Als Sophie neulich ihr kanadisches Thanksgiving mit Truthahn feierte (siehe Bild), fühlte ich mich inspiriert das Jahr Revue passieren zu lassen.

Auf deutsch heißt das ganze Erntedankfest, wird eigentlich nur in der Kirche gefeiert und hat keine so elementare Bedeutung wie in Kanada und den USA. Wobei es auch da wieder Unterschiede gibt. Das kanadische Thanksgiving war letztes Wochenende und das amerikanische ist erst irgendwann im November. Aber um nicht völlig vom Thema abzukommen, will ich jetzt mal in mich gehen und das letzte Jahr an meinem inneren Auge vorbeiziehen lassen.
Da fangen wir doch mal im Oktober an. Im Oktober war ich sehr dankbar, weil ich endlich in Mutterschutz gehen konnte und nicht mehr arbeiten musste. Wofür ich im November dankbar war, ist ja klar, das war nämlich Squishy. Auch wenn die Geburt nicht das war, was wir uns erhofft hatten, war es dennoch eine interessante Erfahrung. Und seit November bis heute bin ich sehr dankbar dafür, dass wir ein gesundes, fröhliches Kind haben, das wächst und gedeiht und uns täglich viel Freude bereitet. Dann kamen Dezember und Januar, in der wir einfach nur die Zeit genossen haben, da ich im Februar wieder anfing zu arbeiten. Meine Kollegin ist gegangen, dafür wurde ich sozusagen befördert in dem ich ihre Stelle übernahm. Das hat mich sehr gefreut, ebenso wie die Tatsache, dass ich trotz Kind und vieler Bedenken seitens meiner Vorgesetzten meine Arbeit gut gemacht habe. Alles war gut bis dann im April fast die ganze Abteilung abgewandert ist und ich überflüssig und zudem Opfer der innenpolitischen Quereln wurde. Ende Juni haben wir dann Wohnung und Job gekündigt und sind in eine Phase des Umbruchs übergegangen, haben viel riskiert aber alles ging gut. Wir sind da angekommen, wo wir hinwollten, nämlich auf dem Land, da wo ich herkomme, in einem neuen, herausfordernden Job. Aus diesem Grund lautet mein Fazit für vergangenes Jahr, dass es wirklich vieles gibt, wofür ich dankbar bin. Sogar für die Dinge, die auf den ersten Blick übel aussahen, bin ich dankbar, denn sie haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Es war teilweise anstrengend, aufregend und nervenaufreibend, aber alles in allem war es ein erfolgreiches Jahr. Ich bin ja mal gespannt wie es weitergehen wird.