Die Sache mit dem Zyklus

Das ist so eine Sache für sich. Jede Frau kennt es und die meisten werden dem Kommen oder Nicht-Kommen der Tage kaum eine Bedeutung beimessen. Nachdem ich den Beitrag hier gelesen habe, musste ich wieder daran denken, wie das so ist, mit dem lieben Zyklus.

So wirklich Beachtung habe ich diesem Teil meines Lebens nie geschenkt. Das fing erst mit der Babyplanungsphase so richtig an. Und was ist das doch für eine Wissenschaft für sich.

Das Gefühl mit jedem Zyklus ein Kind gehen zu lassen, kam bei mir merkwürdigerweise allerdings erst nach der vollendeten ersten Schwangerschaft. Auch während wir versuchten, schwanger zu werden, hat es mich nicht so sehr berührt, dass es nicht geklappt hat. Meine biologische Uhr ist da wohl noch stillgestanden. Mich hat es eher genervt, dass es wieder nicht geklappt hat. Ich nehme mal an, das kam hauptsächlich daher, dass wir ja aktiv dabei waren, etwas unternommen haben. Es waren also keine wirklich verschwendeten Zyklen, sondern eben einfach nur erfolglose Versuche.

Dann wurde ich schwanger, alles war gut und ich wollte sowieso so schnell nicht wieder schwanger werden. So schön es auch ist, ein Zuckerschlecken sieht anders aus.

Und irgendwann fing es dann an. Ich war ab und an richtig traurig, wenn ich meine Tage bekam und dachte so Sachen wie: wieder ein Geschwisterchen tot. Vielleicht wäre das ja der optimale kleine Bruder für den dann großen Bruder gewesen. Völlig sinnlos, wenn man bedenkt, dass ja nicht mal eine minikleine Chance für eine Schwangerschaft bestanden hat. Schließlich bin ich nicht die Jungfrau Maria und unbefleckte Empfängnis funktioniert bei mir nicht.

Und irgendwo, ganz leise, höre ich meine biologische Uhr ticken. Ich konnte nie verstehen wie man schon wieder schwanger sein kann, wenn man doch noch ein so kleines Kind hat. Kinder, die mit nur zwei Jahre Abstand zur Welt gekommen sind. War mir ein Rätsel. Und jetzt wäre ich am liebsten selber wieder schwanger. Ich hätte nichts gegen eine ganze Horde kleiner Squishys. Gut, da streikt dann meine Angetraute, schließlich muss sie die Horden den ganzen Tag beaufsichtigen, aber gegen ein, zwei mehr hätte sie auch nichts einzuwenden.

Und dann ärgert es mich, dass das im Moment aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. Aber spätestens bevor ich 30 werde hätte ich gerne noch eins. Oder Zwillinge. Das wäre die Krönung.