Sonntag

Und zwar so ein richtig fauler Sonntag. Gestern Abend habe ich meinen Schlafanzug angezogen und ihn seitdem nur nach dem Bad gegen einen neuen ausgetauscht. Ach, was war das schön. Gestern hatten wir unser Holland-Abendessen mit einem befreundeten Pärchen. Damit haben wir vor Jahren mit einer Hawaii Party angefangen. Dann haben wir die letzten drei Frankfurt Jahre pausiert und nun wieder damit weitergemacht. Diesmal haben wir den Termin auch nur einmal verschoben, schon eine echte Seltenheit und lecker war’s auch. Unsere beiden Jungs durften Kartoffelbrei mit Gouda und Wienerle essen und als sie dann im Bett bzw. vom Babysitter-Onkel abgeholt wurden, gab’s für uns viel und wirklich gut zu essen. Leider habe ich relativ lange das Badezimmer beehrt, weil wir jetzt schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Wochen einen ekligen Magen-Darm-Virus bei uns zu Besuch haben. Ansonsten hatten wir viel Spaß und das nächste Mal ist dann Schottland dran. Keine Ahnung, was man da so isst, aber wir werden’s herausfinden. Im Notfall gibt’s halt Mc Donald’s, die gibt’s da schließlich auch.

Und was mir heute noch aufgefallen ist: in einem Monat ist schon der erste Weihnachtsfeiertag! Ist das noch jemandem außer mir aufgefallen? Weihnachten! So nahe und wir haben unser Paket nach Kanada weder abgeschickt, noch haben wir alles zusammen, was wir verschenken wollen. Kacke! Damit ist dann ja auch schon klar, was wir nächstes Wochenende machen werden… Weihnachtsshopping! Eine Tätigkeit, die mich nicht wirklich mit Begeisterung erfüllt, aber was soll’s. Da muss ich halt durch. Geht ja allen anderen auch so.

Und bis Weihnachten muss auch unser Kameraproblem gelöst sein. So wie es aussieht, wird’s wohl eine digitale Spiegelreflexkamera werden. Denn Weihnachten ohne Kamera ist wie ein Vollbad ohne Wasser. Und das geht gradmal überhaupt nicht!

Neue Optik

Das muss auch mal sein… Und weil ich ja sonst auch nicht den ganzen Tag bei der Arbeit vorm Computer sitze, mache ich das abends zuhause natürlich auch noch. Kein Wunder, dass meine Augen brennen.

Mein Küchenfenster

ist leider nicht sehr fotogen. Deshalb sieht es auf allen Bildern, die ich von ihm zu machen versuche irgendwie doof aus. Schade, denn ich mag mein Küchenfenster sehr gerne. Direkt vornedran ist unsere Spüle und wenn ich von Hand abwasche stehe ich da und kucke zum Fenster raus. Unser Küchenfenster hat zwei Flügel und unten einen Teil, den man nicht aufmachen kann. Wenn es dunkel ist und ich meditativ abwasche, schaue ich raus und sehe einen Busch, eine Straße mit Laterne, auf der anderen Seite der Straße mehr Büsche und einen Baum in einem großen Garten. Dann stehe ich da und denke so vor mich hin. Wie unglaublich es doch ist, dass ich tatsächlich da stehe, wo ich eben stehe und wie friedlich und ruhig es doch ist. Neuerdings steht da auch eine Zitronenpflanze, die wir von meiner Oma zum Einzug bekommen haben. Eine wunderbare Zimmerpflanze. Ich mag sowas sehr gerne, so lange ich noch das Fenster aufmachen kann und keine Buschmachete brauche, um die Außenwelt wieder sichtbar zu machen. Ich finde, unser Fenster hat sehr viel Charakter und verdient mehr Beachtung. Neuerdings betreibe ich wohl des öfteren meditatives aufräumen. Dabei geht mir so allerhand durch den Kopf. Das meiste davon hat mit heute und hier eigentlich nicht wirklich viel zu tun. Meistens mache ich mir Gedanken darüber, wie mein Leben bisher verlaufen ist. Manchmal mache ich mir auch Gedanken darüber, ob meine Glückssträhne, die sich Leben nennt, irgendwann mal abreißt und dann alles den Bach runtergeht. Ob ich das irgendwie voraussehen kann? Vielleicht erahnen oder merkt man das, wenn einen das Glück verlässt? Und trifft es dann mich, oder die Menschen um mich? Und dann denke ich mir, dass das Leben sowieso macht, was es will und ich keinen Einfluss darauf habe. Also kann ich es genauso gut genießen. Schließlich habe ich ein gutes Leben und selten bis nie Grund zur Klage. Und dann bin ich auch schon mit Abwaschen fertig und kehre ins wirkliche Leben zurück. Und alles nur wegen eines Küchenfensters: