Darf ich vorstellen

mein neues Lieblingswort: “Nay”. Wahlweise mit Fragezeichen oder Ausrufezeichen dahinter. Und heißen soll das “snail” also Schnecke. Das ganze fing irgendwann im April an und seitdem sind Schnecken einfach wunderbar. Die muss man immer alle einsammeln und am allerliebsten in ein stehendes Gewässer(chen) werfen. So zum Beispiel in Teiche, Regentonnen und Gießkannen. Und alles wird mit heftigem Nicken und “nay, nay” begleitet. So richtig eklig wird’s dann erst, wenn am Tag darauf die Gießkanne mit den mittlerweile ertrunkenen “nays” ausgekippt wird. Dann müssen die und noch ein paar neue lebendige unbedingt fest in beide Fäuste eingeschlossen und mit nachhause transportiert werden. Da muss ich dann aber mal ganz kurz “nay” sagen und zwar neee, die Dinger bleiben hier. Und bäh ist das widerlich, wenn dann die beiden total eingeschleimten Hände auf einen zukommen, um gewaschen zu werden. Alleine beim Gedanken daran schüttelt’s mich. Die lebendigen Kriechtiere kann ich ja noch verkraften, aber die, die nur noch tot rumhängen? Nee, das ist selbst mir zu viel. Viel Spaß bereitet übrigens auch der Versuch mit dem kleinen Schneckenfänger Erdbeeren zu pflücken. Überraschenderweise brauchen wir mit ihm mindestens doppelt so lange wie ohne ihn. Na sowas aber auch! Es ist ein einziger Kampf. Erst mal muss man ihn daran hindern durch die Pflanzen zu trampeln. Dann geht es weiter damit, dass ständig Stroh in die mit Erdbeeren gefüllten Körbchen geschmissen wird. Zwischenzeitlich bekommt er dann mal eine Erdbeere zwischen die Kiemen geschoben. Dann wird das Körbchen weggetragen, wobei sich natürlich die Hälfte des Inhalts über den Boden ergießt. Also wieder einsammeln, mal wieder das Stroh im Körbchen entfernen und das Kind daran hindern, noch mehr Pflanzen zu zertrampeln. Dann werden zur Abwechslung die Vogel-Abwehr-Bänder, die sich über den Erdbeeren befinden, bearbeitet und nebenher natürlich mal wieder durch die Pflanzen gerannt. Seufz. Wenn das dann alles langweilig ist, kommt mein absoluter Favorit: Die fauligen und kaputten Erdbeeren, die aufs Feld nebenan geschmissen werden, werden aufgesammelt und in den Mund gesteckt. Nochmal seufz. Lange bleiben sie da nicht, denn die schmecken natürlich enorm scheiße, also alles wieder ausspucken. Fragt nicht, wie das Kind hinterher aussieht. Aber Hauptsache Spaß gehabt und wenn man die Klamotten gleich einweicht, gehen auch die Erbeerflecken spurlos wieder raus. Bis zum nächsten Mal auf jeden Fall.