May
08
2008

Komisch

Es ist irgendwie immer merkwürdig, wenn wir so früh von Geburtstagsfesten gehen müssen. Irgendwie komme ich mir doof vor, weil alle anderen noch da sind, aber ich weiß auch, dass es sein muss. Es ist schwierig bis unmöglich Nick länger als bis 19:00 Uhr wach zu halten. Und vor allem ist es unnötig. Wenn es draußen aber noch so hell ist, dann merke ich überhaupt nicht, dass es schon so spät ist. Okay, 18:00 Uhr ist jetzt nicht wirklich spät aber das ist so die Zeit um die wir gehen müssen, damit das Abendritual noch in vernünftigem Rahmen ablaufen kann. Essen tut der junge Herr bei so Festen sowieso nicht, da gibt es nämlich viel zu viele interessante Dinge zu sehen und zu machen, dass so unnötige Sachen wie Nahrungsaufnahme absolut zu kurz kommen. Das heißt wir brauchen zuhause noch genug Zeit, um das Kind wieder runterzufahren, etwas zu essen, zu baden, Zähne zu putzen, den Herren einzucremen und den Schlafanzug anzuziehen. Das macht bei uns ein Minimum von 45 Minuten. Wenn wir damit zu spät anfangen, dann ist er so übermüdet, dass er die letzten paar Schritte einfach nur noch schreit und nicht mehr er selbst ist. Zudem schläft er dann den Rest der Nacht nicht mehr vernünftig, weil alles aus dem Lot ist und er einfach schon zu müde war. Da merkt man dann ganz deutlich, dass er wirklich noch nicht alt genug ist, um mal etwas länger aufzubleiben. Das ist nach wie vor mehr Qual für ihn und uns als alles andere. Schade eigentlich. Aber das gehört dazu, wenn man Kinder hat. Es geht nicht mehr nur um mich, das ging es nun wirklich lange genug, sondern darum, was für Nicholas am besten ist.

Ich weiß, dass das öfter mal auf Unverständnis stößt, aber ich möchte mein Kind so großziehen, dass er weiß, dass ich ihn ernst nehme und ihn respektiere. Ich möchte gerne ein zufriedenes Kind, das weiß, dass es wichtig ist und stolz auf sich sein kann. Er soll glücklich und zufrieden sein und dazu gehört für mich eben auch, dass es einen bestimmten Tagesablauf gibt, den er kennt und der in den Grundzügen immer gleich ist, egal wo wir sind oder was wir machen. Etwas worauf er sich verlassen kann und was Geborgenheit vermittelt. Bisher funktioniert das auch ganz wunderbar. Ich bin sehr stolz auf unser fröhliches und ausgeglichenes Kind, das nur ab und zu mal unausstehlich ist. Und wenn wir, um das aufrecht zu erhalten halt immer schon um 18:00 Uhr gehen müssen, dann soll das so sein. Da kann ich mit leben.

Morgen Abend wollen wir mit den Pfadfindern grillen und da wird es für mich und Nick dann auch schon um die Zeit nachhause gehen. Sarah bleibt dann alleine da, weil es schließlich ihre Idee war und somit ihre Party ist. Der kleine Junge meiner Freundin wird auch da sein. Der darf dann mit seinem Papa nachhause und die Mama bleibt noch da. Bin mal gespannt, ob die das auch so konsequent durchziehen wie wir. Ich glaube es ehrlich gesagt nicht, aber spätestens wenn ich gehe, wird er sich auch animiert fühlen das gleiche zu tun. Ich freue mich auf jeden Fall aufs Grillen, wenn es auch nur kurz sein wird.

Written by Belle in: Alltag |

No Comments »

  • die flexibilität nimmt jetzt stetig zu. ich glaube, du wirst schon bald etwas länger an parties bleiben oder das kind auch dort schlafen legen können. war bei tobias zumindest ab ca. 2 jahrn nicht mehr so ein problem. letzten samstag war er sogar bis 11 uhr wach, gutgelaunt wenn auch etwas müde und ist alleine so spät die 4 etagen bis zu unserer wohnung hochgegangen. und ins bett bringen ging dann schnell und ohne geheule. habe echt gestaunt… okay, er wird im august 4, aber trotzdem. ;-)

    Comment | 09.05.2008
  • jessi

    ich sehe das genau wie du bärbel.rylee hat auch einen “festen”tagesablauf und rituale.finde,das gibt allen sicherheit und ich merke,wie gut ihr das tut.sie ist sehr fröhlich,ausgeglichen und zufrieden(gut,im moment entdeckt sie den eigenen kopf,aber finde ich gut).wir planen termine auch so,das es nicht mit ihren zeiten in die quere kommt.bettzeit ist bei ihr 17(!)uhr.also sehr früh.da ist nachmittags nicht mehr viel drin!

    lg jessi

    Comment | 09.05.2008
  • Freya

    Unser Kleiner ist ja noch sehr klein, hat aber Abends auch schon einen festen Rythmus und den wollen wir auch gar nicht durcheinander bringen, sonst leiden wir wohl noch mehr als er. Er geht zwar erst gegen 8, halb 9 ins Bett, aber daß heißt auch spätestens gegen 7 ist man AUfbruchbereit. Mir ist dann ehrlich gesagt auch schnuppe, was andere davon halten. Uns geht’s so besser, also ziehen wir das durch und in ein paar Jahren kommen andere Zeiten und eventuell Babysitter und dann ist es auch wieder möglich mal länger unterwegs zu sein.
    Ich finde ihr macht das schon ganz richtig so!!

    Comment | 09.05.2008

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