Das Friedenslicht
Heute früh hatten wir Gottesdienst besser gesagt, Sarahs Pfadfindergruppe hat einen Gottesdienst mitgestaltet und das Friedenslicht verteilt. Und weil mich das natürlich auch interessiert, sind Nicholas und ich auch hin und waren fast in der ersten Reihe mit dabei. Direkt hinter uns waren meine Eltern, was ich sehr schön fand und worüber sich Sarah auch sehr gefreut hat. Weder ich noch meine Eltern sind normalerweise Kirchgänger, aber zu diesem Anlass hat die Familie Präsenz gezeigt, wie es so schön in Pfadfinderkreisen heißt. Nicholas hat den Gottesdienst auch tapfer und relativ still überstanden, nur gegen Schluss wurde er etwas laut.
Was ich auch wirklich schön fand, waren die Eltern eines Jungen aus Sarahs Gruppe, die direkt neben meinen waren. Die Mutter hatten wir schon beim Neubürgerempfang gesehen, denn die ganze Familie ist noch relativ neu hier. Eigentlich wollten sie über Weihnachten in den Urlaub fahren, haben aber den kompletten Urlaub abgesagt, damit ihr Sohn am Gottesdienst teilnehmen konnte. Denn der war ihm sehr wichtig und er war sichtbar stolz auf seine neue Kluft, die er zum allerersten Mal anziehen durfte. Das finde ich, ist eine richtig schöne Geste der Eltern, dass sie ihren Sohn so ernst nehmen, dass sie sogar die eigenen Pläne ändern.
Die arme Sarah leidet im Moment sehr unter ihrer Hausstaubmilbenallergie, wie fast immer im Winter. Allerdings ist es wenigstens besser geworden seitdem wir nicht mehr in Frankfurt wohnen. Nur leider ist es im Moment so schlimm, dass sie alle fünf Minuten 10 mal hintereinander niest und sich überhaupt furchtbar anhört. Hoffentlich wird das bald wieder besser, denn so richtig ausspannen ist damit für uns alle unmöglich.





