Oct
30
2007
0

Mann, bin ich gut!

Neulich fragte ich mich noch, ob es nun gut oder schlecht ist, wenn der Chef einen ankuckt und sagt: “Was habe ich mir denn da eingefangen? Eine Rebellin oder was?” Und das nur weil ich ihn nicht gefragt habe, ob er was aus der Küche will, da die Tür zu seinem Büro zu war und ich ihn nicht stören wollte. Heute habe ich dann die Antwort bekommen: ein privates Gespräch hinter geschlossener Tür! Sein Kommentar: “Setz dich”, schiebt mir einen Umschlag vor die Nase mit meinem Namen darauf und kuckt mich erwartungsvoll an. Und was ist drin? Eine elfprozentige Gehaltserhöhung – in der Probezeit – nach nur etwas mehr als einem Monat! Ich hätte mich in so kurzer Zeit so gut eingearbeitet und seine Erwartungen weit übertroffen und er wollte jetzt meine hervorragende Leistung honorieren. Gute Leute seien schwer zu finden und so jemand sei ich! Hach, was war ich stolz! Und er hat sich mindestens genauso gefreut wie ich und hat mich den Rest vom Tag mindestens 5 mal gefragt: Und? Freust du dich? Woraufhin ich ihm jedes Mal versichert habe, dass ich mich sehr freue und dass das echt cool ist. Also kann er wohl damit leben, dass ich meinen eigenen Kopf habe und ihm auch widerspreche, wenn mir seine Ideen nicht so wirklich praktikabel erscheinen. Auch wenn dann jedes Mal sowas kommt wie: “Ich habe Mitarbeiter mit einem eigenen Kopf. Ich weiß ja nicht, ob ich das gut finde,” und mich dabei angrinst. Ich erdreiste mich mal zu sagen, dass er mich mag.

Written by Belle in: Alltag |
Oct
27
2007
0

So macht man das

Belle, Cerah und Vanessa beim Fernsehen. Es kommt Werbung von Pampers mit vielen knuffigen Babys, die Cerah zum aaah-en und oohhh-en verleiten. Vanessa kuckt sich das an und sagt dann: “Also die Babys im Fernsehen sind nie so süß. Mr. Squishy ist viel süßer.” Genau. So sammelt man Punkte bei uns!

Written by Belle in: Alltag |
Oct
26
2007
0

Wochenende

Aber das müsst ihr auch richtig sage. Kann ich hier leider nicht so wiedergeben. Was ich noch kurz erwähnen wollte, weil ich es bisher vergessen bzw. unterschlagen haben: Dieses Wochenende bis Mittwoch ist Vanessa bei uns, von Mittwoch bis Samstag ist Sarah im Schwarzwald auf dem Pfadfinderlager und ich bin alleine mit Nicholas. Donnerstag ist übrigens bei uns Feiertag und Freitag darf Nicholas zur Oma, weil ich arbeiten muss. Leider ist nämlich außer mir niemand im Büro und so muss ich halt dort antanzen. Eigentlich hätte ich lieber freigenommen, so ein langes Wochenende täte mir sicher mal gut, aber was soll’s. – Ich höre übrigens gerade hingebungsvoll zu, wie Vanessa mit Sarah zusammen englisch Hausaufgaben macht. Schon praktisch. So eine Lehrerin hätte ich auch gerne gehabt. Englisch aus erster Hand. Schade finde ich nur, dass ich arbeiten muss, während Vanessa hier ist, denn das bedeutet, dass wir nicht wirklich viel zusammen unternehmen können. Aber sie darf am Dienstag mit in die Krabbelgruppe und kann dann da die kleinen Babymänner betüddeln. Das macht ihr sicher Spaß, denn von Nicholas ist sie auch ganz begeistert. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht zu sehr langweilt. Zum Glück sind wir ja so enorm cool, dass das wenigstens ein kleiner Ausgleich ist. Hoffe ich auf jeden Fall. ;-)

Written by Belle in: Alltag |
Oct
24
2007
0

Bärbels dunkle Vergangenheit

Loe war auf der Suche nach den Bärchenfiguren Ihrer Kindheit, die ich natürlich kenne, weil ich irgendwie jedes Spielzeug kenne und vor allem die, die auch gerade “in” waren, als ich klein war. Allerdings wecken diese Bären überhaupt keine guten Erinnerungen bei mir, sondern beschämen mich eigentlich nur. Ich hatte drei, naja, eigentlich zwei. Und das ist auch schon der Punkt, an dem ich anfange, mich zu schämen. Alle hatten diese Figuren – zu hunderten – nein tausenden, nur ich nicht. So wirklich toll fand ich sie zwar nicht, aber was alle haben, muss ich natürlich auch haben. Zu dieser Zeit war ich mit zwei Mädchen befreundet, die nicht bei mir in der Klasse waren, sondern die ich immer nur auf dem Spielplatz traf. Die beiden hatten diese Dinger natürlich auch und waren total verrückt und stolz darauf. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich es angestellt habe, aber – und jetzt wird das ganze gute Bild zerstört, welches ihr vielleicht von mir hattet – ich habe eines davon geklaut. Es war ein Nilpferdkind in einer roten oder rotkarierten Hose. Ich habe es eingesteckt und mit nachhause genommen. Später am selben Tag kamen die beiden Mädchen bei mir zuhause vorbei und fragten mich, ob ich denn dieses Nilpferdkind gesehen hätte, denn sie können es nicht mehr finden und müssen es wohl auf dem Spielplatz verloren haben. Und weil ich sowieso schon am sündigen war, habe ich natürlich behauptet, ich hätte es nicht gesehen und wüßte auch nicht, wo es jetzt ist. Dabei habe ich mich schon so mies gefühlt und bis zum heutigen Tag bekomme ich Schuldgefühle, wenn mir dieses Bärenwald Nilpferd unter die Finger kommt. Denn natürlich meinte ein wohlmeinendes Familienmitglied (keine Ahnung mehr, wer das war) es müsste mir einen Bärenpapa und eine Bärenmama zu irgendeiner Gelegenheit kurz darauf schenken. Oder war das vielleicht von einem anderen Kind zu meinem Geburtstag? Keine Ahnung. Auf jeden Fall habe ich noch alle drei Figuren, habe nie wirklich damit gespielt und fühle mich bis heute schuldig. Aber vielleicht komme ich ja jetzt doch noch in den Himmel, weil ich meine Sünden dem öffentlichen Internet gebeichtet und mich als schlechter Mensch geoutet habe. Ich werde es ja dann feststellen. Berichten kann ich dann allerdings nicht mehr darüber, schließlich bin ich dann ja schon tot.

Written by Belle in: Alltag |

Theme: TheBuckmaker.com Magazine Style WordPress Themes | Drupal Hosting, Low Budget Hosting