Ganz oft, eigentlich fast immer, fühle ich mich nicht dsikriminiert oder benachteiligt oder ähnliches. Das liegt vermutlich daran, dass ich es einfach übersehe. Es könnte auch daran liegen, dass ich irgendwie doch nur ein ganz normaler Mensch bin und es eigentlich völlig überflüssig ist, mich zu diskriminieren.
Und dann gibt es Tage wie heute, wo mich das alles einfach tierisch aufregt. Wisst ihr eigentlich wie viel Geld mir bzw. uns jeden Monat verloren geht, weil eine sogenannte Homoehe keine richtig echte althergebrachte Ehe ist? Das sind 400 Euro jeden Monat. Macht 4800 Euro im Jahr. Als ich das mal so richtig realisiert habe, hätte ich schreien können. Ich wußte zwar, dass ich weniger bekomme, als “normale” Menschen in meiner Situation (verheiratet, ein Kind, Alleinverdiener), aber das es so viel ist war mir nicht klar. Und da fühle ich mich so richtig dick und fett diskriminiert und das allerübelste daran ist, dass die Allgemeinheit das gar nicht erst mitbekommt. Wir haben ja mittlerweile die sogenannte Homoehe, da dürfen auch Mädchen Mädchen heiraten und Jungs Jungs. Das ist an und für sich ja auch ganz prima.
Aber wozu brauche ich das denn überhaupt, wenn ich mir nur Nachteile damit verschaffe? Mal von der Stiefkindadoption abgesehen, die zwar an und für sich auch schwachsinnig ist, aber immerhin gibt es die Möglichkeit überhaupt. Wieso muss meine Frau unser Kind adoptieren, wo es doch ohne sie überhaupt nicht existieren würde? Aber wie gesagt, immerhin kann sie das überhaupt. Ansonsten bin ich dank Homoehe nicht mehr Alleinerziehend, werde mit Lohnsteuerklasse I abgerechnet und ernähre damit zwei Erwachsene, ein Kind und zwei Katzen? Das kann ja wohl nicht sein. Soll ich mich jetzt wieder scheiden lassen, damit es uns steuerlich besser geht? Die Adoption ist ja bereits rechtskräfig, da können wir also nichts mehr verlieren.
Das ist alles so schwachsinnig. Besonders wenn man bedenkt, dass es da die superreichen Deutschen gibt, die ihr Geld nach Liechtenstein schleusen, nicht Millionen sondern vermutlich Milliarden Steuergelder hinterzogen haben und mir werden nicht mal 400 Euro Nachlass im Monat gewährt. Das kann ja wohl so nicht in Ordnung sein.
Ich habe ja noch die Hoffnung, dass sich das in relativ naher Zukunft ändert. Wenigstens wurde oder wird jetzt von der EU Klage gegen Deutschland wegen dieser Diskriminierung eingelegt. Da hoffe ich nur, dass das auch etwas bringt. Denn ich bin nicht der Ansicht, dass ich so furchtbar bin, dass ich es verdient hätte, so behandelt zu werden.
Das führt mich dann zu meinem nächsten Problem. Ich will meine Kohle zurück! Dazu brauche ich wohl einen Steuerberater, weil ich von Steuern und Freibeträgen und Rückzahlungen ungefähr so viel Ahnung habe, wie unsere Politiker von Gleichberechtigung. Meine Frage: Brauche ich da jemand besonderen oder weiß da jeder einigermaßen vernünftige Steuerberater Bescheid? Und wie finde ich den?

