Fünfmillionster Versuch
Und hoffentlich wird es diesmal was. Irgendwie komme ich nie über die ersten zwei Sätze raus, dann verlässt mich jegliche Schreiblust. Dabei hätte ich mittlerweile sogar mal ein bisschen was zum schreiben.
Wir hatten ein sehr nettes und entspanntes Wochenende. Der Regen war genau richtig und hat uns einen wunderbar faulen Sonntag beschert.
Nachdem ich letzte oder sogar schon vorletzte Woche meine diesjährige Baggerseepremiere hatte, habe ich dann am Samstag auch eine Baggerseepremiere mit Nicholas gehabt. Und was für eine. Wir sind Samstag am späten Nachmittag aufgebrochen, um die fünf Minuten zum Baggersee hinter uns zu bringen. Angefangen hat das ganze mit Geschrei, weil der Kleine nicht verstanden hat, wieso er jetzt seine Badesachen anziehen darf, aber draußen kein Planschbecken ist und wir anstatt dessen ins Auto sitzen. Als er dann aber nach dem Aussteigen und einem kleinen Spaziergang den Parkplatz entlang (ich hatte viel zu weit vom Babyende entfernt geparkt) rausgefunden hat, dass da unten Wasser und dann auch noch so viel, gab es kein Halten mehr. Ich habe es gerade noch so geschafft, mir die Kleider vom Leib zu reißen, bevor er im Wasser war. Und die doch etwas kalte Wassertemperatur hat ihn überhaupt garnicht interessiert. Allerdings konnte ich mich keine 30 cm von ihm entfernen, weil er sich ständig ins Wasser hat fallen lassen und das ganz super fand. Noch viel toller war es allerdings, einfach immer weiter rauszulaufen. Wen interessiert es schon, dass so kleine Personen da schon längst nicht mehr stehen können? Ihn aus dem Wasser raus zu bekommen, war auch etwas schwieriger, mit viel Geschrei und noch mehr doofen Blicken von sämtlichen Personen um uns rum verbunden. Allerdings war das bitter nötig, denn die blauen Lippen und das Zittern haben trotz Handtuch und trockener Klamotten eine ganze Weile angehalten. Das Rumnölen übrigens auch.
Fazit: Sehr anstrengend für die Mama, aber ihm hat’s riesig Spaß gemacht. Nächstes Mal aber mit Schwimmweste sonst säuft er mir ernsthaft noch ab. (Schwimmweste aus dem Grund, weil ich kein großer Fan von Schwimmflügeln bin. Und als Sarah gemeint hat, dass die in Kanada sogar verboten sind, weil sie nämlich weder vor dem Ertrinken bewahren, noch beim Schwimmenlernen helfen, war klar, dass wir das definitiv nicht wollen.)
Samstag Abend hatten wir dann gleich zwei Unfälle mit gigantischer Beule und viel Blut. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, Nicholas in Watte oder sonst was einzuwickeln, damit er wenigstens unbeschadet in den Kindergarten kommt.
Seit Samstag Mittag haben wir eine sehr sommerlich-hübsche Markise und Sonntag hat Sarah Nicholas einen Haarschnitt verpasst. Ihn zum Friseur zu bringen hielten wir nicht für so ratsam und so hat die Mommy selbst Hand angelegt. Das sah dann so aus, dass Nicholas im Hochstuhl mit Müsliriegel vor dem Fernsehr platziert wurde, wo er voller Begeisterung Mary Poppins angeschaut hat und Sarah in Ruhe seine Haare schneiden konnte. Der Babyflaum ist ab und jetzt sieht er so richtig wie ein kleiner Junge aus.
Vorher:
Nachher:

