar nichts. Es ist aber schon witzig, dass dieses Verhalten wirklich so ganz von alleine kommt. Alles ohne unser Zutun.

Und er tanzt für sein Leben gerne. Zu allem: trommeln, singen, klopfen, stampfen, pfeifen, alles was irgendwie nur im entferntesten einen Rhythmus hat. Er tanzt auch gerne im Aldi zu einer Musik, die nur er hören kann. Das ist mittlerweile schon so ausgeartet, dass wildfremde Menschen sich an ihren Einkaufswagen lehnen und unserem Kind bei seinem Stammestanz zuschauen. Und dann hinterher irgendwas in die Richtung: Du kannst aber toll tanzen! kommentieren.

Was wiederum den Tänzer dazu bringt, ganz verschämt nach unten zu schauen und sich beide Hände vors Gesicht zu halten. Das macht er eigentlich immer, wenn ihn jemand anspricht. Ist doch sehr schüchtern der Kleine. Dann flüchtet er sich zu einer der Mamas, die ihn hochnehmen muss und dann erst kann er die Person inspizieren, die da mit ihm redet. Schließlich weiß man ja nie, was das für welche sind und ob die nicht vielleicht doch irgendwie doof sind.

Heute Abend sind wir barfuß spazierengegangen. Eigentlich haben wir im Auto gespielt, ich musste unseren neuen Sonnenschutz ausprobieren und irgendwann kam Theo (unsere Katze) vorbei, dem wir dann hinterher sind. Das war aber sehr schnell langweilig und dann ging es die Straße runter. Schnurstracks ohne nach links oder nach rechts zu kucken. Dann war die Straße fertig und weiter ging es durch irgendwelche Feldwege, die ich im Leben noch nie gesehen habe. Ich bin am anderen Ende unseres kleinen Städtchen groß geworden und kenne mich auf dieser Seite in Feld, Wald und Wiese nicht so wirklich gut aus. Erst waren da Reben links und rechts und irgendwann kamen wir dann auch zum Mais, wo ich ihn dann sanft rumgedreht und in Richtung Heimweg geleitet habe. Ich hätte nie gedacht, dass er so lange barfuß durchhält, aber wenn’s nach ihm ginge, wären wir die nächste halbe Stunde weiterhin querfeldein gegangen. Allerdings war es schon relativ spät für seine Verhältnisse und das Bett hat gerufen.

Jetzt liegt der kleine Tornado im Bett und schläft. Bis er heute Nacht wieder aufwacht und sich selbst irgendwelche Geschichten erzählt bis er wieder einschläft, um dann morgen zu machen, was Tornados halt so den ganzen Tag lang tun: rumrennen, erzählen, Bücher lesen, Schnecken fangen, erzählen, Autos durch die Gegend schieben, Wohnungen verwüsten etc. etc.

Träume sind Schäume

Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich ein Baby auf die Welt bringe. Ganz kurz und relativ schmerzlos war die Geburt, wenn auch sehr blutig. Das Baby war ein Mädchen und sah genau so aus wie Squishy bei seiner Geburt. Danach bin ich völlig desorientiert aufgewacht, um 2:50 Uhr.

Cerah deutet das jetzt so, dass unser erster Versuch für Baby No. 2, der diesen Monat stattfinden soll, erfolgreich sein wird.

Das wünsche ich mir auch, wenn es mich auch bedrückt, dass ich immer noch keinen festen Vertrag habe und somit dann quasi (eventuell) hochschwanger auf der Straße landen könnte. Das ist schon eine komische Situation. Aber andererseits bin ich zuversichtlich, dass alles doch irgendwie funktioniert. Hat es bisher immer und ich hoffe, dass das dieses mal auch wieder der Fall sein wird.

Letzten Monat konnten wir leider keinen Versuch starten, weil unser Spender im Urlaub war. Das war aber okay für uns, denn schließlich tut er uns einen Gefallen mit der Spenderei und nicht umgekehrt. Diesen Monat wird es dann aber hoffentlich klappen, wenn es auch so aussieht als ob der Eisprung mitten unter der Woche stattfinden würde. Aber warten wir’s mal ab. Irgendwie kriegen wir das Kind schon geschaukelt.

Ein anderer Punkt, der mir doch etwas Sorge bereitet ist meine Gewichtssituation. Ich wiege immer noch ca. 10 Kilo mehr als ich vor der ersten Schwangerschaft gewogen habe. Und das ist bei einer Körpergröße von knapp 1,60 schon ziemlich viel. Wenn ich dann in der der zweiten Schwangerschaft nochmal genauso viel zunehme, passe ich auch in keine Klamotten Marke Zirkuszelt mehr. Das bedrückt mich schon etwas. Und leider ist es ja auch meistens so, dass man bei der zweiten Schwangerschaft mehr zu- und hinterher weniger abnimmt. Das hört sich schon alles sehr oberflächlich an, aber es beschäftigt mich nun mal.

einssechsundvierzigneun

Hab ich gestern schon beim Heimfahren an einer Tankstelle entdeckt. Leider hatte ich da nicht mehr die Muse und die Zeit tatsächlich auch tanken zu gehen.

Heute früh dann wieder einseinundfünfzigneun. Also doch nicht tanken, immerhin ist der Tank noch halbvoll.

Heute in der Mittagspause an der Tankstelle von gestern Abend: einssechsundvierzigneun. Also doch tanken, denn wer weiß, morgen kann es wieder 10 Cent teuerer sein.

Wie die Benzinpreise von einem Tag auf den anderen so enorm schwanken können ist mir ein Räsel.

Morgen ärgere ich mich sicher, dass ich nicht noch einen Tag gewartet habe, weil das Benzin nun zwei Cent billiger ist. Oder aber ich bin froh, dass ich gerade noch den günstigeren Preis zahlen konnte, weil es wieder fünf Cent teuerer ist. (Heute ist letzter Schultag in Baden-Württemberg.)

Die reinste Achterbahnfahrt ist das. Und völlig unvorhersehbar. Für mich auf jeden Fall.