Immer wenn ich morgens früh mit dem Auto zur Arbeit fahre, habe ich unendlich viel Zeit, mir über Gott und die Welt Gedanken zu machen. Okay, vielleicht etwas weniger Gott und etwas mehr Welt, aber das kommt schon so ungefähr hin. Heute habe ich mir überlegt, ob es eigentlich ein bestimmtes Alter gibt ab dem es unpassend ist seine Mama bzw. den Papa, Mama oder eben Papa zu nennen, sondern es passender ist die Eltern mit dem Vornamen anzusprechen. Wenn man selbst Kinder hat, ist man ja auch eine Mama. Verfällt dann die Berechtigung die eigene Mama auch Mama zu nennen, die ist ja dann nämlich die Oma. Schließlich ist man ja dann erwachsen und so was alles. Aber dannn kam mir der Gedanke, dass das ja absolut schwachsinnig ist. Meine Mama wird immer meine Mama und mein Papa immer mein Papa sein, egal ob ich nun 2 oder 92 Jahre alt bin. Auch wenn ich tot bin, sind meine Eltern immer noch meine Eltern. Also werden sie auch immer Mama und Papa bleiben. Sie wissen ja, wer gemeint ist und dann ist das auch in Ordnung. Wobei ich sagen muss, dass ich nie auf die Idee kommen würde Mutti oder Vati zu sagen. Das sind für mich nicht meine Eltern, obwohl die Bezeichnung technisch gesehen ja die Richtige ist. Meine Ossikollegin sagt das immer. Aber das ist wohl ein regionaler Unterschied. Denn da wo ich herkomme habe ich das noch nie gehört. Und darüber mache ich mir dann Gedanken, wenn ich so im Auto sitze und zur Arbeit fahre.
Auf dem Heimweg sieht das dann wieder etwas anders aus, da bin ich einfach nur froh, dass der Tag wieder vorbei ist und überlege mir, was zuhause wieder für Umzugsfragen auf mich zukommen. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich umziehen total furchtbar find? Unser letzter Umzug war eine totale Katastrophe und sowas möchte ich nicht nochmal erleben. Wir haben alles in einem Tag komplett ausgeräumt und von Freiburg nach Frankfurt gefahren. Der Tag war so super stressig und in der Hektik ist mir gleich am morgen früh mein Geldbeutel mit dem Geld für eine neue Küche und unser neues Sofa abhanden gekommen, inklusive aller Bankkarten, Führerschein, Personalausweis und was man sonst noch so braucht. Und das war wirklich furchtbar. Diesmal dürfte es etwas einfacher werden, weil wir unser Zeug so nach und nach in die neue Wohnung schaffen können. Und wir haben auch den Vorteil, dass wir alle möglichen Werkzeuge und Pinsel und sonstiges gleich vor Ort haben. Denn mein Papa hat alles mindestens in doppelter Ausführung und das erleichtert das Leben natürlich ungemein. Die Anstreicherei am Wochenende wird natürlich sehr anstrengend werde, muss aber gemacht werden. Squishy darf dann den Tag bei Oma und Opa verbringen, denn den kleinen Wunderfitz (gibt’s das Wort überhaupt?) können wir unmöglich um uns rum haben. Cerah hat mir übrigens vorhin mitgeteilt, dass drei Zähne im Oberkiefer durchgebrochen sind. Dann dürfte er auch wieder friedlicher sein und das ist ja für uns alle von Vorteil. Und wir können alle nachts besser schlafen. Was freue ich mich. Heute Abend geht es zu IKEA und in den Baumarkt, um Spachtelmasse und so Kram zu besorgen und bei IKEA darf ich mir die Regale aussuchen, auf denen meine Barbies in Zukunft wohnen dürfen. Das ist wenigstens ein positiver Aspekt am Umziehen: Wir haben eine Ausrede wieso wir dringend zu IKEA “müssen”. Och, wie furchtbar.