Der Kuchenmeister

Manchmal hat die Hausfrau in mir das Bedürfnis Kuchen zu backen. Allerdings hat die Hausfrau in mir auch einen kleinen Sohn, der unbedingt mitbacken will.

Da der junge Herr aber noch nicht mal eineinhalb Jahre alt ist, ist das mit der Helferei so eine Sache. Da steht er dann neben Mamas Beinen und zerrt und zieht und ist überhaupt todunglücklich. Bis er endlich direkt neben Teigschüssel und Mixer auf der Arbeitsfläche sitzt und gespannt in die Schüssel schaut. Und natürlich weiß Sohnemann auch, dass er nach dem lauten Teil, wo die Mama in der Schüssel rumfuhrwerkt, die Rührbesen mit dem leckeren Teig bekommt, die dann auch hingebungsvoll abgeleckt werden. Zwischenzeitlich habe ich mich dann mal gebückt, weil mir was auf den Boden gefallen ist und als mein Kopf wieder über der Arbeitsfläche auftaucht, sehe ich wie am Rührbesen ein riesen Klumpen Teig klebt, der da vor 10 Sekunden mit Sicherheit noch nicht war. Da ist doch der kleine Schlaumeier auf die tolle Idee gekommen, den schon entteigten (auch ein sehr schönes Wort) Rührbesen wieder in die Schüssel zu tunken, um Nachschub zu holen. Ich muss ja wohl nicht erwähnen, dass ich die Schüssel erst mal in sichere Entfernung gebracht habe, bevor ich irgendwas anderes gemacht habe. Ts, wer hätte denn auch mit sowas gerechnet. Und weil er so in sein Werk versunken war, konnte ich sogar ein Video machen. Das war allerdings nachdem ich ihm dem Teigklumpen wieder entrissen hatte. Zu bewundern HIER. (Sorry, das Einbetten funktioniert irgendwie nicht.)

Der Kuchen war übrigens eine sehr leckere Schokoladentarte. Natürlich eine Backmischung, denn eine richtig tolle Hausfrau und Küchenfee bin ich dann leider doch nicht. Aber manchmal tue ich wenigstens so.

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