Blubb Blubb – weg war er

Gestern haben Squishy und ich was ganz besonderes unternommen. Wir sind nämlich schwimmen gewesen, im Hallenbad hier ums Eck. Die haben ein abgetrenntes Babybecken, mit drei runden Becken, die miteinander durch eine kleine Rutsche verbunden sind. Das Wasser ist pippi-warm, wie es sich für ein Babybecken gehört und das Wasser ging dem kleinen Mann bis ein paar Zentimeter über den Bauchnabel. Und was soll ich sagen:Squishy LIEBT es. Wir haben für eine Stunde bezahlt und waren etwa 40 Minuten davon im Wasser. Dass mir Squishynicht abgesoffen ist, war gerade noch alles. Der ist da im Wasser rumgetollt, als ob er schon laufen und schwimmen könnte. Keine Angst vor nichts. Und wenn er mal wieder Wasser geschluckt hat, was bei seinem Elan unvermeidlich ist, hat er nur kurz gehustet und dann munter weitergemacht. Er ist am Rand des Beckens entlangelaufen und wenn es ihm dann danach war, hat er sich umgedreht und sich einfach ins Wasser fallenlassen. So nach dem Motto: Wird schon jemand da sein, der mich auffängt. Ich habe auch haufenweise neugierige und erschrockene Blicke von den anderen Eltern geerntet, weil ich ihn hab toben lassen und nur gelacht habe, wenn er mal wieder meinte tauchen  zu müssen. Erstens war es nur halb so schlimm. Anbinden kann und will ich ihn auch nicht und was kann ich dafür, dass deren 5-jährige nur halb so aktiv und wasserbegeistert sind wie meine neun Monate alte Wasserratte. Zudem sind die meisten Eltern, die nur ein Kind haben hier etwas älter und im Allgemeinen ein bisschen übervorsichtig, da das in den meisten Fälle das erste und einzige Kind ist, auf das sie jemals aufgepasst haben. Kann ich schon verstehen, das man da dann etwas ängstlicher ist. So haben mich also die Eltern dumm angeschaut und wir hatten auch weiterhin unseren Spaß. Squishy war übrigens ganz wild darauf, die kleine Rutsch hochzuklettern. Das ist ihm natürlich nicht gelungen und ich musste ihn immer wieder mal von da entfernen, schließlich wollten die älteren Kinder auch mal rutschen. Und oh, das Geschrei! Wie kann ich es nur wagen, ihn da wegzuziehn. Das ist fast schon ein Verbrechen an der Menschheit!

Wir hatten auf jeden Fall einen Heidenspaß und Squishy war nach 40 Minuten im Wasser so fertig, dass er sich nur noch auf dem Wasser hat treiben lassen, ohne sich zu bewegen. Im Auto saß er dann völlig regungslos und mit halbgeschlossenen Augen im Kindersitz und hat garnichts mehr gesagt.

Die Kunst ein Baby müde zu bekommen! Ich kann schon genau sehen, wie das in ein paar Jahren aussehen wird: Die beiden Mamas völlig fertig und todmüde irgendwo am Beckenrand, während Squishy immer noch rumtobt und die Mamas dazu animieren will, mitzumachen. Oi, oi, das kann ja noch heiter werden!

Squishy mit neun Monaten

Heute ist unser Baby-Boy genau neun Monate alt. Damit ist er jetzt so lange draußen auf der Welt, wie er drinnen im Bauch war. Das ist doch schon ein würdiges Ereignis. Dann wollen wir doch mal kucken, was es so über den kleinen Mann zu sagen gibt.

Squishy mit neun Monaten:

  • liebt es bei meinem morgentlichen Haareföhnen mitgeföhnt zu werden. Vorallem unter dem T-Shirt den Rücken runter ist ganz toll.
  • kommt alleine von Sofa und Bett runter.
  • spielt sonnenanbetender Hippie, d.h. er ist auf den Knien, streckt beide Arme in die Höhe und wackelt dann hin und her wie ein Baum im Wind, bevor er umfällt.
  • hat unten zwei Zähne und oben vier, die jeden Tag weiter rauskommen.
  • liebt es mit diesen paar Zähnen zu knirschen, dass es mir kalt den Rücken runter läuft.
  • quietscht und fiept gerne wie ein kleines Schweinchen.
  • tanzt zu allem, was einen Rhythmus hat (Musik, Singen, Klatschen, Klopfen etc.)
  • kann ohne Stillkissen nicht schlafen.
  • liebt es, wenn man ihn an-”wufft”.
  • findet windelwechseln enorm doof und windet sich wie ein Aal.
  • versucht, alleine zu stehen.
  • wirft die Katzenspielzeugangel zu Theos Freude sehr graziös aus und fängt immer wieder die gleiche Katze – nämlich Theo.
  • liebt es quietschend hinter Sophie herzukrabbeln, die dann schleunigst die Flucht ergreift und sich irgendwo nach oben rettet.
  • weint herzzerreißend wenn ich morgens die Türe hinter mir zumache, weil ich zur Arbeit gehe.
  • findet es doof, mit dem Löffel gefüttert zu werden und nimmt lieber alles selbst in die Hände, um es dann in den Mund zu stecken.
  • liebt süße Weintrauben, bekommt aber leider einen knallroten Hintern davon.
  • findet das täglich Bad wahnsinnig super und freut sich vermutlich den ganzen Tag darauf.
  • hört im Auto und auch sonst überall auf zu schreien, wenn der “Umbrella”-Song kommt.
  • liebt es La-Le-Lu vergesungen zu bekommen.
  • findet singen im allgemeinen ganz toll.
  • liebt es Schranktüren und Schublade auf und zu und auf und zu zu machen.
  • fällt ständig hin und bekommt leider genauso schnell blaue Flecken wie ich, was zur Folge hat, dass er aussieht als ob wir gemein zu ihm wären.
  • ist immer noch ein sehr fröhliches und pflegeleichtes Baby.
  • ist sehr kitzelig und lacht sich scheckig, wenn man ihm die Socken auszieht.
  • lacht sehr gerne und tobt am liebsten durch die Gegend.
  • wurde schon einen ganzen Tag (bzw. ein paar) von Oma und Opa babygesittet und verwöhnt.
  • krabbelt in das Planschbecken mit Kleidern an und obwohl es eisig kalt ist.
  • ist selbst dann nicht ohne Geschrei aus dem Planschbecken raus zu bekommen, wenn ihm so kalt ist, dass er zittert und die Lippen blau anlaufen.

Das sind ein paar Sachen, die mir spontan einfallen, wenn ich an Squishy denke. Wir sind sehr, sehr froh und glücklich, dass wir ihn haben und würden ihn für alles Geld der Welt nicht mehr hergeben.